Sie steht nie im Abseits
Das polnische Model Natalia Siwiec nutzt bei der EM die Stadion-Tribünen als Laufsteg - mit Erfolg. Dabei ist die Masche so erschreckend einfach wie funktional.

Foto © APASchauen wir nicht alle so drein, wenn wir ein Fußballspiel sehen?
Sie können sich noch an Larissa Riquelme erinnern? Sie wissen schon, das war jene Dame aus Paraguay, die zwar nie bei der WM in Südafrika weilte, aber dennoch Karriere machte, weil sie beim Public Viewing in Asuncion ihr ausladendes Dekollete als Handy-Ablagefläche verwendete. Die Bilder der Dame gingen 2010 um die Welt. Es folgte Tanz-Auftritte bei der argentinischen Version von "Dancing Stars" und die fast schon obligatorischen Fotos im "Playboy".
Die Karriere-Station "Playboy" hat eine gewisse Natalia Siwiec bereits hinter sich. Die Polin ist aber drauf und dran in Riquelmes Fußstapfen zu treten. Das 29-jährige Model wirft sich gekonnt bei EM-Spielen in Pose. Die Stadion-Tribünen sind ihr Laufsteg. Und natürlich darf dabei auch das tiefe Dekolleté nicht fehlen.
Billige Tricks
Die Masche ist so erschreckend einfach. Ein bisschen Haut da, ein verklärter Blick dort, ein aufreizendes Lächeln hier und schon hat man die Aufmerksamkeit der Fotografen geweckt. Frau Siwiecs Bilder haben bereits den Weg um den Erdball angetreten. Ihr Marktwert als Model steigt. Da ist es egal, dass die polnische Nationalmannschaft bereits ausgeschieden ist. Via Twitter hat sie der Welt nun mitgeteilt, dass sie künftig den Italienern ihre manikürten Däumchen drückt.
Eine Marktlücke hat Natalia Siwiec noch nicht entdeckt - die Kunst des Orakelns. Normalerweise ein Metier, das Kraken mit dem Namen Paul, verhaltensgestörten Kühen namens Yvonne oder dem adipositasgefährdeten ukrainischen Eber Funtik vorbehalten ist. Aber was ist schon normal. Und deshalb orakelt jetzt auch das französische Erotik-Sternchen Virginie Caprice mit ihrem Busen. Der Erfolg hält sich in Grenzen, die Besucherzahl auf ihrem Fotoblog steigt. Der verblichene Orakel-Star Paul dürfte sich im Grab umdrehen.
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