Trainer Ales Ceh verlässt den GAK
Was beim GAK nach dem Platzsturm bleibt, sind viele offene Fragen – von möglichen Strafen bis zur Zukunft der Vereinsführung. Fix ist aber, dass Trainer Ales Ceh weg ist.

Foto © GEPAAles Ceh ist nicht mehr beim GAK
Die Wolkendecke hing am Samstag in der Früh tief über Graz, in Weinzödl hing sie gefühlt noch einmal 100 Meter tiefer. Es herrschte Katerstimmung im Lager des GAK. "Das war 100 Mal schlimmer, als wenn man es sportlich nicht schafft2, sagte einer der Spieler zu den Fan-Ausschreitungen. Unterdessen räumte Trainer Ales Ceh (44) seine Sachen in den Wagen. Kurz vor dem gemeinsamen Mittagessen, bei der Teambesprechung in der Kabine, war es so weit: Der Slowene nahm nach dem verpassten Aufstieg seinen Hut. Über die genauen Beweggründe schwieg er sich aus. Selbst Co-Trainer Herfried Sabitzer ("Meine Zukunft ist noch offen") erfuhr davon nicht früher.
Die Strafen-Frage
Noch nicht erfahren hat der GAK auch, wer eigentlich nach dem Ausraster der Anhängerschaft über ihn richten wird. Der Österreichische Fußballbund (ÖFB) fühlt sich zuständig. Aber auch der steirische Verband nimmt an, er werde entscheiden. Die Strafrahmen reichen von Geldstrafen (in der Steiermark) bis zum Verbandsausschluss (beim ÖFB). Fix ist nur: Am Dienstag wird das Cup-Komitee über das Skandalspiel in Hartberg richten – da ist der Ausgang, eine Strafverifizierung für Hartberg, aber ohnehin vorprogrammiert.
Solange aber nicht klar ist, welche Strafe den GAK erwartet, wird auch eine seriöse Planung kaum möglich sein. Klar ist, dass Ales Ceh nicht der einzige Abgang vor der sechsten Regionalliga-Saison sein wird. Verteidiger Christian Schilling (20) hat schon bei Innsbruck unterschrieben, nach U19-Teamspieler Thomas Murg hat die Wiener Austria die Angel ausgeworfen. Beim Mittagessen war die Stimmung getrübt, Präsident Benedikt Bittmann blieb eine Antwort schuldig: "Ich weiß noch nicht, ob ich weitermache. Ich kann nicht einmal sagen, wann ich es weiß. Der Zuspruch der Fans ist enorm." Von den Sponsoren her braucht sich der GAK nach Angaben von Bittmann "keine Sorgen" zu machen. Das Budget soll wieder rund 1,3 Millionen betragen. Sollte er bleiben, scheint zumindest der Nachwuchsbetrieb mit knapp 250 Spielern jedenfalls gesichert: "Notfalls werden wir woanders sparen."





















