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Zuletzt aktualisiert: 27.06.2012 um 10:40 UhrKommentare

Keiner singt die Hymne so laut wie Buffon

Keiner singt die Nationalhymne so inbrünstig wie Italiens Kapitän Gianluigi Buffon. "Stringiamci a coorte, siam pronti alla morte. Siam pronti alla morte, l'Italia chiamo!", ruft Buffon aus ganz Herzen am Ende des Refrains ins Stadion.

Gianluigi Buffon

Foto © ReutersGianluigi Buffon

Mit geschlossenen Augen wird er auch vor dem EM-Halbfinale am Donnerstagabend (20.45 Uhr/live ORF eins) in Warschau gegen Deutschland wieder lautstark die Hymne "Fratelli d'Italia" (Brüder Italiens) zum Besten geben - und bei manchem Ton daneben liegen. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, der Weltklassetormann stimme sich tatsächlich auf einen Kampf auf Leben und Tod ein, wie er in der Hymne besungen wird. "Stringiamci a coorte, siam pronti alla morte. Siam pronti alla morte, l'Italia chiamo!", ruft Buffon aus ganz Herzen am Ende des Refrains ins Stadion. "Lasst uns die Reihen schließen. Wir sind bereit zum Tod. Wir sind bereit zum Tod, Italien hat gerufen!"

Jeder italienische Heldentenor wird ihn am Donnerstagabend in Warschau um die gigantische Bühne beneiden. Allein in Italien werden mehr als 20 Millionen Fernsehzuschauer "Gigi" Buffon sehen und hören. Denn der Star von Juventus Turin singt alle seine Teamkollegen an die Wand. Im Stadion und weltweit an den Fernsehern werden die italienischen Tifosi aufstehen und mitsingen. Die aus dem 19. Jahrhundert stammende "Inno di Mameli" - der Text der Hymne stammt vom italienischen Dichter Goffredo Mameli - ist den Italienern enorm wichtig. Nachdem die Hymne bei den EM-Spielen gegen Spanien und Kroatien ausgepfiffen worden war, beschwerte sich Italiens Fußballverband (FIGC) bei der UEFA.

Auch Formel 1-Rekordweltmeister Michael Schumacher bekam den Stolz der Italiener auf ihre Hymne einst zu spüren. Als der Deutsche nach einem Ferrari-Sieg einmal während der "Inno di Mameli" ausgelassen wie ein Dirigent im Takt der Hymne mit dem Armen herumfuchtelte, fanden das die Italiener gar nicht komisch. Nach der Kritik lauschte Schumacher der italienischen Hymne bei den folgenden Siegerehrungen wieder andächtig und voller Respekt. Gianlugi Buffon hätte gewiss lautstark mitgesungen.


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Alle Europameister

2012: Spanien
2008: Spanien
2004: Griechenland
2000: Frankreich
1996: Deutschland
1992: Dänemark
1988: Niederlande
1984: Frankreich
1980: Deutschland
1976: Tschechoslowakei
1972: Deutschland
1968: Italien
1964: Spanien
1960: UdSSR

 

Ewige Bilanz

Deutschland: 3 Titel
(1972, 1980, 1996)
Spanien: 3 (1964, 2008, 2012)
Frankreich: 2 (1984, 2000)
Griechenland: 1 (2004)
Dänemark: 1 (1992)
Niederlande: 1 (1988)
Tschechoslowakei 1 (1976)
Italien: 1 (1968)
UdSSR: 1 (1960)

 

Torschützenkönige

2012 - 3 Tore:
Fernando Torres (ESP)
2008 - 4 Tore:
David Villa (ESP)
2004 - 5 Tore:
Milan Baros (CZE)
2000 - 5 Tore:
Patrick Kluivert (NED)
Savo Milosevic (JUG)
1996 - 5 Tore:
Alan Shearer (ENG)
1992 - 3 Tore:
Vier Spieler
1988 - 5 Tore:
Marco van Basten (NED)
1984 - 9 Tore:
Michel Platini (FRA)
1980 - 3 Tore:
Klaus Allofs (GER)
1976 - 4 Tore:
Dieter Müller (GER)
1972 - 4 Tore:
Gerd Müller (GER)
1968 - 2 Tore:
Dragan Dzajic (YUG)
1964 - 2 Tore:
Jesus Pereda (ESP)
Dezsö Novak (HUN)
1960 - 2 Tore:
Fünf Spieler

 

Rekordspieler

16 Spiele:
Edwin van der Sar (NED)
Lilian Thuram (FRA)
14 Spiele:
Nuno Gomes (POR)
Zinedine Zidane (FRA)
Luis Figo (POR)
Karel Poborsky (CZE)
13 Spiele:
Alessandro Del Piero (ITA)
Peter Schmeichel (DEN)
Thomas Häßler (GER)
Jürgen Klinsmann (GER)
Laurent Blanc (FRA)
Didier Deschamps (FRA)
Paolo Maldini (ITA)
Dennis Bergkamp (NED)
Phillip Cocu (NED)

 

Rekordtorjäger

9 Tore:
Michel Platini (FRA)
7 Tore:
Alan Shearer (ENG)
6 Tore:
Ruud van Nistelrooy (NED)
Patrick Kluivert (NED)
Thierry Henry (FRA)
Nuno Gomes (POR)
5 Tore:
Savo Milosevic (YUG)
Milan Baros (CZE)
Marco van Basten (NED)
Jürgen Klinsmann (GER)
Zinedine Zidane (FRA)
4 Tore:
Elf Spieler

 

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