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GAK², Gratkorn und Fischl - das ist Geschichte Abrechnung mit den GAK-Hooligans Voriger Artikel Aktuelle Artikel: GAC Nächster Artikel GAK², Gratkorn und Fischl - das ist Geschichte Abrechnung mit den GAK-Hooligans
Zuletzt aktualisiert: 14.05.2012 um 20:46 UhrKommentare

"Ich bin ein Realist"

Trainer Ales Ceh führte den GAK zum Titel in der Regionalliga. Vor dem Heimspiel gegen St. Florian (Dienstag, 19 Uhr) spricht er über die Relegation, seine Mannschaft und das Wichtigste in seinem Leben - die Familie.

Ales Ceh

Foto © GEPAAles Ceh

Gibt es einen schöneren Beruf als Fußballtrainer, wenn man gerade Meister geworden ist?

ALES CEH: Viele. Die ohne Stress.

Den haben Sie im Moment wohl zur Genüge?

CEH: Wir haben es noch nicht geschafft. Bis jetzt haben wir nur um den ersten Platz in der Regionalliga gespielt und leider ist das noch nicht genug.

Spekulationen über einen möglichen Gegner in der Relegation mögen Sie nicht?

CEH: Nein, ich bin Realist. Den Gegner, den wir bekommen, bekommen wir eben. Mit dem werden wir uns dann beschäftigen. Warten wir noch ein paar Tage ab, dann wissen wir es genau.

Hätten Sie sich zu Beginn der Saison gedacht, dass Sie fünf Runden vor Ende schon Meister sind?

CEH: Ich habe die Mannschaft zumindest von DVDs her gekannt, die Liga aber nicht genau. Ein neuer Trainer braucht immer Zeit, um die Spieler kennenzulernen. Ich habe nur von Spiel zu Spiel geschaut und dass sich die Spieler entwickeln und ein oder zwei Schritte vorwärts machen.

Ist Ihnen das gelungen?

CEH: Ich glaube schon. Es gibt verschiedene Sorten von Trainern. Ich hatte als Spieler welche, von denen konnte ich viel lernen, und es gab Trainer, denen nur der Erfolg wichtig war. Ich will meine Erfahrungen weitergeben und auf meine Spieler eingehen.

Ihr Vertrag läuft nur bis nach der Relegation. Was kommt dann?

CEH: Darüber habe ich nicht nachgedacht. Ich konzentriere mich auf die nächsten Gegner und den 5. und 8. Juni. Dann sehen wir, ob wir miteinander zufrieden sind.

Sie lassen als ehemaliger Sechser sehr offensiv spielen, warum?

CEH: Wir haben die wenigsten Tore erhalten, wir sind also nicht nur offensiv stark. Wenn du Erster sein willst, musst du Fußball spielen und kannst nicht hinten warten, bis wer kommt. Mit Konterspiel wirst du nicht Meister.

Wird es in der Relegation härter als gewohnt zur Sache gehen?

CEH: Die Erste Liga ist die härteste in Österreich, da müssen wir dagegenhalten. Wenn man spielerisch überzeugt, aber der Gegner mehr kämpft, wirst du nicht gewinnen. Du kannst einem Spieler nicht sagen, dass er härter spielen muss, wenn er es sein Leben lang nicht gemacht hat. Wir müssen in Zweikämpfe gehen und die gewinnen.

Gibt es einen Klub, bei dem Sie gerne einmal Trainer wären?

CEH: Eigentlich nicht. Bei Trainern ist es ohnehin anders. Da zählen nur Ergebnisse, und wenn kein Erfolg da ist, ist er der Erste, der geht. Die Spieler bleiben. Auch wenn man schön spielt, ist man ohne Erfolge schnell weg. Die Ziele mancher Vereine sind oft nicht realistisch. Da kommt es oft zu einer Differenz zwischen der Realität und den Zielen.

Ist die Mannschaft in dieser Form reif, um in der Ersten Liga mitspielen zu können?

CEH: Ich glaube nicht, dass der Unterschied zwischen den Ligen groß ist. Wir sind eine junge Mannschaft, vielleicht fehlt es uns an ein paar Positionen ein bisschen an Erfahrung. Wenn wir aufsteigen, werden wir vielleicht den einen oder anderen Spieler holen, der mit seiner Routine in der Ersten Liga helfen kann.

Wie wichtig ist Ihnen Co-Trainer Herfried Sabitzer?

CEH: Er ist ein Freund. Wir haben jahrelang beim GAK zusammen gespielt und zusammen gewohnt. Ich muss aber dem ganzen Trainerstab danken. Sie haben mir in dieser Saison sehr geholfen. Wir waren ein gutes Team.

Was sind die Unterschiede zwischen dem slowenischen und dem österreichischen Fußball?

CEH: Österreich ist im Jugendbereich einen Schritt vorne, Slowenien aber zwei beim Nationalteam. Warum, weiß ich nicht. Die slowenische Liga ist nicht besser, nur bekommen junge Spieler früher eine Chance. In unserem kleinen Land kann man sich nicht so gute Ausländer leisten, man muss auf den Nachwuchs schauen.

Wenn es möglich ist, fahren Sie heim nach Laibach. Ihre Familie ist Ihnen sehr wichtig . . .

CEH: Ich habe einen großen Bezug zu ihr. Als ich entschieden habe, nach Graz zu gehen, war klar, dass sie nicht mitkommen kann, aber wir haben das genau besprochen. Sonntag ist meistens kein freier Tag für mich. Da hat einer meiner beiden Söhne ein Spiel und am Nachmittag lernen wir.

Ihre Kinder spielen auch Fußball. Macht Sie das glücklich?

CEH: Für einen Ex-Spieler ist es schön, wenn seine Kinder auch die Liebe zum Fußball gefunden haben.

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