Über Pirlo denkt Özil nicht viel nach
Geht es nach Mesut Özil, ist Italien am Donnerstag nur eine Zwischenstation auf dem Weg zum deutschen EM-Titel, den er unbedingt holen will.

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Alle reden von Andrea Pirlo - speziell nach seinem frechen Elfer im Viertelfinale gegen England. Doch auch Deutschland hat einen Spielmacher, der Spiele mit Pässen entscheiden kann. Und der auch im Viertelfinale aufgeblüht ist. Gegen Griechenland zeigte Mesut Özil seine bisher beste EM-Leistung, war überall, seine Pässe kamen gut und er drückte dem Spiel seinen Stempel auf.
Der 23-Jährige bezeichnet sich selbst als Perfektionisten und der war im Viertelfinale erstmals wirklich vollauf zufrieden mit sich selbst: "Da habe ich gezeigt, was ich kann", sagt er im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Griechenland ist sonst aber kein Thema mehr, das deutsche Team hat den Fokus natürlich auf das Halbfinale und den Halbfinalgegner Italien gerichtet.
Keine Überheblichkeit
Respekt ist da, Angst aber keine. "Man hat im Spiel gegen Spanien gesehen, dass die Italiener sehr spielstark sind und sich als Mannschaft weiterentwickelt haben. Aber wir wollen nicht zu sehr über die Italiener reden, wir müssen auf uns schauen. Wir haben alle Spiele bisher gewonnen, da wird Italien auch Respekt vor uns haben. Wir dürfen aber keine Fehler machen und schon gar nicht überheblich werden", sagt Özil.
Zum italienischen Spielmacher Andrea Pirlo meint er nur: "Wir wissen, dass er ein Weltklassespieler ist. Aber wir machen uns keine speziellen Gedanken über ihn. Es geht um unser eigenes Spiel."
Motivation holen sich Özil und Teamkollegen, indem sie sich im TV Bilder von den deutschen Fanmeilen ansehen. "Wie sich die Menschen über unsere Tore freuen, wie sie uns auf der Straße unterstützen - da bekomme ich schon Gänsehaut. Ich will jetzt unbedingt den Titel nach Deutschland holen", so der Spielmacher, dessen großes Vorbild Zinedine Zidane ist.
Was laut Özil für das DFB-Team spricht? "Jeder Spieler will sich ständig verbessern. Der Konkurrenzkampf ist noch viel größer als bei der WM 2010 in Südafrika. Trotzdem ist die Stimmung super, außerhalb des Platzes wird bei uns viel gelacht. Und wir sind eine Familie. Als Gomez getroffen hat, hat sich auch Klose auf der Bank gefreut. Ein ausgeprägtes Ego hat hier keiner, alle haben Respekt voreinander. Darum komme ich auch immer gern zum Nationalteam. Ich fühle mich wohl, darum kann ich mein Potenzial abrufen." Das wird Deutschland auch brauchen.













