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Zuletzt aktualisiert: 27.06.2012 um 21:03 UhrKommentare

Über Pirlo denkt Özil nicht viel nach

Geht es nach Mesut Özil, ist Italien am Donnerstag nur eine Zwischenstation auf dem Weg zum deutschen EM-Titel, den er unbedingt holen will.

Foto © Reuters

Alle reden von Andrea Pirlo - speziell nach seinem frechen Elfer im Viertelfinale gegen England. Doch auch Deutschland hat einen Spielmacher, der Spiele mit Pässen entscheiden kann. Und der auch im Viertelfinale aufgeblüht ist. Gegen Griechenland zeigte Mesut Özil seine bisher beste EM-Leistung, war überall, seine Pässe kamen gut und er drückte dem Spiel seinen Stempel auf.

Der 23-Jährige bezeichnet sich selbst als Perfektionisten und der war im Viertelfinale erstmals wirklich vollauf zufrieden mit sich selbst: "Da habe ich gezeigt, was ich kann", sagt er im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Griechenland ist sonst aber kein Thema mehr, das deutsche Team hat den Fokus natürlich auf das Halbfinale und den Halbfinalgegner Italien gerichtet.

Keine Überheblichkeit

Respekt ist da, Angst aber keine. "Man hat im Spiel gegen Spanien gesehen, dass die Italiener sehr spielstark sind und sich als Mannschaft weiterentwickelt haben. Aber wir wollen nicht zu sehr über die Italiener reden, wir müssen auf uns schauen. Wir haben alle Spiele bisher gewonnen, da wird Italien auch Respekt vor uns haben. Wir dürfen aber keine Fehler machen und schon gar nicht überheblich werden", sagt Özil.

Zum italienischen Spielmacher Andrea Pirlo meint er nur: "Wir wissen, dass er ein Weltklassespieler ist. Aber wir machen uns keine speziellen Gedanken über ihn. Es geht um unser eigenes Spiel."

Motivation holen sich Özil und Teamkollegen, indem sie sich im TV Bilder von den deutschen Fanmeilen ansehen. "Wie sich die Menschen über unsere Tore freuen, wie sie uns auf der Straße unterstützen - da bekomme ich schon Gänsehaut. Ich will jetzt unbedingt den Titel nach Deutschland holen", so der Spielmacher, dessen großes Vorbild Zinedine Zidane ist.

Was laut Özil für das DFB-Team spricht? "Jeder Spieler will sich ständig verbessern. Der Konkurrenzkampf ist noch viel größer als bei der WM 2010 in Südafrika. Trotzdem ist die Stimmung super, außerhalb des Platzes wird bei uns viel gelacht. Und wir sind eine Familie. Als Gomez getroffen hat, hat sich auch Klose auf der Bank gefreut. Ein ausgeprägtes Ego hat hier keiner, alle haben Respekt voreinander. Darum komme ich auch immer gern zum Nationalteam. Ich fühle mich wohl, darum kann ich mein Potenzial abrufen." Das wird Deutschland auch brauchen.


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Infos

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Alle Europameister

2012: Spanien
2008: Spanien
2004: Griechenland
2000: Frankreich
1996: Deutschland
1992: Dänemark
1988: Niederlande
1984: Frankreich
1980: Deutschland
1976: Tschechoslowakei
1972: Deutschland
1968: Italien
1964: Spanien
1960: UdSSR

 

Ewige Bilanz

Deutschland: 3 Titel
(1972, 1980, 1996)
Spanien: 3 (1964, 2008, 2012)
Frankreich: 2 (1984, 2000)
Griechenland: 1 (2004)
Dänemark: 1 (1992)
Niederlande: 1 (1988)
Tschechoslowakei 1 (1976)
Italien: 1 (1968)
UdSSR: 1 (1960)

 

Torschützenkönige

2012 - 3 Tore:
Fernando Torres (ESP)
2008 - 4 Tore:
David Villa (ESP)
2004 - 5 Tore:
Milan Baros (CZE)
2000 - 5 Tore:
Patrick Kluivert (NED)
Savo Milosevic (JUG)
1996 - 5 Tore:
Alan Shearer (ENG)
1992 - 3 Tore:
Vier Spieler
1988 - 5 Tore:
Marco van Basten (NED)
1984 - 9 Tore:
Michel Platini (FRA)
1980 - 3 Tore:
Klaus Allofs (GER)
1976 - 4 Tore:
Dieter Müller (GER)
1972 - 4 Tore:
Gerd Müller (GER)
1968 - 2 Tore:
Dragan Dzajic (YUG)
1964 - 2 Tore:
Jesus Pereda (ESP)
Dezsö Novak (HUN)
1960 - 2 Tore:
Fünf Spieler

 

Rekordspieler

16 Spiele:
Edwin van der Sar (NED)
Lilian Thuram (FRA)
14 Spiele:
Nuno Gomes (POR)
Zinedine Zidane (FRA)
Luis Figo (POR)
Karel Poborsky (CZE)
13 Spiele:
Alessandro Del Piero (ITA)
Peter Schmeichel (DEN)
Thomas Häßler (GER)
Jürgen Klinsmann (GER)
Laurent Blanc (FRA)
Didier Deschamps (FRA)
Paolo Maldini (ITA)
Dennis Bergkamp (NED)
Phillip Cocu (NED)

 

Rekordtorjäger

9 Tore:
Michel Platini (FRA)
7 Tore:
Alan Shearer (ENG)
6 Tore:
Ruud van Nistelrooy (NED)
Patrick Kluivert (NED)
Thierry Henry (FRA)
Nuno Gomes (POR)
5 Tore:
Savo Milosevic (YUG)
Milan Baros (CZE)
Marco van Basten (NED)
Jürgen Klinsmann (GER)
Zinedine Zidane (FRA)
4 Tore:
Elf Spieler

 

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