GAK-Misere: Nun beginnt das Feilschen
ÖVP, SPÖ und FPÖ wollen Zwangsversteigerung des Trainingszentrums abwenden, aber Rot und Blau ist der Preis dafür zu hoch.

Foto © GEPAPolitparade 2005 beim GAK mit Ex-Kanzler Schüssel, Ex-GAK-Präsident Sükar und Ex-Landeshauptfrau Klasnic
Was war das für ein Politiker-Aufmarsch zur Eröffnung des GAK-Trainingszentrums in Weinzödl, immerhin war es die neue Heimstätte des Meisters 2004. 2005 beehrte Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel auf Wahlkampftour das Zentrum. Einige Jahre und Konkursverfahren später gibt es für Politiker dort wenig zu erben. Vielmehr soll - wie berichtet - einmal mehr die Stadt mit Steuergeld einspringen.
Diesmal, um die Zwangsversteigerung des Zentrums, das die "GAK-Retter" 2007 übernommen haben, durch die Bank zu verhindern. Gestern lud Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) FP-Stadtrat Mario Eustacchio und SP-Klubchef Karl-Heinz Herper zum Krisengipfel. Sein Vorschlag: Die Stadt, die schon ein Drittel der Baukosten, 2,2 Millionen Euro, bezahlt hat, müsste 1,76 Millionen Euro berappen, um die Investoren "auszukaufen". Diese müssten noch rund 600.000 Euro an offenen Krediten bedienen und auf die Eintreibung der Mietschulden des GAK von rund 125.000 Euro verzichten.
Eustacchio und Herper sind dafür, dass die Stadt das Zentrum, das auf dem Grund der Holding steht, übernimmt, um es auch anderen Vereinen zu öffnen. Aber: "1,76 Millionen sind zu viel." Also soll Nagl mit den Investoren verhandeln und den Preis drücken. Am 10. August soll im Stadtsenat die Entscheidung für oder gegen die Übernahme fallen. In letzterem Fall schließt man beim Bürgermeister nicht aus, dass die Stadt bei der Zwangsversteigerung mitbietet.
Kritik der Grünen
Grünen-Gemeinderat Gerhard Wohlfahrt schüttelt ob der Pläne nur den Kopf: "Die Stadt hat schon Millionen hineingesteckt. Und das Zentrum ist auch bei einer Versteigerung unverkäuflich." Dürfe es doch ohnehin nur als Trainingszentrum verwendet werden, was kaum profitabel sei. Und der Mietvertrag für den Holding-Grund, auf dem die Gebäude stehen, ende in einigen Jahren: "Dann fällt das Zentrum ohnehin an die Stadt zurück. Wozu es also jetzt um viel Steuergeld kaufen, nur um die Investoren zu retten?"



















