"Ich bin im falschen Kinosaal gesessen"
In einem waren sich alle Beteiligten der Landesliga-Partie zwischen Frohnleiten und Zeltweg einig: So etwas haben sie noch nie erlebt. Dass ein 5:0-Vorsprung von Frohnleiten in den letzten 32 Minuten noch in ein 5:5 verwandelt wird, ist eigentlich kaum vorstellbar. "Für mich war es wie ein Abend im Kino. Das Problem war nur, dass nicht der richtige Film gelaufen ist. Diesen wollte ich nicht sehen. Ich bin im falschen Kinosaal gesessen", sagt Zeltweg-Trainer Gerhard Griesenauer, der zugibt, dass er nach dem 0:5 nicht mehr an einen Punktgewinn geglaubt hat. "Das war eine Katastrophe. Nach dem 2:5 habe ich mir gedacht, dass es zum Glück etwas besser aussieht. Erst nach dem 3:5 habe ich wieder einen Hoffnungsschimmer gehabt." Für die Spieler gab es jedenfalls einen kleinen Bonus, denn Griesenauer gab seiner Elf am Wochenende trainingsfrei.
Ganz im Gegensatz zu Ewald Ratschnig. Der Frohnleiten-Coach beorderte seine Truppe am Samstagvormittag zu einem 75-minütigen Straftraining. "Es ist weiter unerklärlich, wie das passieren konnte. Die Spieler zerbrechen sich alle den Kopf. Deshalb war es wichtig, dass ich auch wieder Spaß reingebracht habe. Denn auf am Boden Liegende soll man nicht noch hintreten", sagt Ratschnig, der seiner Mannschaft aber von einer Wiederholung abrät. "Ich werde jetzt bald 59 Jahre alt. Da ist für das Herz eher Schonung angesagt."
Entscheidung in 92. Minute
Gleinstätten feierte im Heimspiel gegen Weiz den ersten Sieg. Das Goldtor erzielte Joker Türkileri mit einem Weitschuss-Kracher in der 92. Spielminute. Besonders unnötig war der Ausschluss von Weiz-Offensivmann Sahbegovic - binnen drei Minuten sah er wegen wiederholter Kritik Gelb-Rot (52.). Gratkorn II jubelte ebenfalls in letzter Minute: Jury traf gegen Wildon zum 2:2.




















