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Zuletzt aktualisiert: 13.07.2010 um 20:04 UhrKommentare

Trainerumfrage vor dem Bundesliga-Saisonstart

Vor dem Ankick der neuen Saison kommenden Samstag befragte die APA die zehn Trainer der Bundesliga über ihren Verein, die neun anderen Klubs und über ihre Erkenntnisse von der WM in Südafrika.

Foto © GEPA

Die Fragen:

  • 1.) Wer wird in der kommenden Saison österreichischer Fußball-Meister?
  • 2.) Welche Zielsetzung verfolgen Sie mit Ihrem eigenen Team?
  • 3.) Welcher Bundesliga-Club hat sich in der Sommerpause am besten verstärkt?
  • 4.) Trauen Sie es den österreichischen Teams zu, wieder eine so erfolgreiche Europacup-Saison zu spielen wie im Vorjahr?
  • 5.) Welche fußballerischen Erkenntnisse haben Sie aus der abgelaufenen WM in Südafrika für Ihre eigene Arbeit gewonnen?

Huub Stevens (Red Bull Salzburg)

Grafik © GEPA

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1.) Red Bull Salzburg.

2.) Wenn man Trainer bei Red Bull Salzburg ist, muss es immer das Ziel sein, Meister zu werden und eine internationale Gruppenphase zu erreichen - idealerweise die Champions League.

3.) Ich glaube wir haben uns sowohl von der Qualität als auch der Quantität her gemeinsam mit Austria Wien am meisten ergänzt - hoffentlich auch verbessert. Wir sind nach der Vorbereitung aber sicher einen Schritt weiter als in der letzten Saison.

4.) Absolut, warum nicht? Die Clubs haben die Qualität. Mit einer einigermaßen guten Auslosung ist es wieder möglich. Das wäre gut für die Liga und den österreichischen Fußball.

5.) Auffallend war, dass die Mannschaften weit gekommen sind, die einen kontrollierten und gut organisierten Fußball gespielt haben. Dass Spanien über außergewöhnliche Spieler verfügt, hat man schon vorher gewusst. Alle anderen haben es über Disziplin und gute Organisation geschafft.


Karl Daxbacher (Austria Wien)

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1.) Austria Wien.

2.) Vorrangigstes Ziel ist ein Europacup-Startplatz, dazu wollen wir im Herbst in die Gruppenphase der Europa League kommen und den ÖFB-Cup wieder nach Favoriten holen.

3.) Sicherlich die Salzburger. Den Abgang von Janko werden sie sicher kompensieren können. Ich rechne auch damit, dass sie noch den einen oder anderen Neuen holen werden.

4.) Damit wieder vier Vereine die Gruppenphase erreichen, müsste alles passen, auch das Quäntchen Glück dabei sein. Einige haben schon im Vorjahr Glück gehabt, ich denke da an Salzburg in der Qualifikation gegen die Iren. Auch wir hatten einige knappe Entscheidungen in Heimspielen.

5.) Großes hat sich nicht geändert. Die meisten Taktiken sind darauf ausgerichtet, nach Ballverlust möglichst viele Spieler hinter den Ball zu bekommen. Alle müssen sich an der Defensive und der Offensive beteiligen. Große Risiken werden nicht eingegangen, Geduld und lange Ballstafetten sind gefragt. Nach wie vor können Standardsituationen über Sieg und Niederlage entscheiden. Für angreifende Mannschaften, die das Spiel bestimmen wollen, wird es immer komplizierter.


Peter Pacult (Rapid Wien)

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1.) Der Favoritenkreis um den Titel ist derselbe wie im Vorjahr.

2.) Wir wollen wieder junge Spieler weiter entwickeln und den Fans guten und erfolgreichen Fußball bieten.

3.) Das wird sich erst im Laufe der Meisterschaft zeigen, denn es gab ja auch überall Abgänge.

4.) Für den österreichischen Fußball wäre es auf jeden Fall sehr wichtig, international wieder erfolgreich zu spielen.

5.) Dass es sich am Ende immer noch mehr auszahlt, für das Spiel etwas aktiv zu tun - siehe Weltmeister Spanien - als nur gegen den Ball zu arbeiten, wie es leider immer mehr Teams tun.


Franco Foda (Sturm Graz)

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1.) Normal muss Salzburg Meister werden, denn sie haben noch einmalaufgerüstet. Einziger Nachteil für sie könnte sein, wenn sie sich für die Champions League qualifizieren und dann in der Meisterschaft nicht so konzentriert spielen sollten.

2.) Ich bin keiner, der große Ziele formuliert. Wichtig ist für mich, dass wir wieder einen guten Fußball spielen. Nach den vielen Abgängen müssen wir schauen, dass wir wieder in den Top 5 dabei sind.

3.) Salzburg hat sich natürlich noch einmal verstärkt mit Topspielern wie Jantscher oder Mendes. Die sind in der Lage, Ablösesummen zu zahlen, die bei einigen Mannschaften das Jahresbudget für den Profibetrieb ausmachen. Rapid und Austria haben keine wichtigen Spieler verloren und sich punktuell verstärkt. Wir müssen dagegen wieder einmal die Mannschaft umkrempeln, wobei ich überzeugt bin, dass die wenigen Neuzugänge, die wir geholt haben, gut in unsere Mannschaft reinpassen.

4.) Ich hoffe, dass das wieder gelingt, aber man darf nicht davon ausgehen. Man braucht auch das nötige Glück in der Auslosung - vor allem in der vierten Runde, wenn man nicht mehr gesetzt ist und auf die ganz großen Brocken treffen kann.

5.) Man kann den Fußball nicht neu erfinden. Es gab einige Ansatzpunkte, etwa dass niemand Angriffspressing gespielt hat, nur die Spanier teilweise. Die anderen Teams haben geschaut, dass sie kompakt in der eigenen Hälfte stehen und schnell auf Offensive umschalten. Dazu haben die meisten Mannschaften mit nur einer Spitze gespielt, denn entscheidend ist heute nicht, wie viele Stürmer man aufstellt, sondern wie viele Mann sich in den Angriff einschalten.


Peter Schöttel (SC Magna Wr. Neustadt)

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1.) Red Bull Salzburg.

2.) Platzierungen nenne ich nicht gerne, aber vielleicht einen Rang zwischen vier und sechs. Grundsätzlich wollen wir auch das zweite Jahr in der Bundesliga so gestalten wie das erste, selbst initiativ sein und einen attraktiven Fußball spielen.

3.) Das kann man nur auf Basis von Namen schwer beurteilen. Bei einigen Clubs hat sich sehr viel getan, mit unseren Neuzugängen bin ich aber sehr zufrieden. Wir sollten mit ihnen auf einem ähnlichen Niveau spielen können wie in der vergangenen Saison.

4.) Das wird extrem davon abhängen, wer die Gegner sind. Man sollte aber nicht davon ausgehen, dass es immer alle vier Clubs in die Gruppenphase schaffen. Mittel- und langfristig bringen diese Spiele den Clubs und vor allem den Spielern aber sehr viel.

5.) Fitness und körperliche Attribute sind nach wie vor sehr wichtig. Es läuft schon seit Jahren darauf hinaus, dass es immer schwieriger wird, einen Rückstand aufzuholen. Davor hat jeder Trainer und auch jeder Spieler Angst. Um in der Defensive sicher zu spielen, benötigt es aber auch ein hohes taktisches Wissen und eine hohe körperliche Fitness. Die Spanier zum Beispiel haben ihre Gegner durch den vielen Ballbesitz regelrecht müde gespielt.


Franz Lederer (SV Mattersburg)

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1.) Einer aus dem bekannten Dreier-Kreis Salzburg, Austria und Rapid

2.) Wir haben unsere Mannschaft wieder verjüngt, trotzdem bleibt das Ziel ein Platz zwischen fünf und sieben - das ist aus der Sicht von Mattersburg schon mutig.

3.) Nominell hat Salzburg einige Kracher geholt, auch die Austria einige gestandene Leute. Wie gut eine Verstärkung ist, zeigt aber immer erst die Meisterschaft. Ein Spieler, der beim Club A gut war, muss nicht beim Club B gut sein. Unsere Neuen passen jedenfalls sehr gut in die Mannschaft.

4.) Das hoffe ich, im Sinne des österreichischen Fußballes. Man hat im Vorjahr gesehen, was alles möglich ist mit den einzelnen Spielen, die Rapid oder auch Salzburg abgeliefert haben. Ich gehe davon aus, dass auch heuer zumindest ein Club sehr weit kommen wird.

5.) Sehr viele Teams definieren sich über das Kollektiv - ähnlich wie wir. Wir haben auch nicht den großen Star. Mexiko oder Chile etwa haben auch ohne große Namen eine großartige WM gespielt. Alle ordnen sich der Mannschaft unter - das gefällt mir.


Helmut Kraft (LASK Linz)

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1.) Das Rennen werden sich erneut in erster Linie Salzburg, dann Rapid und Austria Wien ausmachen.

2.) Wir wollen unter die ersten Fünf kommen. Das ist unser klares Ziel.

3.) Um die anderen Vereine habe ich mich wenig gekümmert, daher will ich weder Vorschusslorbeeren noch Kritik vergeben. Wir haben uns gut verstärkt, die Spieler passen auch gut in die Mannschaft.

4.) Die Erfolge aus dem Vorjahr sind kein Zufall gewesen. Rapid und auch die Austria haben gezeigt, dass der österreichische Fußball besser ist als sein Ruf. Sie können es auch heuer wieder alle in die Gruppenphase schaffen.

5.) Man muss seinen Spielstil an die Qualitäten der Spieler, die man zur Verfügung hat, anpassen. Das ist Spanien am besten gelungen, bis zum Halbfinale auch Deutschland. Die Spanier haben gezeigt, dass ihr Stil, den sie seit Jahren geprägt haben, die erfolgreichste Art ist, Fußball zu spielen.


Paul Gludovatz (SV Ried)

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1.) Einer aus dem Trio Austria, Rapid und Salzburg.

2.) Zu Hause möglichst viele Punkte zu holen, damit wir unseren Fans in der Keine-Sorgen-Arena keine Sorgen bereiten.

3.) Neben den großen Drei noch der LASK, Wiener Neustadt und auch Kapfenberg. Und Innsbruck hat sich nach dem Aufstieg ebenfalls entsprechend verstärkt. Wir haben es geschafft, die Abgänge zu kompensieren.

4.) Ich gehe davon aus, dass wir das mindestens bestätigen werden.

5.) Die WM hat gezeigt, dass der einfachere Fußball, sofern er perfekt gespielt wird, der effektivere ist. Wir hatten ja in der vergangenen Saison oft Spiele, in denen wir zu viele Fehlpässe gemacht haben. Wichtig ist, Pässe präzise und scharf auf den Mann zu spielen, denn rennen oder zumachen können alle, sogar Nordkorea hat das eine Hälfte gegen Brasilien geschafft.

Werner Gregoritsch (Kapfenberger SV)

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1.) Red Bull Salzburg, weil ihre Ausrichtung auf größere Ziele ausgelegt ist. Ich glaube, dass sie den Sprung in die Champions League schaffen können.

2.) Vorrangiges Ziel ist Platz neun, also nicht absteigen. Unser Traumziel ist Platz sieben, denn das wäre die beste Platzierung einer Kapfenberger Mannschaft. Ich glaube, dass es für viele Mannschaften eng wird - vier, fünf werden um den Klassenerhalt kämpfen müssen.

3.) Austria Wien hat sich sehr gut verstärkt, vor allem mit jungen Spielern. Sie gehen also einen ähnlichen Weg wie wir, aber natürlich ist die Austria eine andere Preisklasse.

4.) Ja, ich traue ihnen das zu - wegen der Entwicklung der Jugend in den Mannschaften. Man hat schon voriges Jahr gesehen, dass das jetzt greifen wird, nachdem nun schon seit zehn Jahren in den heimischen Nachwuchsakademien professionell gearbeitet wird.

5.) Fußballerisch habe ich nicht viel Neues gesehen. Das Konzept mit zwei defensiv ausgerichteten Mittelfeldspielern vor der Abwehr ist ja nicht neu. Es wird eben viel Wert daraufgelegt, kein Tor zu bekommen und schnell von der Defensive auf Offensive umzuschalten. Aber die WM hat auch gezeigt, wie wichtig die Nachwuchsarbeit ist. Die Mannschaften, die auf Routine, also auf Alter, gesetzt haben, wie Frankreich, Italien und England, haben alle enttäuscht.


Walter Kogler (FC Wacker Innsbruck)

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1.) Salzburg, Rapid oder Austria Wien. 2.) Wir wollen uns in der Bundesliga wieder endgültig etablieren. Wir wollen am Ende nicht zittern müssen und im Kampf um den Klassenerhalt dabei sein.

3.) Das kann ich derzeit nicht beurteilen. Weil ich vielfach die Spieler, die zum Beispiel Salzburg verpflichtet hat, nicht kenne. Die Antwort auf diese Frage wird sich erst im Laufe der Zeit ergeben.

4.) Das ist sicherlich möglich, und ich traue es den Clubs auch zu. Ob es jedes Jahr gelingt, hängt aber auch vom Glück ab.

5.) Es war eine komische Weltmeisterschaft, die nicht so erfrischenden Fußball gebracht hat wie vor vier Jahren in Deutschland. Aber man hat auf jeden Fall gesehen, dass es ohne ein gewisses Risiko nicht geht.


KSV: Alle Spiele, alle Tore

Altach - KSV 2:0 

Erste Liga, 36. Runde: Altach feiert zum Abschluss der Saison einen Sieg und beendet die Spielzeit auf Platz zwei.



Der KSV im Bild

Grödig feiert Aufstieg in die Bundesliga 

Grödig feiert Aufstieg in die Bundesliga

 

SV Kapfenberg

Präsident: Erwin Fuchs
Trainer: Klaus Schmidt
Sportdirektor: Thomas von Heesen

 

Steirischer Fußball

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Ergebnisse 20. Runde vom 19.05.2013, alle Angaben ohne Gewähr.



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