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Zuletzt aktualisiert: 03.06.2012 um 22:06 UhrKommentare

Michel Platini, UEFA-Präsident, im Porträt

Vor 28 Jahren erlebte Michel Platini seinen absoluten Höhepunkt als aktiver Fußball-Profi. Das war 1984 und Platini war bereits ein großer Star bei Juventus und Europas Fußballer des Jahres. Heute ist er UEFA-Chef.

Michel Platini

Foto © APAMichel Platini

Als genialer Mittelfeld-Stratege setzte Michel Platini sich 1984 selbst ein Denkmal. Die Europameisterschaft 1984 fand in Frankreich statt und Kapitän Platini führte daheim seine "Equipe Tricolore" zum Titel. Neun von 14 französischen Treffern schoss er selbst – wohl ein Rekord für die Ewigkeit. Noch heute gilt er neben Zinedine Zidane als bester französischer Fußballer aller Zeiten.

Diese Woche beginnt für den mittlerweile 56-Jährigen wieder eine Fußball-EM. Er führt zwar keine Mannschaft mehr aufs Feld, aber in gewisser Weise ist ihm die Rolle des Kapitäns geblieben. Denn mittlerweile führt der Franzose den europäischen Fußball-Verband UEFA als Präsident. 2007 in diese Funktion gewählt, ist die am Freitag (8. Juni) beginnende Endrunde in Polen und der Ukraine schon seine zweite als oberster EM-Chef.

Schwere Geburt

Die Gastgeberländer Polen und vor allem die Ukraine bescherten Platini im Vorfeld so manches Kopfzerbrechen. Stadien und Infrastruktur waren lange die Sorgenkinder, dann kam der Fall Julia Timoschenko dazu. Der Umgang mit der in der Ukraine inhaftierten Oppositionsführerin entfachte eine Menschenrechtsdiskussion. EU-Granden gaben in der Folge bekannt, den Spielen in der Ukraine fernzubleiben. Lange wurde eine Stellungnahme von Platini erwartet, lange blieb er sie schuldig. Über Politisches spricht er nicht gerne, lieber ist ihm der Sport. Das stellte er letztlich auch öffentlich klar: "Ich mache keine Politik, ich mache Fußball. Wenn ich Politik machen wollte, würde ich in die Politik gehen", so der UEFA-Boss.

Von Skandalen hält er sich prinzipiell gerne fern. Während der Weltfußballverband FIFA samt Präsident Joseph Blatter im Korruptionssumpf versank, blieb Platinis Weste unbefleckt. Eine für ihn wichtige EM folgt übrigens noch 2016. Wieder in Frankreich und erstmals mit 24 statt 16 Teams – die Erweiterung war seine Vision. Das EM-Turnier und Platini, es bleibt eine Langzeitbeziehung.

ALEXANDER NIGGAS

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Infos

Alle Informationen und Reservierungen per Mail unter fussball@kleinezeitung.at

Alle Europameister

2012: Spanien
2008: Spanien
2004: Griechenland
2000: Frankreich
1996: Deutschland
1992: Dänemark
1988: Niederlande
1984: Frankreich
1980: Deutschland
1976: Tschechoslowakei
1972: Deutschland
1968: Italien
1964: Spanien
1960: UdSSR

 

Ewige Bilanz

Deutschland: 3 Titel
(1972, 1980, 1996)
Spanien: 3 (1964, 2008, 2012)
Frankreich: 2 (1984, 2000)
Griechenland: 1 (2004)
Dänemark: 1 (1992)
Niederlande: 1 (1988)
Tschechoslowakei 1 (1976)
Italien: 1 (1968)
UdSSR: 1 (1960)

 

Torschützenkönige

2012 - 3 Tore:
Fernando Torres (ESP)
2008 - 4 Tore:
David Villa (ESP)
2004 - 5 Tore:
Milan Baros (CZE)
2000 - 5 Tore:
Patrick Kluivert (NED)
Savo Milosevic (JUG)
1996 - 5 Tore:
Alan Shearer (ENG)
1992 - 3 Tore:
Vier Spieler
1988 - 5 Tore:
Marco van Basten (NED)
1984 - 9 Tore:
Michel Platini (FRA)
1980 - 3 Tore:
Klaus Allofs (GER)
1976 - 4 Tore:
Dieter Müller (GER)
1972 - 4 Tore:
Gerd Müller (GER)
1968 - 2 Tore:
Dragan Dzajic (YUG)
1964 - 2 Tore:
Jesus Pereda (ESP)
Dezsö Novak (HUN)
1960 - 2 Tore:
Fünf Spieler

 

Rekordspieler

16 Spiele:
Edwin van der Sar (NED)
Lilian Thuram (FRA)
14 Spiele:
Nuno Gomes (POR)
Zinedine Zidane (FRA)
Luis Figo (POR)
Karel Poborsky (CZE)
13 Spiele:
Alessandro Del Piero (ITA)
Peter Schmeichel (DEN)
Thomas Häßler (GER)
Jürgen Klinsmann (GER)
Laurent Blanc (FRA)
Didier Deschamps (FRA)
Paolo Maldini (ITA)
Dennis Bergkamp (NED)
Phillip Cocu (NED)

 

Rekordtorjäger

9 Tore:
Michel Platini (FRA)
7 Tore:
Alan Shearer (ENG)
6 Tore:
Ruud van Nistelrooy (NED)
Patrick Kluivert (NED)
Thierry Henry (FRA)
Nuno Gomes (POR)
5 Tore:
Savo Milosevic (YUG)
Milan Baros (CZE)
Marco van Basten (NED)
Jürgen Klinsmann (GER)
Zinedine Zidane (FRA)
4 Tore:
Elf Spieler

 

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