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Zuletzt aktualisiert: 29.05.2012 um 08:36 UhrKommentare

Das Objekt der Begierde jedes Fußballers

Der "Coupe Henri Delaunay", die neue Trophäe seit der EURO 2008, ist 60 Zentimeter hoch, wiegt 7,6 Kilogramm und wurde nach dem ersten UEFA-Generalsekretär und geistigen Vater der Europameisterschaft benannt.

... und so sieht er aus

Foto © APA... und so sieht er aus

2004 hatte die Trophäe ausgedient. Für die EURO 2008 in Österreich und der Schweiz wurde eine neue Version des "Coupe Henri Delaunay" entworfen, um dem gestiegenen Ansehen der Fußball-Europameisterschaft Rechnung zu tragen. Spaniens Kapitän Iker Casillas durfte den 60 Zentimeter hohen und 7,6 Kilogramm schweren Pokal am 29. Juni 2008 im Ernst-Happel-Stadion als erster Spieler in den Wiener Nachthimmel stemmen.

30.700 Euro kostete die Trophäe der Londoner Juwelierfirma Asprey, der ideelle Wert ist viel höher. Auf der Rückseite des EM-Pokals aus Sterlingsilber sind die Namen aller bisherigen Europameister eingraviert. Die Trophäe mit UEFA-Logo und einer Ziselierung am oberen und unteren Ende bleibt als Wanderpokal im ständigen Eigentum der UEFA und kann nicht dauerhaft von einem Land gewonnen werden.

Design erinnert an den Vorgänger

Der amtierende Europameister behält den "Coupe Henri Delaunay" bis zur nächsten EM, darf aber eine Kopie anfertigen lassen. Diese darf vier Fünftel der Originalgröße der Trophäe allerdings nicht überschreiten. Eine Mannschaft, die dreimal hintereinander oder insgesamt fünfmal Europameister geworden ist, erhält eine originalgetreue Nachbildung der neuen EM-Trophäe.

Das Design erinnert an den Vorgänger, der von 1960 bis 2004 für den EM-Titel vergeben worden ist. Die alte Trophäe ist im UEFA-Hauptquartier in Nyon ausgestellt. Er stand noch auf einem Marmorsockel, bei der neuen Version dagegen wurde der silberne Boden vergrößert. Das neue Objekt der Begierde ist damit 400 Gramm leichter, aber um fast 18 cm größer.

Benannt ist der Pokal wie auch schon sein Vorgänger nach dem Franzosen Henri Delaunay, dem ersten UEFA-Generalsekretär und geistigen Vater der Fußball-Europameisterschaften. Seiner Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass 1960 der Europacup der Nationen entstand, aus dem 1968 die Europameisterschaft hervorging.

Als Frankreichs Verbandssekretär hatte Delaunay bereits 1927 die Idee eines Europacups für Nationalmannschaften. Dieser fand allerdings wenige Unterstützer, darunter den legendären Österreicher Hugo Meisl. Erst posthum wurde Delaunays Vorhaben umgesetzt. Der UEFA-Generalsekretär starb 1955 nach nur einem Jahr im Amt.

Quelle: APA

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Infos

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Alle Europameister

2012: Spanien
2008: Spanien
2004: Griechenland
2000: Frankreich
1996: Deutschland
1992: Dänemark
1988: Niederlande
1984: Frankreich
1980: Deutschland
1976: Tschechoslowakei
1972: Deutschland
1968: Italien
1964: Spanien
1960: UdSSR

 

Ewige Bilanz

Deutschland: 3 Titel
(1972, 1980, 1996)
Spanien: 3 (1964, 2008, 2012)
Frankreich: 2 (1984, 2000)
Griechenland: 1 (2004)
Dänemark: 1 (1992)
Niederlande: 1 (1988)
Tschechoslowakei 1 (1976)
Italien: 1 (1968)
UdSSR: 1 (1960)

 

Torschützenkönige

2012 - 3 Tore:
Fernando Torres (ESP)
2008 - 4 Tore:
David Villa (ESP)
2004 - 5 Tore:
Milan Baros (CZE)
2000 - 5 Tore:
Patrick Kluivert (NED)
Savo Milosevic (JUG)
1996 - 5 Tore:
Alan Shearer (ENG)
1992 - 3 Tore:
Vier Spieler
1988 - 5 Tore:
Marco van Basten (NED)
1984 - 9 Tore:
Michel Platini (FRA)
1980 - 3 Tore:
Klaus Allofs (GER)
1976 - 4 Tore:
Dieter Müller (GER)
1972 - 4 Tore:
Gerd Müller (GER)
1968 - 2 Tore:
Dragan Dzajic (YUG)
1964 - 2 Tore:
Jesus Pereda (ESP)
Dezsö Novak (HUN)
1960 - 2 Tore:
Fünf Spieler

 

Rekordspieler

16 Spiele:
Edwin van der Sar (NED)
Lilian Thuram (FRA)
14 Spiele:
Nuno Gomes (POR)
Zinedine Zidane (FRA)
Luis Figo (POR)
Karel Poborsky (CZE)
13 Spiele:
Alessandro Del Piero (ITA)
Peter Schmeichel (DEN)
Thomas Häßler (GER)
Jürgen Klinsmann (GER)
Laurent Blanc (FRA)
Didier Deschamps (FRA)
Paolo Maldini (ITA)
Dennis Bergkamp (NED)
Phillip Cocu (NED)

 

Rekordtorjäger

9 Tore:
Michel Platini (FRA)
7 Tore:
Alan Shearer (ENG)
6 Tore:
Ruud van Nistelrooy (NED)
Patrick Kluivert (NED)
Thierry Henry (FRA)
Nuno Gomes (POR)
5 Tore:
Savo Milosevic (YUG)
Milan Baros (CZE)
Marco van Basten (NED)
Jürgen Klinsmann (GER)
Zinedine Zidane (FRA)
4 Tore:
Elf Spieler

 

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