Wohlfahrt wundert sich über Harmonie im ÖFB-Lager
Zwischen den derzeitigen österreichischen Fußball-Goalies Payer, Gratzei und Almer herrscht im Teamcamp in Bad Tatzmannsdorf eine derartige Eintracht, dass selbst Franz Wohlfahrt verwundert ist.

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"Es freut mich, welche Harmonie es unter ihnen gibt. Sie streiten nie, das ist unglaublich. So etwas hat es in meiner Zeit nicht gegeben", erinnerte sich der Ex-Austrianer an seine Dispute mit Michael Konsel und Otto Konrad.
Der 59-fache Internationale hat dafür auch eine Erklärung. "Das hat sicher etwas mit den Charakteren zu tun. Interne Kämpfe gibt es jetzt auch, nur werden sie intelligenter ausgefochten als früher", vermutete der Kärntner, der seit seinem Amtsantritt im vergangenen Februar schon mit sieben Goalies (außerdem Jürgen Macho, Alexander Manninger, Michael Gspurning, Andreas Scharnz) in der ÖFB-Auswahl gearbeitet hat.
Entscheidungen
"So wie bei den Feldspielern hat sich in den letzten Monaten auch bei den Tormännern einiges verändert. Für mich ist es da nicht leicht, Entscheidungen zu fällen. Auf der anderen Seite ist es schön, wenn sich etwas entwickelt", erklärte Wohlfahrt. Auf der Torhüter-Position werde es in Zukunft kein Problem geben. "Dem Nationalteam werden in der nächsten Dekade die Goalies nicht ausgehen", prophezeite der frühere Stuttgart-Legionär.
Sein Ziel sei es, jeden einberufenen Keeper so weit zu bringen, dass er die Nummer eins sein könnte. "Wer es dann ist, entscheidet natürlich der Teamchef."
Der aktuelle Einser-Goalie heißt Helge Payer, doch der Rapidler hat in den vergangenen Jahren auch schon genug Erfahrung mit der ÖFB-Reservistenrolle gemacht. Dennoch gab es damals vom 30-Jährigen nie ein öffentliches Aufbegehren. "Wenn man nicht spielt, braucht man nicht auf den anderen böse sein, der im Tor steht, sondern auf sich selbst", lautet Payers Motto.
Stammleiberl
Ähnlich äußerte sich auch Gratzei, dessen Torsperre bei Sturm Graz am vergangenen Sonntag nach 602 Minuten von der Austria gebrochen wurde. "Derjenige, der statt mir spielt, kann ja nichts dafür", meinte der Steirer, der beim 1:3 vor einem Monat in Frankreich sein erstes Länderspiel absolvierte, als er für den verletzten Payer eingewechselt wurde.
Während Gratzei immerhin bei seinem Club das Stammleiberl sicher hat, ist der dritte aktuelle ÖFB-Schlussmann sogar bei seinem Arbeitgeber nur Ersatz. An Szabolcz Safar gibt es für Almer kein Vorbeikommen, als "Häppchen" bleiben lediglich Einsätze wie zuletzt gegen Werder Bremen, wenn Safar verletzt ist. "Das ist keine einfache Situation. Ich muss schauen, wie man das lösen kann", erklärte der Goalie und schloss einen Vereinswechsel in der kommenden Saison nicht aus, obwohl sein Vertrag noch bis Sommer 2011 läuft.









