Kapfenberg schenkt Krankl einen Punkt
82 Minuten lang sah Kapfenberg in Linz wie der Sieger aus. Am Ende blieb wegen eines Fehlers beim 2:2 nur ein Punkt übrig.

Foto © GEPAFür den KSV hatte es lange gut ausgesehen.
Nicht einmal der "Nachtfalke" konnte den Lask in so kurzer Zeit von seinen rostigen Flügeln befreien. Dabei haben die Linzer so gehofft, beim Trainer-Debüt von Hans Krankl 2009 erstmals einen vollen Erfolg einzufahren. Erstmals wollten die Anhänger gegen Kapfenberg schon im Vorverkauf Karten haben. Dazu hatten Damen am eigens ausgerufenen "Ladies Day" nur den halben Eintritt zu zahlen. Knappe 10.000 fanden so den Weg auf die Gugl.
Siegl und Zimmerman treffen.
Die sahen dann einen anfangs engagierten Lask, der versuchte, die kompakten Kapfenberger zu knacken. Die "Falken" von Werner Gregoritsch haben aber angesichts des beruhigenden Punkte-Polsters momentan die nötige Ruhe und Cleverness, um die wenigen sich bietenden Möglichkeiten eiskalt auszunützen. Nach einer guten Viertelstunde zog Markus Felfernig auf der linken Seite auf und davon, Gansterer musste ihn im Strafraum von den flinken Beinen holen. Den Elfmeter verwertete Patrik Siegl trocken. Da hätte Hans Krankl auf der Bank wohl schon eine Stärkung notwendig gehabt. Er griff aber nicht zur Flasche Rotwein, die ihm Werner Gregoritsch vor dem Spiel überreicht hatte. Die Flasche blieb auch unberührt, als Zimmerman in der 39. Minute nach einem Eckball die Verwirrung in der Linzer Abwehr nützte und seelenruhig zum 2:0 für Kapfenberg einschoss.
Lask dreht die Partie.
Auch nach dem Wechsel kombinierten die Linzer nur bis zum Strafraum gefällig. Danach war in der vielbeinigen Abwehr der Gäste Endstation. Bis zur 82. Minute. Da schlug Wallner eine Flanke zur Mitte, Stepanek hob das Abseits auf und Mayrleb scherzelte den Ball an Eisl vorbei ins Tor. Plötzlich war die Partie wieder offen - und wie. Der Lask drängte und Kapfenberg hatte dadurch im Konter die Riesenchance auf die Entscheidung, Pavlov rollte den Ball aber am langen Eck vorbei. Das sollte sich rächen, denn in der 92. Minute schlug Mijatovic nach einer groben Nachlässigkeit der KSV-Abwehr zu und bescherte seinem Trainer einen Punkt beim Debüt. Der spannte seine Schwingen und hob zum Jubelflug ab, während Werner Gregoritsch ob der verschenkten Punkte wütend in eine Werbetafel trat.
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Fakten
Fußball-tipp3-Bundesliga (28. Runde):
Lask - Kapfenberger SV
Endstand 2:2 (0:2).
Stadion der Stadt Linz, 9.300, SR Hofmann.
Torfolge: 0:1 (18.) Siegl (Foulelfmeter)
0:2 (39.) Zimmerman
1:2 (80.) Mayrleb
2:2 (92.) Mijatovic
Lask: Zaglmair - Gansterer (57. Mijatovic), Baur, Hoheneder, Wisio -
Klein (70. Prager), Piermayr (83. Kablar), Majabvi, Salmutter -
Wallner, Mayrleb
Kapfenberg: Eisl - Milosevic, Taboga, Akoto, Stepanek, Schellander -
Kozelsky (31. Zimmerman), Siegl, Hüttenbrenner, Felfernig (83.
Sencar) - Pavlov (67. Pejic)
Gelbe Karten: Salmutter, Gansterer, Wallner, Hoheneder, Majabvi bzw.
Hüttenbrenner, Siegl
Die Besten: Salmutter bzw. Akoto, Stepanek
Foto

Krankl darf sich doch noch über einen Punkt freuen.Foto © GEPA

















