England: Jagielka ersetzt verletzten Barry
Wegen einer Bauchmuskelverletzung muss Gareth Barry von Manchester City bei der EM zusehen, für ihn rückt Phil Jagielka von Everton nach. Indes ist in England eine Debatte über Rassismus in der Ukraine entbrannt, Ex-Teamkicker Sol Campbell riet den Fans zum EM-Boykott.

Foto © ReutersGareth Barry beim Spiel gegen Norwegen (Markus Hendriksen)
England muss bei der Fußball-EM in Polen und der Ukraine auf Mittelfeldspieler Gareth Barry verzichten. Der 31-Jährige von Meister Manchester City fällt mit einem Muskelriss im Bauchbereich aus. Der Routinier zog sich die Verletzung am Samstag im Testspiel gegen Norwegen (1:0) zu, am Montag wurde sie von Untersuchungen bestätigt. Teamchef Roy Hodgson nominierte daraufhin Defensiv-Allrounder Phil Jagielka von Everton nach.
"Ich bin sehr enttäuscht, Gareth zu verlieren", erklärte Hodgson. "Ich weiß, wie sehr er beim Turnier dabei sein wollte. Er hat in den letzten Jahren einen wichtigen Beitrag geleistet." Barry hat mittlerweile 53 Länderspiele für England bestritten. Nach dem Aus im WM-Achtelfinale 2010 gegen Deutschland (1:4) war er allerdings in der Kritik gestanden. England trifft in EM-Gruppe D auf Frankreich, Schweden und Co-Gastgeber Ukraine.
Debatte um Rassismus
Indes ist eine Diskussion über Rassismus in der Ukraine entflammt. Mehrere englische Teamspieler haben ihren Familien aus Sicherheitsgründen daher untersagt, zum Turnier zu reisen. Ex-Teamspieler Sol Campbell riet auch den englischen Fans zum Boykott.
"Bleibt zu Hause, schaut es im Fernsehen an", sagte Campbell in der BBC. "Riskiert nichts, sonst könntet ihr in einem Sarg zurückkehren." Diese Aussage war ein Fressen für den britischen Boulevard. Die Familien der dunkelhäutigen Teamspieler Theo Walcott und Alex Oxlade-Chamberlain von Arsenal haben ihre Reisen bereits abgesagt.













