Der verschossene Elfer als "Knackpunkt"
Mit der neongelben ÖFB-Kapitänsbinde um den linken Oberarm wollte Christian Fuchs in Klagenfurt Verantwortung übernehmen. Doch der 24-jährige Niederösterreicher scheiterte mit seinem Foul-Elfer gegen die Schweiz (0:1).

Foto © APAChristian Fuchs
"Ich kann mich nur entschuldigen. Hätte ich getroffen, wäre das Spiel sicher ganz anders ausgegangen. Das war der Knackpunkt", erklärte Fuchs, der anstelle des verletzten Marc Janko als Captain einsprang. Als zweiter Kandidat neben Fuchs wäre Zlatko Junuzovic als Elferschütze vorgesehen gewesen.
Zu wenig scharf, zu unplatziert - so wurde der erste Elfer von Fuchs im Teamtrikot zur Beute des überragenden Schweizer Tormanns Diego Benaglio. Dabei fühlte sich Fuchs "sehr sicher" und schnappte sich deshalb auch nach dem Foul an Martin Harnik sofort den Ball. "Das war eine intuitive Entscheidung. Ich habe mich sehr gut gefühlt und habe es mir total zugetraut. Dass es nicht geklappt hat, tut mir natürlich am meisten weh."
Doppeltes Pech
Beim Abpraller, den Fuchs per Kopf an die Latte setzte, kam dann auch noch Pech hinzu. "Klar hätten wir den Elfer reinhauen müssen. Dann hätte es mindestens für ein Unentschieden gereicht. Aber das ist kein Vorwurf an den Fuchsi, Elfmeter sind schon von den besten Spielern der Welt vergeben worden", erklärte Teamchef Dietmar Constantini.
Wie alle Beteiligten sah auch Fuchs große Probleme im österreichischen Spiel vor der Pause. Da haben wir viel zu schnell den Ball hergeschenkt und der Schweiz im Zentrum zu viel Platz gelassen. Das haben wir dann in der Pause angesprochen." Die Leistung nach der Pause bezeichnete Fuchs hingegen sogar als "Ausrufezeichen". Fuchs sieht "sicher noch ein paar Baustellen", zudem habe gegen die Schweiz ein "Knipser" zum Verwerten der Chancen gefehlt.
Auch Constantini fühlte sich stark an die Kamerun-Partie erinnert. Auf die Frage, wer den nächsten österreichischen Elfmeter schießen wird, meinte der Tiroler: "Das frage ich mich auch."









