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  • 25. Oktober 2014 18:51 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 02.07.2012 um 00:18 UhrKommentare

    Spanien krönt sich zum Europameister

    Die "Seleccion" schrieb am Sonntag mit einem klaren 4:0-Sieg über Italien im EM-Finale von Kiew Geschichte. Für die dominierende iberische Elf trafen David Silva, Jordi Alba, Fernando Torres und Juan Mata. Es ist der dritte große Titel in Folge für die "Goldene Generation" des spanischen Fußballs.

    Kein Bild mit Seltenheitswert: Jubelnde Spanier

    Foto © APKein Bild mit Seltenheitswert: Jubelnde Spanier

    Spaniens Fußball-Herrschaft geht weiter. Nach der EM 2008 und der WM 2010 hat "La Roja" am Sonntagabend in Kiew auch die EURO 2012 für sich entschieden. Es ist der erste derartige Hattrick der Geschichte. Die Spanier setzten sich dank ihrer mit Abstand besten Turnierleistung gegen Italien eindrucksvoll 4:0 (2:0) durch. Die herrlich herausgespielten Treffer in einem hochklassigen Finale erzielten David Silva (14.), Jordi Alba (41.), Fernando Torres (84.) und Juan Mata (88.).

    Höchster Finalsieg

    Auch die Italiener fanden zunächst einige hochkarätige Chancen vor, scheiterten aber immer wieder am überragenden spanischen Tormann Iker Casillas. Nach der Verletzung von Thiago Motta mussten die Italiener die letzte halbe Stunde in Unterzahl spielen, da das Austauschkontingent bereits ausgeschöpft war. Spätestens da war das Finale entschieden. Die spanischen Fans durften wieder einmal mit den Feierlichkeiten beginnen, und die Spanier kamen noch zum höchsten Finalsieg in der Historie von Welt- und Europameisterschaften.

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    Foto © Reuters

    Foto vergrößernAbgeschossen: Balotelli & seine italienischen KollegenFoto © Reuters

    Die Spanier sind nun mit drei EM-Triumphen (1964, 2008, 2012) gemeinsam mit Deutschland auch Rekord-Europameister. Der vierfache Weltmeister Italien muss hingegen weiter auf den zweiten EM-Titel nach 1968 warten. Auch im Jahr 2000 hatte die "Squadra Azzurra" im Endspiel mit 1:2 nach Golden Goal gegen Frankreich den Kürzeren gezogen.

    690 Tage nach dem Start der EM-Qualifikationphase trafen die beiden südeuropäischen Großmächte zum Abschluss und Höhepunkt der EURO im Olympiastadion der ukrainischen Hauptstadt aufeinander. Beide Teams hatten den Weg nach Kiew ohne eine einzige Niederlage überstanden, im direkten Duell in der Vorrunden-Gruppe C hatten sich die Spanier und die Italiener in einer hochklassigen Partie 1:1 getrennt.

    Abgesehen von diesem Match hatten sich die Spanier im Turnierverlauf oft mit schon nicht mehr gewohnter Kritik konfrontiert gesehen. Viel zu viel in die Breite und zu wenig auf den Endzweck aus - so hatte der Vorwurf an das Kurzpass-Spielsystem gelautet, mit dem man die Gegner zu zermürben suchte. Nörgeln auf hohem Niveau.

    Gala im Endspiel

    Die Spanier und ihren Teamchef Vicente del Bosque ließ das kalt, sie schienen sich ihre Galavorstellung fürs Finale aufgehoben zu haben. Die Iberer schnürten die Italiener in deren Strafraum ein und suchten von Anpfiff weg den direkten Weg zum Tor. Ein Freistoß (6.) und ein Kopfball (7.) von Sergio Ramos streiften übers italienische Tor, auch Xavi schoss drüber (10.).

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    Foto © Reuters

    Foto vergrößernEin Kuss von Sara Carbonero für Iker CassilasFoto © Reuters

    Mit einem an ihre besten Zeiten erinnernden Spielzug sorgten die Spanier dann auch fürs frühe und auch schon verdiente 1:0 (14.). Nach perfekt getimten Lochpass von Andres Iniesta zog Cesc Fabregas auf der rechten Seite Richtung Toroutlinie. Anstelle eines Schusses aus spitzem Winkel lieferte Fabregas eine perfekte Flanke auf Silva, der per Kopf ins linke Kreuzeck abschloss.

    Die Italiener, bei denen Abwehr-Routinier Giorgio Chiellini früh verletzt ausschied (21.), nahmen den Kampf an und trugen ebenfalls ihren Teil zu einem lebendigen und offen geführten Endspiel bei. Spaniens Goalie Iker Casillas hatte bei zwei hohen Bällen Mühe, rettete aber mit Mühe vor Daniele de Rossi (16.) und Mario Balotelli (27.). Auch Antonio Cassano prüfte mit zwei Schüssen (29., 33.) Casillas.

    Fotoserie: Das EM-Finale beim Public Viewing in Graz

    Die größere Klasse und Genialität hatten aber die Spanier in ihren Reihen. Xavi spielte millimetergenau in den Lauf des heranstürmenden Alba, der Italien-Keeper Gianluigi Buffon mit einem Flachschuss keine Chance ließ und noch vor der Pause auf 2:0 stellte (41.).

    Nicht Mottas Tag

    Torres ist EM-Torschützenkönig

    Fernando Torres hat sich am Sonntagabend zum Torschützenkönig der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine gekrönt. Der spanische Stürmer erzielte beim 4:0-Finalsieg in Kiew gegen Italien in der 84. Minute den Treffer zum 3:0.

    Torres holte sich mit drei Treffern den Schützentitel, weil er im Gegensatz zu Mario Balotelli (ITA), Alan Dsagojew (RUS), Mario Gomez (GER), Mario Mandzukic (CRO) und Cristiano Ronaldo (POR) neben seinen drei Treffern auch zwei Tore vorbereitet hat.

    Das Finale blieb auch nach der Pause höchst unterhaltsam. Der eingewechselte Antonio di Natale setzte einen Kopfball übers Tor (46.) und scheiterte aus kurzer Distanz am überragenden Casillas (51.), der seine Torsperre in K.o.-Spielen bei großen Turnieren auf unglaubliche 990 Minuten ausbaute.

    Es war nicht der Tag der Italiener und schon gar nicht der Tag von Thiago Motta. Zunächst hätte Motta fast den Mannschaftsbus Richtung Stadion verpasst, im Match verletzte er sich dann nur vier Minuten nach seiner Einwechslung (57.) so schwer, dass er nicht mehr weiterspielen konnte. Besonders bitter für Italiens Teamchef Cesare Prandelli war, dass er zu diesem Zeitpunkt bereits dreimal gewechselt hatte.

    Somit war Italien in der letzten halben Stunde in Unterzahl und das Finale endgültig entschieden. Spanien begnügte sich zunächst mit spielerischer Dominanz und Ballbesitz. Im Finish erwachte dann aber noch einmal der Torhunger von "La Roja". Nach neuerlichem Xavi-Traumpass stellte der eingewechselte Torres auf 3:0 (84.), nach überlegter Torres-Vorarbeit rollte Mata den Ball zum Endstand über die Linie (88.).


    EM-Finale

    Spanien - Italien 4:0 (2:0)
    Kiew, Olympiastadion, 63.170, SR Pedro Proenca (POR)

    Tore:
    1:0 (14.) Silva
    2:0 (41.) Alba
    3:0 (84.) Torres
    4:0 (88.) Mata

    Spanien:
    Casillas - Arbeloa, Pique, Ramos, Alba - Xavi, Busquets, Alonso - Silva (59. Pedro), Fabregas (75. Torres), Iniesta (87. Mata)

    Italien:
    Buffon - Abate, Barzagli, Bonucci, Chiellini (21. Balzaretti) - Marchisio, Pirlo, Montolivo (57. Motta), De Rossi - Balotelli, Cassano (46. Di Natale)

    Gelbe Karten:
    Pique bzw. Barzagli

    Statistik

    Spanien - Italien 4:0 (2:0)

    Torschüsse: 9 bzw. 6

    Schüsse: 14 bzw. 11

    Fouls: 17 bzw. 10

    Eckbälle: 3 bzw. 3

    Abseits: 3 bzw. 3

    Ballbesitz: 52 bzw. 48 Prozent

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      Alle Europameister

      2012: Spanien
      2008: Spanien
      2004: Griechenland
      2000: Frankreich
      1996: Deutschland
      1992: Dänemark
      1988: Niederlande
      1984: Frankreich
      1980: Deutschland
      1976: Tschechoslowakei
      1972: Deutschland
      1968: Italien
      1964: Spanien
      1960: UdSSR

       

      Ewige Bilanz

      Deutschland: 3 Titel
      (1972, 1980, 1996)
      Spanien: 3 (1964, 2008, 2012)
      Frankreich: 2 (1984, 2000)
      Griechenland: 1 (2004)
      Dänemark: 1 (1992)
      Niederlande: 1 (1988)
      Tschechoslowakei 1 (1976)
      Italien: 1 (1968)
      UdSSR: 1 (1960)

       

      Torschützenkönige

      2012 - 3 Tore:
      Fernando Torres (ESP)
      2008 - 4 Tore:
      David Villa (ESP)
      2004 - 5 Tore:
      Milan Baros (CZE)
      2000 - 5 Tore:
      Patrick Kluivert (NED)
      Savo Milosevic (JUG)
      1996 - 5 Tore:
      Alan Shearer (ENG)
      1992 - 3 Tore:
      Vier Spieler
      1988 - 5 Tore:
      Marco van Basten (NED)
      1984 - 9 Tore:
      Michel Platini (FRA)
      1980 - 3 Tore:
      Klaus Allofs (GER)
      1976 - 4 Tore:
      Dieter Müller (GER)
      1972 - 4 Tore:
      Gerd Müller (GER)
      1968 - 2 Tore:
      Dragan Dzajic (YUG)
      1964 - 2 Tore:
      Jesus Pereda (ESP)
      Dezsö Novak (HUN)
      1960 - 2 Tore:
      Fünf Spieler

       

      Rekordspieler

      16 Spiele:
      Edwin van der Sar (NED)
      Lilian Thuram (FRA)
      14 Spiele:
      Nuno Gomes (POR)
      Zinedine Zidane (FRA)
      Luis Figo (POR)
      Karel Poborsky (CZE)
      13 Spiele:
      Alessandro Del Piero (ITA)
      Peter Schmeichel (DEN)
      Thomas Häßler (GER)
      Jürgen Klinsmann (GER)
      Laurent Blanc (FRA)
      Didier Deschamps (FRA)
      Paolo Maldini (ITA)
      Dennis Bergkamp (NED)
      Phillip Cocu (NED)

       

      Rekordtorjäger

      9 Tore:
      Michel Platini (FRA)
      7 Tore:
      Alan Shearer (ENG)
      6 Tore:
      Ruud van Nistelrooy (NED)
      Patrick Kluivert (NED)
      Thierry Henry (FRA)
      Nuno Gomes (POR)
      5 Tore:
      Savo Milosevic (YUG)
      Milan Baros (CZE)
      Marco van Basten (NED)
      Jürgen Klinsmann (GER)
      Zinedine Zidane (FRA)
      4 Tore:
      Elf Spieler

       

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