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Zuletzt aktualisiert: 19.05.2011 um 14:40 UhrKommentare

"Entscheidung gegen sein Talent und für das Kollektiv"

Nach seinen jüngsten Eskapaden fehlt der Werder-Legionär diesmal im ÖFB-Aufgebot für die EM-Quali gegen Deutschland. Von Tabellenführer Sturm sind vier Kicker dabei: Gratzei, Hölzl, Kienast und Weber.

Der Teamchef pfeift auf "Problemboy" Marko Arnautovic

Foto © APADer Teamchef pfeift auf "Problemboy" Marko Arnautovic

Oft kommt's anders und man darf doch nicht auf Urlaub fahren. Christoph Leitgeb etwa, der Ex-Grazer in Diensten der Bullen, hatte den Abflug schon gebucht für kurz nach Ende der Meisterschaft, doch daraus wird nichts. Hat er doch das hoffentlich nicht zweifelhafte Vergnügen, ein Comeback im Team zu feiern. Seine Dynamik und Schnelligkeit hätten den Ausschlag gegeben. Da schaut Teamchef Constantini erstmals nach langer Zeit wieder über die Torungefährlichkeit Leitgebs hinweg, der in den vergangenen 46 Pflichtspielen für Salzburg nicht weniger als keinen Treffer erzielte.

In permanenter Torlaune hingegen präsentiert sich Sturms Roman Kienast, der somit ebenso sein Comeback gibt. Zuletzt wurde der Goalgetter für das Testspiel gegen die Niederlande im Februar nachnominiert. Diesmal profitiert er aber ausnahmsweise nicht von diversen Verletzungen seiner Konkurrenten, sondern bekommt schlicht und einfach den Vorzug gegenüber Wallner, Linz und dem eben erst wieder fit gewordenen Maierhofer, die sich nur auf Abruf finden.

Die Absage an Arnautovic

Wie auch Marko Arnautovic nur auf Abruf nominiert ist. Dessen derzeitige Unform irritiert Didi Constantini ebenso wie der Umstand, dass der Bremer auch im Team offenbar nicht so pflegeleicht und nicht so beliebt ist, wie ursprünglich angenommen. "Ein paar g'standene Profis goutieren es nicht, wenn ein Junger macht, was er will. Also habe ich mich diesmal gegen das Talent und für das Kollektiv entschieden", so der Coach.

Entschieden hat er sich außerdem auch für das Comeback von Kulovits (Rapid). Und Debüts könnten Weber (Sturm), Royer und Schrammel (beide SV Ried) feiern, theoretisch auch Goalie Berger von Erste-Liga-Leader Admira, der von der Verletzung von Macho profitiert. Wegen diverser Blessuren kein Thema sind u.a. auch Prödl, Schiemer, Pehlivan und Kavlak.

Die Zwölf-Punkte-"Regel"

"Aber egal, wer spielt oder nicht spielt, wir sind krasser Außenseiter gegen den WM-Dritten. Doch solange das Match nicht angepfiffen ist, so lange ist es auch nicht verloren", so Constantini. Augenzwinkernder Nachsatz: "Außerdem hat uns Deutschland beim Song Contest auch zwölf Punkte gegeben."

Mit dem Testspiel gegen Lettland in Graz vier Tage nach dem Match gegen Deutschland will er sich noch nicht befassen. Auch nicht mit der Sinnhaftigkeit. Es könnte nur sein, dass er da drei oder vier Spieler schon vorher in den ohnehin späten Urlaub schickt. "Es kann auch sein, dass ich da schon daheim bin. Man weiß nie in diesem Geschäft."


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Austria nach 3:1 in Ried im Finale 

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