15 Europameister im Anflug auf Wien
Österreich empfängt am Mittwoch Spanien. ÖFB-Spion Willi Ruttensteiner zeigte sich von den Iberern angetan.

Foto © GEPAWilli Ruttensteiner
Am 29. Juni 2008 stand Iker Casillas im Wiener Ernst Happel-Stadion und stemmte stolz eine silberne Trophäe gen Himmel. Spaniens Team-Tormann und seine Kollegen feierten im Schatten des Riesenrads den Europameistertitel. Am Mittwoch kehren die Spanier an die Stätte ihres größten Triumphes zurück, um sich mit Österreichs Nationalteam zu duellieren.
Iker Casillas wird, wie 14 andere Europameister, auch dabei sein. Diesmal als Mitglied in Spaniens elitärem "100er-Klub". Beim 2:1-Sieg am Samstag hütete der Nationalteamkapitän zum 100. Mal das Tor der Iberer und musste sich nur bei einem Elfmeter von Lionel Messi geschlagen geben. Die "Fußball-Party" im Madrider Vicente-Calderon-Stadion zum 100. Geburtstag des Spanischen Verbandes war aber nicht jedermanns Sache. Des Fest artete nämlich ein bisschen aus, je später der Abend wurde. "Wilder Fußball" titelte etwa die Zeitung "El Mundo".
Maradona gesperrt
Das rüpelhafte Benehmen der Gäste stieß vielen auf. Auch Spaniens Sportzeitung "As" zeigte sich indigniert: "Spanien spielte, Argentinien holzte", ärgerte sich das Blatt. Und auch Argentiniens Teamchef Diego Maradona bekam nun wegen schlechten Benehmens eine Rechnung präsentiert. Das Match gegen die Spanier war nämlich der letzte Auftritt als "Feldherr" der "Gauchos" für die nächsten zwei Monate. Maradona wurde für die obszönen Äußerungen nach dem Erreichen der WM-Endrunde von der Fifa für zwei Monate gesperrt. Zusätzlich fasste er eine Geldstrafe von 16.550 Euro aus.
Aber zurück zu den Österreichs nächstem Gegner Spanien. Währen die Medien motzten, war Österreichs "Chefspion" Willi Ruttensteiner angetan von der Leistung des Europameisters. "Das war Fußball pur. Ein hervorragendes Match, tolle Stimmung und Fußball vom Feinsten" berichtete der ÖFB-Sportdirektor. Ob alle Stars, die er in Madrid beobachtet hat, auch in Wien zu sehen sein werden, weiß Ruttensteiner noch nicht. Gegen Argentinien spielten die Spanier mit Ausnahme des verletzten Fernando Torres in Bestbesetzung. "Aber zu sagen, es wäre leichter, wenn zum Beispiel Fabregas statt Xavi spielt, wäre vermessen. Der gesamte Kader Spaniens besteht aus Klasse-Fußballern", stellt der Sportdirektor klar.









