Die EURO hauchte durch das Stadion
Polen besiegte im zweiten Testspiel in Klagenfurt die Slowakei mit 1:0.
1 / 34
Am Dienstag war im Wörtherseestadion von einer EM-Atmosphäre noch nichts zu spüren. Gerade einmal 600 Besucher verirrten sich zum Spiel zwischen Polen und Lettland. Zum gestrigen zweiten Spiel des EM-Gastgebers gegen die Slowakei kamen immerhin 2100 Zuschauer. Und die Stimmung war ansatzweise EM-tauglich. Dafür sorgten hauptsächlich die polnischen Fans, die zum Großteil in Kärnten oder Rest-Österreich wohnhaft sind. Mit lauten "Polska, Polska"-Rufen trieben sie ihre Idole immer wieder an.
Dortmund-Stars
Und es wurde vor allem in der ersten Hälfte durchaus guter Fußball geboten. Mitverantwortlich dafür waren auch die internationalen Superstars Robert Lewandowski, Lukasz Piszczek und Jakub Blaszczykowski von Borussia Dortmund. Anders als am Dienstag stand das polnische Trio diesmal in der Startformation und ließ immer wieder seine Klasse aufblitzen. Die Slowaken - mit Marek Hamsik von Napoli und Dusan Svento von Salzburg - kamen in der ersten Hälfte mit dem hohen Tempo der Polen überhaupt nicht zurecht. Folglich besorgte Damien Perquis per Kopf die Führung der Polen. In der zweiten Hälfte schalteten sie mehr als einen Gang zurück, das Dortmunder Trio wurde nach und nach ausgewechselt. Es blieb beim 1:0.
Daniel Greiner, Geschäftsführer der Klagenfurter Sportpark GmbH, zog nach den beiden Testspielen zufrieden Bilanz: "Eine tolle Werbung für Klagenfurt. Es waren viele ausländische Journalisten da, die Spiele wurden in mehreren Ländern übertragen."
Finanzieller Gewinn
Und von der finanziellen Seite her? Greiner: "Wir haben Gewinn gemacht. Die Salzburger Agentur SLFC war Veranstalter und zahlte Miete und Betriebskosten. Von der Gastronomie ist auch etwas hereingekommen", so Greiner.
Bis internationale Spiele in Klagenfurt wieder zu sehen sein werden, wird es aber eine Zeit dauern. Das Stadion ist ab Juli durch die Arbeiten am Oberrang eine Baustelle. Bis Herbst 2013 werden nur Spiele der Austria Klagenfurt ausgetragen. Zuschauer dürfen dabei nur die Haupttribüne (3500 Plätze) nutzen.














