Was ist nur los mit Kapfenberg
Viele Fehler, wenig Tore, große Verunsicherung. Trotzdem sind beim KSV Präsident und Trainer überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein.

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Der Pleitegeier wäre dieser Tage das bessere Wappentier der Kapfenberger als der Falke. Denn statt sich auf die Cup-Beute Viktoria Wien zu stürzen, kreisten David Sencar und Co. mit einer Blamage zurück hinter den Semmering.
Eine Blamage, die irgendwie ins Bild dieser bislang verkorksten Saison passt. Die Kapfenberger haben den besten Kader der Liga. Ihr Spiel ist zwar nicht berauschend, aber sie kommen zu Chancen, treffen aber nicht.
Dafür kassieren sie den Großteil der Gegentreffer aus groben individuellen Schnitzern. Auch in Wien verjuxten die Falken eine Vielzahl von Chancen. "Hätte ich noch einen Spielerpass, hätte ich mich in Wien selbst eingewechselt", sagt Trainer Thomas von Heesen.
Zum x-ten Mal in der Saison erklärt er, dass seine Spieler noch nicht dort sind, wo er sie haben will. "Nirgendwo in Europa muss man einem 20-jährigen Fußballer erklären, wie man bei der Viererkette einrücken muss. Hier schon", sagt er. "Was wir momentan trainieren, ist Kindergarten. Aber wir sind eben noch nicht weiter."
Auf die Frage, warum er dann diese Spieler zum Teil selbst geholt hat, reagiert er schroff: "Diese Fragen beantworte ich nicht. Bei mir haben die Spieler eben länger als zwei Monate Zeit, sich zu präsentieren." Eine Ausnahme im schnelllebigen Profi-Geschäft. Wieder und wieder betont er, strategisch arbeiten zu wollen. Da gehe es eben nicht nur bergauf. "Und wenn da jemand im Vorstand nervös wird, hat er bei der Präsentation meines Drei-Jahres-Konzepts nicht aufgepasst."
Dazu sind auch die Routiniers verunsichert und können den Jungen keine Stabilität geben. "Aber das wird besser", sagt von Heesen.
Präsident Erwin Fuchs bleibt - noch - ruhig, auch wenn der Aufstieg eigentlich "dringend notwendig" wäre. "Die Arbeit des Trainers ist gut. Wir hatten öfters solche Phasen und kommen da schon wieder raus." Aber: "Nach der Herbstsaison werde ich mir alles ganz genau anschauen."


















