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Zuletzt aktualisiert: 06.02.2011 um 11:57 UhrKommentare

Fast ausgeglichene Bilanz gegen Niederlande

Zumindest laut Papierform ist das österreichische Fußball-Nationalteam seinem Mittwoch-Gegner Niederlande fast ebenbürtig. In punkto Torverhältnis haben die "Oranjes" mit 31:23 allerdings klar die Nase vorn.

Foto © APA

In den bisherigen 17 Partien siegte die ÖFB-Auswahl bei vier Remis sechsmal, siebenmal setzte sich der aktuelle Vizeweltmeister durch.

Geschönt wird die Bilanz aus österreichischer Sicht durch Erfolge, die schon länger zurück liegen, gingen doch die jüngsten vier Partien gegen die Niederländer verloren. Im bisher letzten Duell am 26. März 2008 in Wien gewann der Europameister von 1988 ein EURO-2008-Testspiel nach kuriosem Spielverlauf mit 4:3. Andreas Ivanschitz und Sebastian Prödl per Doppelpack schossen die Gastgeber zu einer 3:0-Führung, die von den Niederländern durch Klaas Jan Huntelaar (2), Heitinga und den nunmehrigen Rapid-Stürmer Jan Vennegoor of Hesselink noch umgedreht wurde.

Niederlage in Cordoba

Völlig chancenlos war das ÖFB-Team bei der wohl bittersten Niederlage gegen die aktuelle Nummer zwei der FIFA-Weltrangliste. Mit dem 1:5 in der WM-Zwischenrunde 1978 in Cordoba (wenige Tage vor dem 3:2 gegen Deutschland ebendort) verspielten Hans Krankl und Kollegen die Chance auf einen Finaleinzug.

Österreich wurde Opfer der ausgeklügelten Taktik von Ernst Happel, dessen Elf sich in der Folge erst im Finale Gastgeber Argentinien geschlagen geben musste. Der "Wödmasta" hatte sich in den Niederlanden zuvor mit Feyenoord einen Namen gemacht - er führte die Rotterdamer 1970 zum Meistercup- und Weltcup-Gewinn. Schlüsselspieler der damaligen Erfolgstruppe war Franz Hasil, der später zu Feyenoords "Legionär des Jahrhunderts" gewählt wurde.

Österreichs Niederlande-Exporte

Hasil und Happel waren aber nicht die einzigen österreichischen Fußball-Exporte, die im "Tulpen-Land" schon vor dem derzeitigen Twente-Topscorer Marc Janko große Erfolge feierten. Max Merkel betreute die Nationalelf von 1955 bis 1957 und verlor nur eines von 18 Spielen. Kurt Welzl spielte von 1978 bis 1981 für Alkmaar, wurde 1981 niederländischer Double-Gewinner und scheiterte im gleichen Jahr erst im UEFA-Cup-Finale.

Ex-Sturm-Manager Heinz Schilcher war Mitglied jener Mannschaft von Ajax Amsterdam, die Anfang der 1970er-Jahre dank Kickern wie Johann Cruyff den europäischen Club-Fußball dominierte, war allerdings in den siegreichen Meistercup-Finalspielen 1972 und 1973 nicht im Kader.

Von 1983 bis 1985, die letzten Monate davon unter Trainer Cruyff, war Felix Gasselich bei Ajax engagiert und erwarb sich in seiner Zeit ob seiner Vorliebe für eine besondere Art der Düpierung von Gegenspielern den Spitznamen "Portenkoning" (Gurkenkönig). Der Ex-Austrianer spielte damals neben aufstrebenden Talenten wie Frank Rijkaard, Ronald Koeman oder Marco van Basten.

Der ehemalige Weltklasse-Goalgetter Van Basten stand in jener "Oranje"-Mannschaft, die zuletzt ein Länderspiel gegen Österreich verlor. Am 30. Mai 1990 in Wien war ein Treffer von Van Basten zu wenig, um die 2:3-Niederlage der Niederländer in einem Vorbereitungsmatch auf die WM in Italien zu verhindern.


Die besten Nationalteam-Fotos

Austria nach 3:1 in Ried im Finale 

Austria nach 3:1 in Ried im Finale

 

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