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Zuletzt aktualisiert: 26.03.2011 um 14:21 UhrKommentare

ÖFB-Team hat "im Kollektiv komplett versagt"

In der Nationalmannschaft hat sich nach der 0:2-Niederlage in der EM-Quali gegen Belgien Ratlosigkeit breitgemacht. Die beiden Kapitäne gingen einen Tag nach der missratenen Darbietung auf Ursachenforschung. Fündig wurden sie nur teilweise.

Christian Fuchs

Foto © Gepa I Christian OrtChristian Fuchs

"Vielleicht war durch die große Erwartungshaltung der Öffentlichkeit der eine oder andere gehemmt. Aber da muss man drüberstehen", sagte Fuchs. An der Leistung wollte der Mainz-Legionär nichts beschönigen. "Es ist uns überhaupt nicht gelungen, das gegnerische Tor zu bedrohen. Wir haben immer nur um den heißen Brei herumgespielt und mehr quer als nach vorne gedacht." Der Niederösterreicher verzichtete darauf, einzelne Spieler herauszupicken. "Wir haben im Kollektiv komplett versagt", erklärte Fuchs und gab lediglich zu, er hätte sich von seinem Vordermann Marko Arnautovic "das eine oder andere mal mehr Unterstützung gewünscht".

Eine Teilnahme an der EM 2012 in Polen und der Ukraine hat Fuchs dennoch nicht abgeschrieben. "Wir haben ein Spiel verloren, aber nicht die Qualifikation. Es ist noch alles möglich." Diese Ansicht vertrat auch Janko. "Ich bin nach wie vor der Meinung, dass unsere Mannschaft Qualität hat", behauptete der Twente-Stürmer. "Wir können sie aber oft nicht abrufen, warum auch immer."

Pfeifkonzert für Janko

Auch Janko selbst konnte seine Fähigkeiten gegen Belgien in keinster Weise unter Beweis stellen, was ihm bei seiner Auswechslung ein gellendes Pfeifkonzert einbrachte. "Angenehm war das nicht. Aber wenn es nicht gut rennt, suchen die Leute einen Sündenbock, und das sind eben der Kapitän oder Führungsspieler. Außerdem waren viele Rapid-Fans im Stadion, und die haben ihre Lieblinge Stefan (Maierhofer) und Ümit (Korkmaz) gefordert", vermutete der Ex-Salzburger.

Beim Vergeben der einzigen echten österreichischen Torchance fiel der erst kürzlich von einer Knöchelverletzung genesene Janko unglücklich und zog sich eine Schulterblessur zu. "Die Schulter ist sehr dick, aber ich gehe schon davon aus, dass ich nach Istanbul fliege", erklärte der Niederösterreicher, dessen linke Hand wegen eines Mittelhandknochenbruchs geschient ist.

In der türkischen Metropole geht es für das ÖFB-Team am Dienstag schon um die letzte EM-Chance. "In diesem Match müssen die Türken das Spiel machen. Vielleicht tun wir uns da in unserer derzeitigen Situation leichter", erklärte Janko.


Team absolviert am Sonntag nur ein Training

Österreichs Fußball-Nationalteam absolviert am Sonntag nur ein und nicht wie ursprünglich geplant zwei Trainings. Anstelle der Vormittags-Einheit bittet Nationaltrainer Dietmar Constantini seine Kicker zum Videostudium des Dienstag-Gegners Türkei.

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