Bei der Euro wartet ein Preisschock
Marode Tourismus-Infrastruktur und teure Zimmer - der Reisehorror ist fix.

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In den verbleibenden 100 Tagen bis zur Fußball-Europameisterschaft müsste ein Wunder geschehen, damit die Fans in der Ukraine ein unbeschwertes Fußball-Fest statt einer Abenteuerreise erleben. Vor allem bei Mittelklasse-Hotels fehlt in Charkiw, Donezk, Kiew und Lemberg das Angebot. Die Veranstalter preisen Zeltplätze und Jugendherbergen als Quartiere mit Abenteuer-Charme an. "80 Prozent der Fans wollen in Niedrigpreis-Unterkünften übernachten", behauptet Cheforganisator Markijan Lubkivsky.
Damit dürfte es aber auch auf Zelt- und Campingplätzen kaum etwas werden. Die Übernachtungspreise in der Ukraine steigen während der Euro um mehrere hundert, in Einzelfällen sogar um mehr als 1000 Prozent an. Das hat das unabhängige Verbraucherportal Check24 errechnet. In Charkiw etwa, wo die deutsche Elf am 13. Juni auf die Niederlande trifft, gibt es am Spieltag Appartements nur noch für rund 1700 Euro pro Nacht. Regulär kostet die Unterkunft 44 Euro.
Die polnischen EM-Städte zeigen, dass es auch anders geht. In Breslau, Danzig, Posen und Warschau ziehen die Preise zwar ebenfalls stark an. So kostet die günstigste Hotel-Übernachtung nach dem Viertelfinale in Danzig 113 Euro. Doch in Warschau gibt es während der EM sogar noch Betten für 54 Euro. Und auch qualitativ ist das Niveau der Unterkünfte deutlich höher als in der Ukraine. Das Land biete weitgehend westlichen Standard, sagen Tourismus-Experten.













