Was "Vuk" & Co. zum Konkursantrag sagen
Immer wieder GAK: Am Dienstag um 14 Uhr reichte die GKK den dritten Konkursantrag in drei Jahren gegen den GAK ein. Erste Reaktionen zu dem drohenden Aus des Grazer Traditionsvereins.

Foto © GEPA
Der Tag X ist es nicht mehr. Beim GAK kann man derzeit getrost vom Tag Z sprechen. Im Trainingszentrum Graz Weinzödl wurde gewartet. Gewartet, auf die Entscheidung um den Grazer Traditionsverein. Präsident Anton Kürschner musste 200.000 Euro bei der GKK auf den Tisch legen, um den dritten Konkurs innerhalb von nur drei Jahren zu verhindern. Geschafft hat er es nicht. Am Dienstag um 14.00 Uhr wurde von der Gebietskrankenkasse der Konkursanstrag eingereicht. Das Ende des Traditionsklubs naht. Was sagen Trainer, Spieler und Manager dazu?
Die Kleine Zeitung DIGITAL hat nach dem Training in der ASVÖ-Halle mit Coach Gregor Pötscher gesprochen. Seine erste Reaktion: "Präsident Kürschner hat erst heute mit der Mannschaft gesprochen und gesagt, er rechne damit, dass die Frist bis Montag verlängert werde. Die Mannschaft wird morgen am Nachmittag ganz normal wieder trainieren. Dann wird wohl wieder einmal der Masseverwalter das Sagen haben. Ich gehe davon aus, dass einige unserer Spieler sich nach neuen Klubs umschauen werden und einige auch schon Angebote haben. Da kann man aber nicht böse sein."
"Das ist nicht normal"
"Wir sind noch nicht tot", sagt Kapitän Zikica Vuksanovic in einer ersten Reaktion - mit zynischem Unterton. Denn wirklich glaubt selbst der Kapitän nicht mehr so recht an eine Rettung des GAK. Schulden, ein ratloser Präsident, kein echtes Konzept - was er bei der Generalversammlung am Freitag gesehen habe, stimmt den 35-Jährigen nachdenklich. "Erster Konkurs, zweiter Konkurs, dritter Konkurs - das ist nicht normal. Der Zirkus dauert schon zu lange. Wahrscheinlich ist es jetzt vorbei. Schade", sagt der GAK-Kapitän, der wie seine Kollegen heute nach dem Training eher zufällig von dem Konkursantrag der GKK erfahren hat.
Wie es mit "seiner" Mannschaft weitergeht, weiß "Vuk" nicht. "Wir warten Tag für Tag, Stunde für Stunde, was weiter passiert. Morgen werden wir wieder auf dem Platz stehen und trainieren. Und vielleicht kommt früher oder später der Masseverwalter in die Kabine", schmunzelt der Slowene, für den ein Vertragsausstieg nie ein Thema war: "Wenn der GAK tot ist, dann ist er tot. Bis dahin bleibe ich dem Klub sicher erhalten."
Kürschner bleibt Optimist
Präsident Kürschner will die Hoffnung noch nicht aufgeben. Trotz Konkursantrages und drohender Insvolenz hört man weiterhin Durchhalteparolen, das Sanierungskonzept soll fortgeführt werden.
Am Mittwoch steht ein Termin beim Richter auf dem Programm. Grundsätzlich seien Mittel vorhanden, so das GAK-Oberhaupt. Auch die Anhänger wären durchaus bereit zu helfen. Außerdem existiere ja noch einen Frist von rund 14 Tagen nach dem Insolvenzantrag, in denen man die Sache vorantreiben könne, etwa mit dem Verkauf der Marketingrechte. Auch Manager Thomas Hösele gibt sich optimistisch: "Das schlimmste Szenario" ist es zum Glück noch nicht. Wir haben jetzt noch zwischen einer und vier Wochen Zeit und werden diese auch nutzen".
Features
Special
Stichwort Konkurs
Bei Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung beantragt das Unternehmen selbst oder ein Gläubiger den Konkurs, wenn ein Ausgleich nicht möglich ist. Der vom Gericht bestellte Masseverwalter führt dann die Geschäfte weiter und entscheidet gemeinsam mit dem Gläubigerausschuss über Fortbestand, Stilllegung und Verwertung des Unternehmens/Klubs.


















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