Weiter Verletzungspech bei den "Three Lions"
Die Defensive Marke Chelsea war so ziemlich das einzige, was kurz vor der Europameisterschaft im dezimierten Team der "Three Lions" noch einwandfrei funktionierte. Nun sind aber auch Cahill und Terry verletzt.

Foto © APGary Cahill ging nach einer Unsportlichkeit von Dries Mertens zu Boden
Das englische Fußball-Nationalteam muss bei der am Freitag beginnenden EM in Polen und der Ukraine ohne Gary Cahill auskommen. Der Abwehrspieler von Champions-League-Sieger Chelsea fällt aufgrund eines am Samstagabend beim 1:0-Heimsieg gegen Belgien erlittenen Kieferbruchs aus, teilte der englische Verband FA am Sonntag offiziell mit. Als Ersatzmann wurde Liverpool-Verteidiger Martin Kelly nachnominiert. Bei Cahills Club-Kollegen John Terry, der am Vorabend wegen einer Oberschenkelverhärtung ausgetauscht worden war, gab die FA hingegen Entwarnung. Der 31-jährige Routinier werde rechtzeitig fit. Damit blieb England wenigstens eine weitere Hiobsbotschaft erspart. Vor Cahill waren bereits Frank Lampard (Chelsea) und Gareth Barry (Manchester City) für die EURO 2012 (8. Juni bis 1. Juli) verletzungsbedingt ausgefallen.
Personalmangel, vorne wie hinten
Und dabei war gerade die Defensive um Terry und Cahill die große Hoffnung des neuen Teamchefs Hodgson. "Was die Abwehr angeht, haben wir nicht so schlecht gespielt", sagte der Trainer auch nach der aus Sicht der Engländer eher ernüchternden Generalprobe gegen harmlose Belgier. "Aber wir haben sicherlich eine Menge Arbeit vor uns, um unsere Offensiv-Form zu verbessern. Wir schaffen es im Moment noch nicht, die Bälle in die Lücken hinter den Mittelfeldspielern zu kriegen."
Auch im Angriff plagen Hodgson Verletzungssorgen. Nach den Absagen von Frank Lampard (Chelsea) und Gareth Barry (Manchester City) fehlen ihm die Alternativen im zentralen Mittelfeld neben Liverpools Routinier Steven Gerrard. Und Stürmerstar Wayne Rooney ist erst für die dritte und letzte Gruppenpartie gegen Gastgeber Ukraine nach seiner Sperre wieder spielberechtigt.
Immerhin erfüllte der zweite Stürmer Danny Welbeck seine Aufgabe gegen Belgien. "Das war das Highlight des Spiels", sagte Hodgson mit Zweckoptimismus in der Stimme über den 21-jährigen Torschützen von Manchester United. Auch die englischen Medien suchen vor lauter Verzweiflung kurz vor der EM schon im Negativen das Fünkchen Hoffnung. "Niemand erwartet von uns, dass wir gewinnen", schrieb der "Sun"-Kolumnist Terry Venables. "Das könnte den Druck nehmen."






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