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UEFA kassierte bei EM 1,4 Milliarden Euro Casillas-Lebensgefährtin sorgt für Schlagzeilen Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Abseits Nächster Artikel UEFA kassierte bei EM 1,4 Milliarden Euro Casillas-Lebensgefährtin sorgt für Schlagzeilen
Zuletzt aktualisiert: 24.06.2012 um 14:17 UhrKommentare

Im Halbfinale sind die Großen unter sich

Eine echte Halbfinal-Überraschung fehlt diesmal bei der EURO. 2008 sorgte Russland für Furore, 2004 der spätere Europameister Griechenland.

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In diesem Jahr sind die großen Fußball-Nationen - Titelverteidiger Spanien, Deutschland, Portugal und Italien oder England - unter sich. Gewonnen haben die vermeintlich Kleinen wie die beiden Gastgeber abseits des Rasens, denn in puncto Organisation verblüfften Polen und die Ukraine.

"Unser Fazit: Total positiv. Die Organisation und die Stadien sind klasse", lobte etwa der deutsche Verbandspräsident Wolfgang Niersbach die EURO-Veranstalter. Der DFB-Chef nannte auch die Gastfreundschaft in beiden Ländern "überwältigend" und betonte: "Ich finde, dass diese erste Großveranstaltung in Osteuropa im Fußball ein Erfolg ist."

Ein Erfolg, der in jahrelangen Vorbereitungen hart erkämpft werden musste und der nach all den Berichten im Vorfeld über polnische Hooligans oder ukrainische Rechtsradikale nicht zu erwarten war. Selbst nach dem frühen Scheitern beider Gastgeberteams kippte die Stimmung nicht. Schwere Krawalle blieben mit Ausnahme des politisch heiklen Duells zwischen Polen und Russland aus. Grobe Pannen oder Peinlichkeiten haben sich die Ausrichternationen nicht geleistet.

So durften kurz vor Beginn der letzten EM-Woche mit den Halbfinal-Krachern zwischen Portugal und Spanien am Mittwoch in Donezk und Deutschland gegen Italien oder England am Donnerstag in Warschau (jeweils 20.45 Uhr/live ORF eins) auch Polens Sportministerin Joanna Mucha und Turnierdirektor Martin Kallen aufatmen.

"Wir sind stolz und glücklich", sagte Kallen am Wochenende bei einem Pressetermin in der polnischen Hauptstadt, der den Charakter einer Bilanz-Pressekonferenz eines expandierenden Welt-Unternehmens trug. "Wir haben alle offenen Punkte zu einem erfolgreichen Ergebnis gebracht und können jetzt das Turnier genießen", betonte Mucha.

Am Druck zerbrochen

Genießen ja, aber leider ohne die eigene Mannschaft. In die Phalanx der Big Four konnten weder die Gastgeber noch andere Außenseiter eindringen. Die polnische Auswahl zerbrach am Druck und den (zu) hohen Erwartungen im Land. Remis gegen Griechenland und Russland, Niederlage gegen Tschechien - den sportlichen Herausforderungen der Gruppenphase waren die Polen nicht gewachsen.

Die Ukraine erwischte mit Schweden, Frankreich und England die weitaus schwierigere Gruppe. Das Scheitern ist keine Schande, allerdings wäre gegen nicht gerade überirdisch auftretende Franzosen und Engländer mehr drin gewesen als ein 0:2 und ein 0:1.

In ihrem Schicksal stehen Polen und Ukrainer nicht alleine da. Die rasch zum Geheimfavoriten aufgestiegenen Russen wollten unbedingt so überraschen wie vor vier Jahren mit dem Halbfinale. Ergebnis: Aus in der der Gruppenphase. Österreichs WM-Quali-Gegner Irland sammelte Punkte hauptsächlich für seine begeisterungs- und leidensfähigen Fans, die den EM-Titel verdient gehabt hätten. Die unbekümmerten Dänen spielten in der schwierigen Gruppe B erfrischend gut mit, mussten am Ende aber doch Deutschland und Portugal den Vortritt lassen.

Im Viertelfinale bekamen die Zuschauer in ungleichen Duellen zwischen den Deutschen und den spielerisch limitierten Griechen (4:2) ebenso einen Klassenunterschied präsentiert wie zwischen Cristiano Ronaldos Portugiesen und den harmlosen Tschechen (1:0). Anders als 2008 in Österreich und der Schweiz mit Russland und der Türkei oder 2004 mit dem späteren Europameister Griechenland bleibt die Runde der letzten vier in diesem Jahr eine geschlossene Gesellschaft der Großen.

Für den Präsidenten der Europäischen Fußball-Union (UEFA) ist dies kein Problem. "Eines ist mir wichtig: Ganz allgemein haben wir bewiesen, dass es möglich ist, als schwierig geltenden Ländern solch ein Ereignis zuzutrauen", erklärte UEFA-Chef Michel Platini. "Was das Sportliche betrifft, wiederhole ich mich gerne: Ich respektiere immer das Ergebnis auf dem Platz. Wenn jemand ausscheidet, heißt es, dass andere besser waren. Das Spiel gewinnst du auf dem Platz."

Quelle: APA

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Alle Europameister

2012: Spanien
2008: Spanien
2004: Griechenland
2000: Frankreich
1996: Deutschland
1992: Dänemark
1988: Niederlande
1984: Frankreich
1980: Deutschland
1976: Tschechoslowakei
1972: Deutschland
1968: Italien
1964: Spanien
1960: UdSSR

 

Ewige Bilanz

Deutschland: 3 Titel
(1972, 1980, 1996)
Spanien: 3 (1964, 2008, 2012)
Frankreich: 2 (1984, 2000)
Griechenland: 1 (2004)
Dänemark: 1 (1992)
Niederlande: 1 (1988)
Tschechoslowakei 1 (1976)
Italien: 1 (1968)
UdSSR: 1 (1960)

 

Torschützenkönige

2012 - 3 Tore:
Fernando Torres (ESP)
2008 - 4 Tore:
David Villa (ESP)
2004 - 5 Tore:
Milan Baros (CZE)
2000 - 5 Tore:
Patrick Kluivert (NED)
Savo Milosevic (JUG)
1996 - 5 Tore:
Alan Shearer (ENG)
1992 - 3 Tore:
Vier Spieler
1988 - 5 Tore:
Marco van Basten (NED)
1984 - 9 Tore:
Michel Platini (FRA)
1980 - 3 Tore:
Klaus Allofs (GER)
1976 - 4 Tore:
Dieter Müller (GER)
1972 - 4 Tore:
Gerd Müller (GER)
1968 - 2 Tore:
Dragan Dzajic (YUG)
1964 - 2 Tore:
Jesus Pereda (ESP)
Dezsö Novak (HUN)
1960 - 2 Tore:
Fünf Spieler

 

Rekordspieler

16 Spiele:
Edwin van der Sar (NED)
Lilian Thuram (FRA)
14 Spiele:
Nuno Gomes (POR)
Zinedine Zidane (FRA)
Luis Figo (POR)
Karel Poborsky (CZE)
13 Spiele:
Alessandro Del Piero (ITA)
Peter Schmeichel (DEN)
Thomas Häßler (GER)
Jürgen Klinsmann (GER)
Laurent Blanc (FRA)
Didier Deschamps (FRA)
Paolo Maldini (ITA)
Dennis Bergkamp (NED)
Phillip Cocu (NED)

 

Rekordtorjäger

9 Tore:
Michel Platini (FRA)
7 Tore:
Alan Shearer (ENG)
6 Tore:
Ruud van Nistelrooy (NED)
Patrick Kluivert (NED)
Thierry Henry (FRA)
Nuno Gomes (POR)
5 Tore:
Savo Milosevic (YUG)
Milan Baros (CZE)
Marco van Basten (NED)
Jürgen Klinsmann (GER)
Zinedine Zidane (FRA)
4 Tore:
Elf Spieler

 

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