Deni Alar versenkte den KSV
Zehn Runden vor Schluss liegen die Falken weiter elf Punkte hinter dem Vorletzten Wiener Neustadt. Die Mission Klassenerhalt rückt für die Kapfenberger mit der 0:3-Niederlage bei Rapid immer weiter in die Ferne.

Foto © GEPADeni Alar traf zweimal
So ist das eben. Da tritt Kapfenberg bei Rapid einmal nicht auf wie das Kaninchen vor der Schlange, da ist Kapfenberg im Hanappi-Stadion einmal ebenbürtig und verliert trotzdem. Und wie bitter diese Niederlage ist. Weil das erste Tor Sekunden vor der Pause gefallen ist und weil es ausgerechnet Ex-Kapfenberger Deni Alar war, der die Abwärtsspirale der Falken mit seinen beiden Toren richtig angedreht hat.
Jetzt bleiben Kapfenberg nur noch zehn Runden, um elf Punkte aufzuholen. Langsam glaubt nur noch der Taschenrechner an den Klassenerhalt. "Aber solange wir rechnerisch die Chance haben, werden wir dran glauben", sagt Tormann Raphael Wolf.
Dabei war Kapfenberg zwar ungefährlich, präsentierte sich aber nicht wie ein Abstiegskandidat, sondern spielte durchaus gepflegten Fußball. Und in der Defensive gab es an Florin Lovin und Innenverteidiger Gerson für die Rapidler kaum ein Durchkommen.
Vereinzelte Chancen von Alar und durch einen Fallrückzieher von Boris Prokopic, mehr war da nicht. Fast nicht, denn in der 45. Minute hatte der junge Lukas Grozurek einen Energieanfall, ließ Haruna Babangida stehen, nutzte die Lücke zwischen Rene Pitter und Gerson und spitzelte den Ball an Tormann Wolf vorbei an die Stange. Deni Alar brauchte den Ball nur noch 20 Zentimeter über die Linie zu schieben.
Schlechte Bedingungen
Vor Beginn der zweiten Hälfte musste im ramponierten KSV-Strafraum Sand gestreut werden. Und im Sand haben sich auch die Hoffnungen der Falken verlaufen. Nach einer Stunde kombinierte Rapid schön über mehrere Stationen, Markus Katzer bedient Alar mit einem Stanglpass - 2:0. Allerdings zu Unrecht, denn Alar stand beim Zuspiel klar im Abseits. So ist das eben, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht.
Die beste Chance der Kapfenberger vergab Nathan aus acht Metern (63.), ehe Rene Gartler in der Nachspielzeit das 3:0 gelang. "Wir haben uns drei Mal blöd angestellt. Das geht in unserer Lage eben nicht", sagt Wolf. Wie wahr.
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0:3-Strafverifizierung in der Regionalliga
In der ersten Frühjahrsrunde am 11. März trennten sich die Sturm Amateure und die KSV Amateure mit 1:1. Der steirische Verband hat das Spiel jetzt aber strafbeglaubigt und mit 3:0 für die Grazer gewertet. Kapfenberg hatte Manfred Gollner, Michael Gregoritsch und Ralph Spirk eingesetzt - laut ÖFB-Bestimmungen aber zu Unrecht. Die drei hatten im Dezember bzw. März in der Bundesliga mehr als 45 Minuten gespielt und wären damit für das folgende Match der Amateure nicht spielberechtigt. Die entsprechende automatische Warnung im Online-System hat man beim KSV ignoriert. Die Kapfenberger sehen sich aber im Recht (wegen der Winterpause) und legen gegen diese Entscheidung Protest ein.
Fakten zum Spiel
SK Rapid Wien - Kapfenberger SV
3:0 (1:0). Wien, Gerhard-Hanappi-Stadion, 13.200, SR Hameter.
Torfolge:
1:0 (45.) Alar 2:0 (60.) Alar 3:0 (94.) Gartler
Rapid:
Königshofer - Thonhofer, Sonnleitner, Pichler, Katzer -Heikkinen (86. Kulovits), Prager - Prokopic, Hofmann (92. Wydra),Grozurek - Alar (84. Gartler)
Kapfenberg:
R. Wolf - Pitter, Gerson, Vulin, Prettenthaler - Lovin(81. Erkinger) - Elsneg (69. Felfernig), Sencar, Grgic (85. Sand),Babangida - Nathan Junior
Gelbe Karten:
Prokopic, Kulovits bzw. Vulin, Felfernig, Pitter
Die besten Spieler:
Alar, Grozurek bzw. keiner

















