"Spaltpilz" Arnautovic ist grantig
Am Bremen-Legionär Marko Arnautovic scheiden sich die Geister. Während Teamchef Didi Constantini den Offensivspieler in Schutz nimmt kommt von Fuchs Kritik. Ob Arnautovic am Dienstag spielt, ist offen.

Foto © ReutersMarko Arnautovic
Es geschah irgendwann Mitte der zweiten Halbzeit: Eckball für Österreich, die Chance also, gefährlich zu werden. Einem war das offenbar herzlich egal, denn statt im Strafraum zu erscheinen, "wofür er eingeteilt gewesen wäre" (Christian Fuchs), trabte Bremen-Legionär Marko Arnautovic auf einen Plausch in Richtung Betreuerbank. "Wenn ihm nichts gelingt, wird er eben grantig und mault herum", so Didi Constantini der Presse gegenüber recht lapidar. Intern würde man den Vorfall aber sehr wohl besprechen.
Dennoch nahm der Coach den an sich begnadeten Fußballer in Schutz. "Grundsätzlich kann er mit einem einzigen Genieblitz entscheidende Akzente setzen. Nur diesmal eben nicht." Diesmal war er tatsächlich nicht mehr als eine Vorgabe. Und auch innerhalb der Mannschaft scheint der demnächst 22-Jährige so etwas wie ein "Spaltpilz" zu sein. So mancher schätzt ihn nicht zuletzt wegen seiner so betont lässigen, fast überheblichen Art, ob nun auf dem Platz oder im wirklichen Leben, manch anderen geht er damit schlicht auf die Nerven.
In Wahrheit darf weder das eine noch das andere während einer Partie eine Rolle spielen. Aber dass Arnautovic, wie jetzt beim 0:2, nur "sein" Spiel spielt, geht auch nicht. "Ich hätte mir von ihm das eine oder andere Mal mehr Unterstützung gewünscht", sagt Christian Fuchs.
Vielleicht bekommt der linke Verteidiger die ja am Dienstag in der Türkei. Von einem anderen Vordermann.









