Der nackte Wahnsinn und ein klarer Erfolg der Grazer
Pasching-Trainer Adi Pinter strippte für die GAK-Fans und verlor 0:6 - und nun auch seinen Job. Nach 25 Minuten stand es bereits 4:0 für die Grazer. In Minute 33 kam Teil zwei der Pinter-Show. Nach dem Spiel wurde er entlassen.

Foto © GEPADie Adi Pinter-Show in der UPC Arena. Paschings Trainer ließ für die GAK-Fans die Hüllen fallen. Danach ging "seine" Truppe allerdings mit 0:6 unter
Wo Adi Pinter ist, ist der nackte Wahnsinn meist auch nicht weit. Das bewies der ehemalige "GAK-Messias" und nunmehrige Pasching-Trainer wieder einmal auf eindrucksvolle Art und Weise. Bereits vor dem Duell seiner maroden Paschinger mit dem Tabellenführer GAK ließ der 63-Jährige wissen, dass er für "seine" GAK-Fans ein Geschenk habe, "von dem sie noch die nächsten 100 Jahre reden werden". Gesagt, getan - und so schritt Herr Pinter eine Viertelstunde vor dem Anpfiff zur Kurve der GAK-Anhänger und zur Tat. Erst legt er seinen Mantel ab.
Zum Vorschein kamen die berühmte rote Krawatte und ein weißes Hemd - mit dem GAK-Schriftzug auf dem Rücken. Die Fans waren angetan, Adi Pinter aber noch nicht am Ende. Krawatte und Hemd flogen auf die Tribüne, Pinter präsentierte dem mittlerweile staunenden Anhang seinen nackten Oberkörper, auf dem Rücken versehen mit? Erraten. Da stand in großen roten Lettern GAK.
So etwas gab's wohl noch nie. GAK-Präsident Benni Bittmann freute sich aber. "Wegen dem Adi Pinter haben wir ein paar hundert Zuschauer mehr." 3564 waren in die UPC Arena gekommen. Zwei von ihnen haben die Pinter-Show freilich verpasst - zumindest den ersten Teil davon. Sturm-Trainer Franco Foda und Sturms Sport-Koordinator Hans Lang kamen erst mit dem Anpfiff. Der Grund für den Besuch: Sturm soll Interesse an GAK-Verteidiger Christian Schilling haben.
Muratovic reizt
Bei den Rotjacken macht man indes kein Hehl daraus, dass man im Hinblick auf die kommende Frühjahrs-Saison und vor allem wegen der wohl bevorstehenden Relegation noch an eine Verstärkung denkt. Und da reizt die GAK-Führung Sturms Routinier Samir Muratovic. Was fehlt, sind die notwendigen Euros. Aber wer weiß, vielleicht reicht ja auch ein Schilling.
Fußball gespielt wurde übrigens in der UPC Arena auch noch. Der GAK schoss inferiore Paschinger mit 6:0 aus dem Stadion und hätte durchaus mit einem zweistelligen Sieg in die Winterpause gehen können. Nach 25 Minuten stand es bereits 4:0. Nach 32 Minuten kam Teil zwei der Pinter-Show. Der Pasching-Coach holte Tormann Amir Turbic, für keinen der vier Gegentreffer verantwortlich, vom Feld und verweigerte ihm auch noch den Handschlag. Wo Adi Pinter ist, ist der Wahnsinn nicht weit ...




















