Die Nummer 21 ist Österreichs "Einser"
Offiziell wird es noch geheim gehalten, aber Jürgen Macho hütet bei der Euro das Tor des Nationalteams.

Foto © GEPAJürgen Macho ist die Nummer eins
Die Nummer zwei, sagte Josef Hickersberger, habe die Nachricht "gefasst" zur Kenntnis genommen und, was dem Teamchef besonders imponierte, der Nummer eins "sofort gratuliert". Eigentlich handelt es sich um die Nummer 21, denn Jürgen Macho wird morgen gegen Kroatien, und, wenn nicht alles zusammenbricht, auch gegen Polen und Deutschland das österreichische Tor hüten.
Schweigeabkommen. Offiziell wurde gegenüber der Öffentlichkeit ein Stillhalteabkommen vereinbart, aber im Laufe des Tages sickerte durch, was schon seit geraumer Zeit vermutet worden war. Beim gestrigen Abend-Training ließen sich allerdings weder Macho noch Alexander Manninger etwas anmerken. Hickersberger hatte zuerst beide gemeinsam über seine Entscheidung informiert, und dann mit dem Unterlegenen ein zehnminütiges klärendes Einzelgespräch geführt. Die von kroatischer Seite vehement forcierte Variante mit Ivica Vastic und Andreas Ivanschitz vereint in der Startelf wird wohl
nicht umgesetzt.
Bluff. Hickersberger erklärte gestern, dass an der zu Beginn des Trainingslagers vereinbarten Jokerrolle des 38-Jährigen grundsätzlich nicht gerüttelt werde. Vielleicht handelt es sich aber auch um einen Bluff des Teamchefs.
Weil Kraotiens Zweit-Torhüter Runje Zigarre rauchend auf dem Balkon Platz genommen hatte, wurde die Frage aufgeworfen, ob der Gegner die Partie etwas zu locker nehme. Vastic verneinte und verwies auf die Historie. "Die Dänen sind 1992 ohne Vorbereitung Europameister geworden."
HUBERT GIGLER, PETER KLIMKEIT





