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Vorwürfe wegen Manipulation von TV-Bildern Portugal steigt ins Finale auf Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Halbfinale Nächster Artikel Vorwürfe wegen Manipulation von TV-Bildern Portugal steigt ins Finale auf
Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012 um 16:46 UhrKommentare

"Die Maschine" will ins Finale

Cristiano Ronaldo plant den nächsten Schritt auf der Karriereleiter. Mit dem Duell mit alten Bekannten will Portugals Superstar seinem Ziel, endlich als Größter seiner Zunft geadelt zu werden, gehörig näher rücken.

Foto © Reuters

Auch wenn er es öffentlich nie zugeben würde, könnte Ronaldo die Tür zur erstmaligen Wahl als Weltfußballer des Jahres ausgerechnet gegen seine Teamkollegen bei Real Madrid weit aufstoßen.

Sekunden nach Spaniens Aufstieg am Samstagabend war der Vergleich mit Ronaldo bereits Gesprächsthema Nummer eins. Dabei wollten die Kicker des Welt- und Europameisters das prestigeträchtige iberische Duell am Mittwoch (20.45 Uhr) in Donezk nicht auf Madrids "La Maquina" (die Maschine) allein reduzieren. "Wir spielen gegen ganz Portugal, nicht nur gegen Cristiano", meinte Sergio Busquets. Und der gegen Frankreich doppelt erfolgreiche Xabi Alonso erklärte: "Wir kennen Cristiano sehr gut, er spielt eine hervorragende Saison. Aber wichtig ist, dass wir unser Optimum herausholen." In punkto Cristiano Ronaldo sei "nichts besonderes geplant. Wir werden auch weiterhin nach unseren Prinzipien spielen", sagte der Mittelfeldspieler am Montag.

Ronaldo hielt sich mit provokanten Äußerungen zurück. Vor dem Wiedersehen mit seinen spanischen Kollegen von Real Madrid wollte der 65-fache Saisontorschütze der Madrilenen das Spiel nicht noch zusätzlich anheizen. Dafür zuständig sind andere. Die portugiesische Sport-Zeitung "O Jogo" zitierte beispielsweise Busquets an prominenter Stelle. "Wenn unsere Madrider gegen Ronaldo hart einsteigen müssen, dann werden die Portugiesen das auch tun", hatte der Barcelona-Mittelfeldspieler gesagt.

Ohnedies wird viel davon abhängen, ob Portugals erfolgreiches Konterspiel gegen Spanien aufgeht. Von schnellen Gegenstößen profitierte aufgrund seiner Schnelligkeit bisher auch der dreifache EM-Torschütze Ronaldo. "Der Schlüssel zum Erfolg ist, das Spiel zu kontrollieren. Wenn wir den Ball in unseren Reihen haben, dann wir er uns weniger Probleme bereiten", analysierte Spaniens Innenverteidiger Gerard Pique treffend. Sollte Ronaldo an den Ball kommen, ist sein Club-Kollege Alvaro Arbeloa gefragt. Dieser wirkte als rechter Verteidiger im Turnierverlauf nicht immer sattelfest.

Duell mit Teamkollegen

Neben Arbeloa warten auf Ronaldo mit Torhüter Iker Casillas, Verteidiger Sergio Ramos und Mittelfeldspieler Xabi Alonso voraussichtlich drei weitere Real-Teamkollegen aufseiten der Spanier. In den Reihen der Portugiesen stehen bei Spaniens Meister neben Ronaldo auch die Verteidiger Pepe und Fabio Coentrao unter Vertrag. Mit den beiden Deutschen Sami Khedira und Mesut Özil im zweiten Halbfinale stellt Real in der Vorschlussrunde somit fast seine gesamte Elf.

Die Erwartungen in Ronaldo und Co sind in Portugal jedenfalls groß. Die Tatsache, dass Spanien von 34 Duellen 16 gewann und Portugal nur sechs, dient dabei als zusätzliche Motivation. "Wenn jemand gezeigt hat, dass Spanien nicht unschlagbar ist, dann Portugal", schrieb die Zeitung "Publico" in Anspielung auf den 4:0-Sieg in einem Testspiel im November 2010. Im WM-Achtelfinale setzte es einige Monate zuvor jedoch eine 0:1-Niederlage. Die Zeitung "Diario de Noticias" forderte am Montag unmissverständlich: "Portugal kann an Spanien Rache üben."


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Alle Europameister

2012: Spanien
2008: Spanien
2004: Griechenland
2000: Frankreich
1996: Deutschland
1992: Dänemark
1988: Niederlande
1984: Frankreich
1980: Deutschland
1976: Tschechoslowakei
1972: Deutschland
1968: Italien
1964: Spanien
1960: UdSSR

 

Ewige Bilanz

Deutschland: 3 Titel
(1972, 1980, 1996)
Spanien: 3 (1964, 2008, 2012)
Frankreich: 2 (1984, 2000)
Griechenland: 1 (2004)
Dänemark: 1 (1992)
Niederlande: 1 (1988)
Tschechoslowakei 1 (1976)
Italien: 1 (1968)
UdSSR: 1 (1960)

 

Torschützenkönige

2012 - 3 Tore:
Fernando Torres (ESP)
2008 - 4 Tore:
David Villa (ESP)
2004 - 5 Tore:
Milan Baros (CZE)
2000 - 5 Tore:
Patrick Kluivert (NED)
Savo Milosevic (JUG)
1996 - 5 Tore:
Alan Shearer (ENG)
1992 - 3 Tore:
Vier Spieler
1988 - 5 Tore:
Marco van Basten (NED)
1984 - 9 Tore:
Michel Platini (FRA)
1980 - 3 Tore:
Klaus Allofs (GER)
1976 - 4 Tore:
Dieter Müller (GER)
1972 - 4 Tore:
Gerd Müller (GER)
1968 - 2 Tore:
Dragan Dzajic (YUG)
1964 - 2 Tore:
Jesus Pereda (ESP)
Dezsö Novak (HUN)
1960 - 2 Tore:
Fünf Spieler

 

Rekordspieler

16 Spiele:
Edwin van der Sar (NED)
Lilian Thuram (FRA)
14 Spiele:
Nuno Gomes (POR)
Zinedine Zidane (FRA)
Luis Figo (POR)
Karel Poborsky (CZE)
13 Spiele:
Alessandro Del Piero (ITA)
Peter Schmeichel (DEN)
Thomas Häßler (GER)
Jürgen Klinsmann (GER)
Laurent Blanc (FRA)
Didier Deschamps (FRA)
Paolo Maldini (ITA)
Dennis Bergkamp (NED)
Phillip Cocu (NED)

 

Rekordtorjäger

9 Tore:
Michel Platini (FRA)
7 Tore:
Alan Shearer (ENG)
6 Tore:
Ruud van Nistelrooy (NED)
Patrick Kluivert (NED)
Thierry Henry (FRA)
Nuno Gomes (POR)
5 Tore:
Savo Milosevic (YUG)
Milan Baros (CZE)
Marco van Basten (NED)
Jürgen Klinsmann (GER)
Zinedine Zidane (FRA)
4 Tore:
Elf Spieler

 

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