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Zuletzt aktualisiert: 12.10.2010 um 14:17 UhrKommentare

Die Durststrecke soll in Belgien beendet werden

Österreichs Nationalteam kämpft in der EM-Quali am Dienstag in Brüssel gegen Belgien um den ersten Auswärtssieg in einem Pflichtspiel seit fünfeinhalb Jahren.

Gibt's für Arnautovic & Co. heute wieder etwas zu lachen?

Foto © GEPAGibt's für Arnautovic & Co. heute wieder etwas zu lachen?

Nach den beiden Pflichtsiegen gegen Kasachstan und Aserbaidschan steht Österreichs Fußball-Nationalmannschaft am Dienstag (20.45 Uhr/live ORF1) im König-Baudouin-Stadion von Brüssel vor der ersten großen Bewährungsprobe in der EM-Qualifikation (Gruppe A). Auch ohne den verletzten Kapitän Marc Janko muss die Mannschaft von Teamchef Dietmar Constantini gegen die "roten Teufel" wohl punkten, um die Chance auf eine Teilnahme an der EM 2012 in Polen und der Ukraine zu wahren. Noch weit größer ist der Druck allerdings für die Belgier, die nach drei Spielen nur bei drei Zählern halten und möglicherweise schon vorzeitig aus dem Rennen wären, sollte gegen Österreich nicht gewonnen werden. "Die Belgier sind sicher unter Zugzwang, doch auch wir wollen in dieser Partie erfolgreich abschneiden", erklärte Constantini.

"Offener Schlagabtausch"

Seine Mannschaft belegt derzeit als einziges Team in Gruppe A ohne Gegentor Platz zwei, aussagekräftig ist die Tabellen-Situation aber noch nicht. "Wir haben zwei Mannschaft geschlagen, die man schlagen muss, wenn man sich qualifizieren will. Aber wenn man sich qualifizieren will, muss man auch in Belgien punkten", analysierte der Teamchef. Der Tiroler erwartet von Beginn an offensiv eingestellte Belgier, die nach den Niederlagen gegen Deutschland und die Türkei sowie nach dem Sieg am Freitag in Kasachstan unbedingt gewinnen müssen. "Sie können mit uns nach Punkten ausgleichen, und dafür werden sie alles tun", prophezeite Constantini und erwartet "einen offenen Schlagabtausch".

Vor Daniel van Buyten und Co., in der aktuellen FIFA-Weltranliste auf Platz 62 und damit einen Rang hinter Österreicher, hat Constantini zwar großen Respekt, will seine Mannschaft aber nicht auf ein Rückzugsgefecht einstellen. "Es muss nicht immer besser sein, wenn man in so ein Match zu defensiv reingeht."

Negativserie beenden

Dennoch wird die ÖFB-Grundaufstellung um einiges vorsichtiger als am Freitag beim 3:0 in Wien gegen Aserbaidschan ausgerichtet sein. Julian Baumgartlinger dürfte als zusätzliche Absicherung ins defensive Mittelfeld rücken. Ob Stefan Maierhofer mit Erwin Hoffer stürmt oder zunächst von Zlatko Junuzovic in der Rolle als hängende Spitze unterstützt wird, ließ der 55-Jährige offen. "Ich weiß die Aufstellung selbst noch nicht", beteuerte der Nationaltrainer am Montagvormittag vor dem Abflug nach Brüssel und verriet nur so viel: "Es ist wichtig, dass wir auch von der Bank her reagieren können."

Ein ÖFB-Sieg in Brüssel würde nicht nur die Chancen auf einen Platz in den Top Zwei beträchtlich erhöhen, sondern auch eine beachtliche Negativserie beenden: Seit Oktober 2006 (2:1 in Vaduz gegen Liechtenstein) wartet Österreich auf einen Auswärtserfolg, der jüngste Sieg in einem Bewerbsspiel auf fremdem Rasen (2:0 in der WM-Qualifikation im März 2005 gegen Wales in Cardiff) liegt sogar schon fünfeinhalb Jahre zurück. "Aber diese Statistik interessiert mich überhaupt nicht", betonte Constantini.

Eine passende Erklärung für die österreichische Durststrecke in der Fremde hat auch der Teamchef nicht parat. "Vielleicht ist es einfach so, dass in der Vergangenheit auswärts zu wenig probiert worden ist", vermutete Constantini.


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