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Zuletzt aktualisiert: 20.06.2012 um 13:47 UhrKommentare

England dank Rooney und Torrichter im Glück

"Es war an der Zeit, dass wir auch einmal Glück haben", freut sich Englands Goldtorschütze Wayne Rooney über das 1:0 über die Ukraine.

Zwei Spiele nicht dabei, dann das Siegestor: Wayne Rooney

Foto © ReutersZwei Spiele nicht dabei, dann das Siegestor: Wayne Rooney

Ganz England bejubelt nach dem Einzug ins Fußball-EM-Viertelfinale die Rückkehr des so lange schmerzlich vermissten Turnierglücks. Nach dem schmeichelhaften 1:0-Erfolg über die Ukraine träumen die "Three Lions" nun sogar vom ersten Titel seit dem WM-Triumph 1966 im eigenen Land. "So gut habe ich mich noch nie nach einem Tor für England gefühlt", betonte Goldtorschütze Wayne Rooney nach dem Sieg in Donezk. "Ich habe lange Zeit nicht mehr in einem Turnier getroffen, und es gab so viel Gerede über mein Comeback vor diesem Spiel."

Vor acht Jahren bei der EURO in Portugal war Rooney, der die ersten beiden englischen Partien der EURO 2012 wegen einer Sperre verpasst hatte, sein bisher letzter Teamtreffer bei einer EM oder WM gelungen. 673 Minuten musste er auf dieses Erfolgserlebnis warten. Selbst die klare Fehlentscheidung über das nicht gegebene Tor für die Ukraine schmälerte seine Freude in keiner Weise. "Jeder sagt, dass der Ball hinter der Linie war", meinte Rooney zum vermeintlichen Ausgleich von Marko Devic (62.), "aber es war an der Zeit, dass wir auch einmal ein bisschen Glück haben."

"Gewisses Maß an Gerechtigkeit"

Ein "gewisses Maß an Gerechtigkeit" erkannte die BBC in der meist diskutierten Szene dieser EM. Nachdem Frank Lampard im WM-Achtelfinale in Südafrika gegen Deutschland (1:4) vor zwei Jahren ein klarer Treffer zum 2:2 versagt geblieben war, wähnt sich der Ex-Weltmeister bei dieser EURO endlich auf der richtigen Seite des Schicksals. "Vor zwei Jahren hatten wir das Glück nicht, heute war es zu unseren Gunsten", meinte der erneut souverän spielende Kapitän Steven Gerrard.

Bei großen Turnieren war auch Rooney zuletzt glücklos geblieben, seit dem 4:2-EM-Erfolg am 21. Juni in Lissabon gegen Kroatien hatte er nicht mehr getroffen. Die Erleichterung war nun so groß, dass der bullige Stürmer - ein Jahr nach einer Haartransplantation - beim Torjubel in der 48. Minute scherzhaft die Nutzung von Haarspray andeutete.

Rooneys Kopfballabstauber aus knapp einem Meter macht den Engländern Mut. "Er wird mit jedem Spiel stärker, bekommt mehr Selbstvertrauen. Er ist so wichtig für uns", pries ihn etwa Gerrard. Lob gab es auch von Teamchef Roy Hodgson, der davon sprach, dass Rooney Charakter gezeigt habe: "Wir kennen seine Qualitäten. Diese 80 Minuten heute werden ihm erlauben, das nächste Spiel mit noch mehr Zuversicht anzugehen."

Nach zahlreichen Verletzungen von Schlüsselspielern war England in diese EM mit so niedrigen Erwartungen wie lange nicht mehr gestartet. Doch inzwischen ist der Glaube des jungen Teams an die eigene Stärke so groß geworden, dass auch ein Viertelfinalsieg über die Italiener möglich scheint. "Wir wollen dieses Turnier so lange wie möglich genießen und so gut wie möglich spielen - wer weiß, wie weit uns das bringen kann?", meinte Hodgson, der nach dem fünften Spiel seit seinem Amtsantritt weiter ohne Niederlage (vier Siege, ein Remis) ist.

Dank des Gruppensieges blieb England auch das gefürchtete Duell mit Titelverteidiger Spanien vorerst erspart, erst im Finale könnte es zu diesem Aufeinandertreffen kommen. "Italien wird aber genauso schwer wie Spanien, das ist die K.o.-Phase", betonte Innenverteidiger Joleon Lescott.


Gruppe D

1. England35:37
2. Frankreich33:34
3. Ukraine32:43
4. Schweden35:53

Spielplan

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Infos

Alle Informationen und Reservierungen per Mail unter fussball@kleinezeitung.at

Alle Europameister

2012: Spanien
2008: Spanien
2004: Griechenland
2000: Frankreich
1996: Deutschland
1992: Dänemark
1988: Niederlande
1984: Frankreich
1980: Deutschland
1976: Tschechoslowakei
1972: Deutschland
1968: Italien
1964: Spanien
1960: UdSSR

 

Ewige Bilanz

Deutschland: 3 Titel
(1972, 1980, 1996)
Spanien: 3 (1964, 2008, 2012)
Frankreich: 2 (1984, 2000)
Griechenland: 1 (2004)
Dänemark: 1 (1992)
Niederlande: 1 (1988)
Tschechoslowakei 1 (1976)
Italien: 1 (1968)
UdSSR: 1 (1960)

 

Torschützenkönige

2012 - 3 Tore:
Fernando Torres (ESP)
2008 - 4 Tore:
David Villa (ESP)
2004 - 5 Tore:
Milan Baros (CZE)
2000 - 5 Tore:
Patrick Kluivert (NED)
Savo Milosevic (JUG)
1996 - 5 Tore:
Alan Shearer (ENG)
1992 - 3 Tore:
Vier Spieler
1988 - 5 Tore:
Marco van Basten (NED)
1984 - 9 Tore:
Michel Platini (FRA)
1980 - 3 Tore:
Klaus Allofs (GER)
1976 - 4 Tore:
Dieter Müller (GER)
1972 - 4 Tore:
Gerd Müller (GER)
1968 - 2 Tore:
Dragan Dzajic (YUG)
1964 - 2 Tore:
Jesus Pereda (ESP)
Dezsö Novak (HUN)
1960 - 2 Tore:
Fünf Spieler

 

Rekordspieler

16 Spiele:
Edwin van der Sar (NED)
Lilian Thuram (FRA)
14 Spiele:
Nuno Gomes (POR)
Zinedine Zidane (FRA)
Luis Figo (POR)
Karel Poborsky (CZE)
13 Spiele:
Alessandro Del Piero (ITA)
Peter Schmeichel (DEN)
Thomas Häßler (GER)
Jürgen Klinsmann (GER)
Laurent Blanc (FRA)
Didier Deschamps (FRA)
Paolo Maldini (ITA)
Dennis Bergkamp (NED)
Phillip Cocu (NED)

 

Rekordtorjäger

9 Tore:
Michel Platini (FRA)
7 Tore:
Alan Shearer (ENG)
6 Tore:
Ruud van Nistelrooy (NED)
Patrick Kluivert (NED)
Thierry Henry (FRA)
Nuno Gomes (POR)
5 Tore:
Savo Milosevic (YUG)
Milan Baros (CZE)
Marco van Basten (NED)
Jürgen Klinsmann (GER)
Zinedine Zidane (FRA)
4 Tore:
Elf Spieler

 

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