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Zuletzt aktualisiert: 08.06.2008 um 13:05 UhrKommentare

Griechen geben Rätsel auf

Der Europameister von 2004 absolvierte seine Trainings bisher hinter einer Plane.

Otto Rehhagel lästt sich nicht in die Karten blicken

Foto © GEPAOtto Rehhagel lästt sich nicht in die Karten blicken

Fast 70 Jahre und noch kein bisschen laut: Griechenlands Teamchef Otto Rehhagel lässt sich vor dem ersten Gruppenspiel bei der EURO 2008 am Dienstag nicht in die Karten blicken. Als einziger Teamchef der laufenden Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz war er noch nie bei einer Pressekonferenz, stattdessen schweigt er kontinuierlich und lässt seine Spieler sprechen. Über sein taktisches Konzept für die Auftaktpartie gegen Schweden will Rehhagel nichts verraten - es spricht aber vieles dafür, dass der Titelverteidiger wieder defensiv plant.

Keine Geheimnisse. Abwehrchef Traianos Dellas erklärte, Rehhagels Philosophie und Mentalität hätten sich in den vergangenen sieben Jahren nicht geändert. Trotz zuletzt drei Stürmer auf dem Platz spricht also vieles dafür, dass Rehhagel im Quartier hoch über dem türkisgrünen Fuschlsee in Salzburg taktisch wieder eher vorsichtig an die Aufgabe "Titelverteidigung" herangeht. Die Trainings der Griechen finden zumeist hinter grünen Planen statt - wie schon beim Sensations-Coup vor vier Jahren in Portugal ist also völlig unklar, wie stark die hellenische Auswahl wirklich ist. "Es gibt keine Geheimnisse", gab sich Mittelfeldregisseur Georgios Karagounis dagegen vermeintlich offen.

Geheimwaffe. Der 31-Jährige litt zuletzt an einer Entzündung im rechten Knie, fühlt sich aber "besser und besser". Karagounis war einer von zehn Spielern im Kader, der auch schon beim EM-Triumph 2004 dabei war. Dazu gehört auch Torhüter Antonios Nikopolidis: Der 36-jährige Routinier hat seine Leistenbeschwerden offenbar überwunden, was Rehhagel nach dem müden 0:0 bei der Generalprobe gegen Armenien erfreut zur Kenntnis genommen hatte. "Wir werden unsere Geheimwaffen nicht verraten", sagte der Nürnberger Angelos Charisteas. Charisteas war 2004 mit drei Treffern, darunter das Siegtor im Finale gegen Portugal, der EM-Held.


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