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  • 30. Juli 2014 21:14 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 02.07.2012 um 16:27 UhrKommentare

    Ein Land im Fußballrausch

    Rezession und Schuldenkrise hin oder her, mit dem EM-Titel hat Spaniens Nationalteam Millionen Menschen glücklich gemacht. "Spanien und niemand sonst hat das beste Fußball-Team aller Zeiten", jubelt die Presse.

    Spanien im kollektiven Freudentaumel

    Foto © APSpanien im kollektiven Freudentaumel

    Spaniens Kronprinz Felipe sprach seinen Landsleuten aus der Seele. "Diese Mannschaft ist einfach unschlagbar", sagte er nach dem 4:0-Sieg der spanischen Elf im Finale der Fußball-EM gegen Italien. Für die Spanier ist "La Roja" schon jetzt zu einer Fußball-Legende geworden. "Sie wird den Fans unvergessen bleiben - ähnlich wie die berühmten Mannschaften Brasiliens mit Pele, der Niederlande mit Johan Cruyff oder Argentiniens mit Diego Maradona", betonte das Sportblatt "Marca" und ließ keinen Zweifel zu: "Spanien und niemand sonst hat das beste Fußball-Team aller Zeiten."

    Der EM-Gewinn löste im ganzen Land einen beispiellosen Jubel aus, denn den Spaniern war etwas gelungen, was vor ihnen kein anderes Land geschafft hat: Sie gewannen nach der EM 2008 und der WM 2010 den dritten Titel in unmittelbarer Folge. Hunderttausende Fans im ganzen Land feierten bis tief in die Nacht eine Fußball-Fiesta. Allein in Madrid strömten nach dem Abpfiff des Finales 100.000 Hauptstädter am Cibeles-Brunnen zusammen. Dort wurden die Europameister auch am Montagabend zur offiziellen Siegesfeier erwartet.

    Spanien trägt Rot

    Die Trikots der Nationalelf sind zum großen Verkaufsschlager im ganzen Land geworden. In fast allen Städten waren Großbildschirme aufgestellt worden, auf denen die Fans das Finale verfolgen konnten. Nur wenige Metropolen in Katalonien oder im Baskenland - wie Barcelona oder Bilbao - hatten ein Public Viewing auf öffentlichen Plätzen abgelehnt. Das Fernsehen verzeichnete einen Zuschauerrekord: Das EM-Finale war das meistgesehene Fußballspiel in der spanischen TV-Geschichte.

    Die spanischen Fans waren überrascht, mit welcher Leichtigkeit das Team von Vicente del Bosque den 4:0-Sieg über Italien herausgespielt hatte. "Spanien zeigte die glänzendste Fußballshow, die man je in einem EM-Finale gesehen hat", meinte das Sportblatt "As".

    Uneinigkeit herrschte allein darüber, welchen Spieler man denn als den Helden der EM und des Finales feiern sollte: den Tormann und Kapitän Iker Casillas, der bei der EM nur einen Gegentreffer kassierte, den Regisseur Xavi, den eleganten Dribbler Andres Iniesta oder den Linksverteidiger Jordi Alba, die große Entdeckung der EM? "Marca" schlug einen Ausweg vor: "Die ganze Mannschaft sollte den Goldenen Ball für den Weltfußballer des Jahres bekommen."

    Millionen sind glücklich

    Der EM-Gewinn bedeutete ein Erfolgserlebnis für ein Land, das unter Rezession, Schuldenkrise und Arbeitslosigkeit leidet. "Die Seleccion hat erreicht, dass Millionen von Spaniern glücklich sind", sagte Ministerpräsident Mariano Rajoy, der kürzlich bei der EU Hilfe für marode spanische Banken beantragen musste. "As" wandte allerdings ein: "Der Fußball bereitet Freude, aber er löst die Probleme nicht."

    Die Siegesfeiern erreichten ein ungewohntes Ausmaß. Spaniens Nationalmannschaft hatte bei den Fans jahrzehntelang im Schatten der großen Klubs wie Real Madrid oder FC Barcelona gestanden. Dies hat sich grundlegend geändert. Seit dem Gewinn der EM 2008, der WM 2010 und der jetzigen EM-Titelverteidigung haben die Spanier ihre Liebe zur "La Roja" vollends entdeckt.

    Die Euphorie hat nicht allein mit dem Gewinn von Titeln zu tun. Die Spanier sind auch stolz auf ihre Nationalelf, weil sie mit ihrem Kurzpass-Spiel einen Stil geschaffen hat, den Teams in aller Welt nachzuahmen versuchen. Aber damit nicht genug: Die Spieler der Seleccion haben sich auch mit ihrer Fairness und ihrem beispielhaften Verhalten hervorgetan. Zudem sind Trainer Del Bosque und seine Spieler trotz der Erfolge bescheiden geblieben.


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      Alle Europameister

      2012: Spanien
      2008: Spanien
      2004: Griechenland
      2000: Frankreich
      1996: Deutschland
      1992: Dänemark
      1988: Niederlande
      1984: Frankreich
      1980: Deutschland
      1976: Tschechoslowakei
      1972: Deutschland
      1968: Italien
      1964: Spanien
      1960: UdSSR

       

      Ewige Bilanz

      Deutschland: 3 Titel
      (1972, 1980, 1996)
      Spanien: 3 (1964, 2008, 2012)
      Frankreich: 2 (1984, 2000)
      Griechenland: 1 (2004)
      Dänemark: 1 (1992)
      Niederlande: 1 (1988)
      Tschechoslowakei 1 (1976)
      Italien: 1 (1968)
      UdSSR: 1 (1960)

       

      Torschützenkönige

      2012 - 3 Tore:
      Fernando Torres (ESP)
      2008 - 4 Tore:
      David Villa (ESP)
      2004 - 5 Tore:
      Milan Baros (CZE)
      2000 - 5 Tore:
      Patrick Kluivert (NED)
      Savo Milosevic (JUG)
      1996 - 5 Tore:
      Alan Shearer (ENG)
      1992 - 3 Tore:
      Vier Spieler
      1988 - 5 Tore:
      Marco van Basten (NED)
      1984 - 9 Tore:
      Michel Platini (FRA)
      1980 - 3 Tore:
      Klaus Allofs (GER)
      1976 - 4 Tore:
      Dieter Müller (GER)
      1972 - 4 Tore:
      Gerd Müller (GER)
      1968 - 2 Tore:
      Dragan Dzajic (YUG)
      1964 - 2 Tore:
      Jesus Pereda (ESP)
      Dezsö Novak (HUN)
      1960 - 2 Tore:
      Fünf Spieler

       

      Rekordspieler

      16 Spiele:
      Edwin van der Sar (NED)
      Lilian Thuram (FRA)
      14 Spiele:
      Nuno Gomes (POR)
      Zinedine Zidane (FRA)
      Luis Figo (POR)
      Karel Poborsky (CZE)
      13 Spiele:
      Alessandro Del Piero (ITA)
      Peter Schmeichel (DEN)
      Thomas Häßler (GER)
      Jürgen Klinsmann (GER)
      Laurent Blanc (FRA)
      Didier Deschamps (FRA)
      Paolo Maldini (ITA)
      Dennis Bergkamp (NED)
      Phillip Cocu (NED)

       

      Rekordtorjäger

      9 Tore:
      Michel Platini (FRA)
      7 Tore:
      Alan Shearer (ENG)
      6 Tore:
      Ruud van Nistelrooy (NED)
      Patrick Kluivert (NED)
      Thierry Henry (FRA)
      Nuno Gomes (POR)
      5 Tore:
      Savo Milosevic (YUG)
      Milan Baros (CZE)
      Marco van Basten (NED)
      Jürgen Klinsmann (GER)
      Zinedine Zidane (FRA)
      4 Tore:
      Elf Spieler

       

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