Peter Svetits ist wieder frei
Der frühere GAK-Präsident und designierte Boss von Austria Klagenfurt, Peter Svetits, wurde am Mittwoch aus der U-Haft entlassen, auch die gleichzeitig festgenommene frühere GAK-Angestellte wurde enthaftet.

Foto © HoffmannPeter Svetits
Die Tore der Justizanstalt öffnen sich kurz nach 13 Uhr. Ein schwarzer Porsche fährt heraus und düst davon - gegen die Einbahn. Wenig später bestätigt der Anwalt von Peter Svetits, dass sein Mandant aus der U-Haft entlassen wurde. Porsche-Fahrer sei er keiner. Jedenfalls kommt auch die langjährige Klubangestellte am Mittwoch nach neun Tagen Haft frei. "Die Verdunkelungsgefahr hat sich ausreichend reduziert", argumentiert die Staatsanwaltschaft.
Woher das Geld stammt, das Svetits der 46-Jährigen auf einem Parkplatz ausgehändigt hatte, darüber gibt es weiterhin unterschiedliche Angaben. Eine Spezialeinheit hatte die Geldübergabe gefilmt, am Montag der vergangenen Woche nahm die Polizei den 53-Jährigen und die ehemalige Angestellte fest. Beide zählen weiterhin zum Kreis der Beschuldigten, stellt die Anklagebehörde klar. Der Verdacht: Abgabenhinterziehung. Freilich gilt die Unschuldsvermutung. Aus Sicht der Rechtsanwälte war die Untersuchungshaft unangemessen. "Es ist nichts Neues herausgekommen", sagt Andreas Öhler. Schwarzgeldsystem, Steuerhinterziehung? "Das können wir widerlegen", meint der Svetits-Anwalt. Es hat eine Nachzahlung gegeben, nachdem die Finanz die Spielerrechte neu bewertet hatte. "Das war nicht nur beim GAK so", ergänzt Öhler.
Auf die Geldübergabe angesprochen, bleibt es dabei: "Mein Mandant wollte keine Gegenleistung." Er habe ihr sein Geld - etwa 3000 Euro - gegeben, weil "es ihr so schlecht ging." Und nicht, damit die Frau ihre Aussagen abschwächt.
Scheinrechnungen
Anwalt Wolfgang Vacarescu betätigt, dass die 46-Jährige ihre Aussagen nicht geändert hat. Kurzinhalt: Beim GAK hätte es "einen Mix aus verkürzten Einnahmen und Scheinrechnungen" gegeben. Angeblich bereits vor der Amtszeit von Svetits. Licht ins Dunkel soll ein weiteres Gutachten von Fritz Kleiner (Bawag, Sturm, Austria Kärnten) bringen, die Ermittlungen gehen weiter.
Weiter wie geplant
Weiter geht es auch bei Austria Klagenfurt. Svetits wollte nach der Entlassung vorerst nicht Stellung nehmen, ließ aber über seinen Anwalt ausrichten, dass sich die Gremien zusammensetzen werden und er davon ausgehe, dass das für den Verein hinterlegte Geld - insgesamt vorläufig 300.000 Euro - fließen werde. Der noch amtierende Klubchef Matthias Dollinger erklärte, die Geschäfte in Kürze an den von der Generalversammlung gewählten Präsidenten Svetits zu übergeben. Noch ist dieser aber im Vereinsregister nicht als Klubchef eingetragen. Am Freitag soll bei der Sportpark GmbH. laut Dollinger der schon unterschriftsreif vorliegende Stadionvertrag unterzeichnet werden. Dollinger stellte noch einmal klar, voll auf Svetits angewiesen zu sein. "Wir machen jetzt weiter wie ursprünglich geplant. Es geht nur mit dieser Gruppe."















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