Europa LeagueAusgeschieden: Ein 0:0 war für Austria Wien zu wenig

Austria Wien biss sich im letzten Gruppenspiel der Europa League an Gegner AEK Athen die Zähne aus. Mit einem Sieg wäre man in die K.o.-Phase eingezogen - doch es hat nicht gereicht: Das Spiel endete 0:0.

AEK Athen (in weiß) stellte die Wiener Austria ein Bein - mit Erfolg
AEK Athen (in weiß) stellte die Wiener Austria ein Bein - mit Erfolg © GEPA pictures
 

Die Wiener Austria hat wie im Vorjahr den Aufstieg in die K.o.-Phase der Fußball-Europa-League verpasst. Österreichs stark ersatzgeschwächter Vizemeister kam im abschließenden Heimspiel der Gruppe D gegen AEK Athen nicht über ein torloses Remis hinaus. Dieses reichte den ungeschlagenen Griechen (ein Sieg, fünf Remis) für Rang zwei und zum Einzug in die Runde der letzten 32.

Die Austria landete dagegen mit fünf Zählern auf dem letzten Platz, da HNK Rijeka mit einem 2:0-Heimsieg über Gruppensieger AC Milan noch an den Wienern vorbeizog. Durch das 0:0 ist das Team von Thorsten Fink nun schon acht Europacup-Heimspiele sieglos (drei Remis, fünf Niederlagen), der durchaus mögliche Aufstieg wurde also ganz klar im Happel-Stadion verpasst.

Die erste Hälfte bot nur wenig Ansehnliches, da beide Mannschaften sehr vorsichtig agierten. Die einzig nennenswerte Chance vor der Pause hatten die Gäste in der 15. Minute nach einem Einwurf, bei dem sich Tarkan Serbest verschätzte. Dadurch kam der Argentinier Sergio Araujo aus rund sieben Metern zum Schuss, der aber hoch über die Latte flog.

Nach der Pause stärker, aber nicht stark genug

Nach dem Wechsel präsentierte sich die Austria vor 23.133 Zuschauern - darunter rund 2.000 mitgereiste griechische Fans - stärker und hatte ihre beste Möglichkeit in der 68. Minute: Ein Schuss von Kapitän Raphael Holzhauser führte zu einer Doppel-Faustabwehr von AEK-Tormann Panagiotis Tsintotas, die genau bei Dominik Prokop landete. Doch der Kopfball des U21-Teamspielers von der Strafraumgrenze zischte am langen Eck vorbei.

Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, leider hat uns der letzte Pass 20 Meter vor dem Tor gefehlt. Da haben wir einfach nicht den Spieler, der diesen letzten Pass spielen kann. In der zweiten Halbzeit haben wir fast gar nichts zugelassen.

Austria-Trainer Thorsten Fink

Ansonsten stand die Abwehr der Griechen, die kaum was für die Offensive taten, sicher. Damit muss die Austria weiter seit 18. August 2016 auf einen Europacup-Heimsieg warten. Damals feierten die Violetten im Europa-League-Play-off einen 2:1-Erfolg gegen Rosenborg Trondheim. In der folgenden Gruppenphase gab es ein Remis gegen Viktoria Pilsen bei zwei Niederlagen gegen die AS Roma und Astra Giurgiu.

Heuer starteten die Austria zu Hause mit einem 0:0 in der Qualifikation gegen Limassol, das 0:1 in St. Pölten gegen Osijek reichte für den Aufstieg in den Hauptbewerb. In diesem folgten dann ein 1:5 gegen Milan, ein 1:3 gegen Rijeka und eben das 0:0 am Donnerstagabend. Auswärts holte die Austria mit dem 2:2 in Athen und dem 4:1 in Rijeka vier Zähler. Nur in Mailand hatte es vor zwei Wochen erneut ein 1:5-Debakel gesetzt.

Wir haben einfach kein Tor gemacht. AEK ist hinten gut gestanden, es war nicht leicht, durchzukommen. Sie wollten die Null halten und kontern. Sicher hätten wir es besser machen können und ein Tor erzielen.

Tormann Patrick Pentz

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