Im Auftrag des Teamchefs
Nicht im Auftrag Ihrer Majestät, sondern im Auftrag ihres Teamchefs sind am Freitag vier österreichische Spione im Einsatz, wenn der Startschuss im Rennen um die Tickets für die Euro 2012 fällt.

Foto © GEPAWilli Ruttensteiner, einer der vier Spione
Die beiden Spiele in der Österreich-Gruppe A sind es, zu denen es die vier Herren zieht. Die Instruktionen des Auftraggebers Didi Constantini sind klar: Er will möglichst viele Informationen über die künftigen Gegner im Kampf um einen Platz im elitären EM-Teilnehmerfeld.
Und weil vier Augen mehr sehen als zwei, werden die Partien doppelt besetzt. Im König-Baudouin-Stadion zu Brüssel (20.45 Uhr, ARD live) sitzen Michael Baur und Willi Ruttensteiner, um Belgien und Deutschland auf die Beine zu schauen. Thomas Janeschitz und Manfred Kern wiederum werden auf der Tribüne der Astana Arena Platz nehmen, um im fernen Kasachstan das Duell der Hausherren mit der Türkei zu beobachten. Die Kasachen sind ja am kommenden Dienstag in Salzburg (20.30 Uhr) Österreichs Auftaktgegner. Natürlich wird das Quartett ihrem Chef von seinen Eindrücken berichten, aber, wie es sich unter Spionen gehört, werden die Berichte streng geheim bleiben. Nur für die Ohren von Constantini und dessen engsten Getreuen sind die brisanten Informationen bestimmt. Selbiges gilt auch, wenn am Dienstag neuerlich ein vierköpfiger Spionagetrupp, freilich in etwas abgeänderter personeller Form, auf Reisen geht.
"Agent" Ruttensteiner wird dann in Köln von Hermann Stadler unterstützt, wenn Deutschland auf Österreichs übernächsten Qualifikationsgegner Aserbaidschan trifft. Und Damen-Teamchef Ernst Weber wird an der Seite von Baur im Istanbuler Sükrü Saracoglu Stadion weilen und die Partie Türkei gegen Belgien verfolgen.
Wenn Österreichs Teamspieler in der bevorstehenden EM-Qualifikation nur annähernd so professionell auftreten wie die ÖFB-Spionage-Einheit - ja dann kann eigentlich nichts schief gehen.









