Dank Fußball zurück ins Leben
In Rio de Janeiro werden zurzeit die Spiele der Obdachenlosenweltmeisterschaft ausgetragen: Österreich feierte beim Homeless World Cup einen Sieg über den Weltmeister Ukraine.
Quelle © hwcviertertag_digi100922.jpg | Foto: KLZ Digital Homeless World Cup: Start in die Zwischenrunde
Sie haben in ihrem Leben viel riskiert. Manche haben alles zurückgelassen. Und jetzt haben sie eine neue Chance erhalten. Jede Biografie der acht Spieler in Österreichs Homeless-Nationalteam erzählt eine traurige Geschichte: von Jobverlust, Krieg, Flucht und dem harten Leben auf der Straße.
Tarik Saban, Franz Rittner, Norbert Wintschnigg, Thomas Steurer, Markus Schwarz, Rene Zaunschirm, und die beiden in der Steiermark lebenden Asyl-Werber Mansor Ghulami und Javad Barati haben mit der Teilnahme am Homeless World Cup in Rio de Janeiro aber geschafft, was anderen nicht gelingt. Sie haben sich mit fußballerischem Können aus dem sozialen Abseits gespielt und ihren Lebenslauf um ein erfreuliches Kapitel bereichert.
Sieg über den Weltmeister
64 Teams - aus Wohnungslosen, Straßenzeitungsverkäufern, Flüchtlingen oder ehemals Abhängigen - sind beim Streetsoccer-Turnier an der Copacabana angetreten, um den Weltmeistertitel zu holen.
"Wir hoffen auf einen Platz unter den besten 24 Nationen", sagte Teamchef Gilbert Prilasnig vor dem Abflug nach Rio. Dieses Ziel hat Österreich schon erreicht, hat man sich doch für die Spiele um Platz 17 bis 24 qualifiziert. Dabei gelang der rot-weiß-roten Auswahl auch eine Sensation: 2:1 im Penalty-Schießen gegen die Ukraine. Das bedeutet: Sieg über den amtierenden Weltmeister!
Die Spiele am Samstag und am Sonntag werden zeigen, welchen Platz Österreich am Ende erreicht. Eines steht aber schon jetzt fest: Für die Spieler ist die Teilnahme am Homeless World Cup ein Gewinn. Schaffen es doch mehr als zwei Drittel, ihre Lebenssituation signifikant zu verbessern.























