Löw: "Es wird ein hartumkämpftes Spiel"
Die DFB-Auswahl will ihre EM-Negativserie beenden, während die Polen den Deutschland-Fluch besiegen wollen.

Foto © APDie Deutschen präsentieren vor dem Spiel Einigkeit
Deutschlands Fußball-Nationalmannschaft geht als
großer Favorit in das erste EURO-Spiel gegen Polen am Sonntag in Klagenfurt. Der dreifache Europameister hat nicht nur eine perfekte Vorbereitung ohne Verletzungen in Tenero abgeschlossen, sondern auch in 15 Spielen noch nie gegen Polen verloren. Unabhängig davon sitzt den Deutschen aber eine EM-Negativserie im Nacken: seit
dem Titelgewinn 1996 gab es bei der Endrunde keinen vollen Erfolg mehr. "Es wird ein hartumkämpftes Spiel, sie werden uns alles abverlangen", sagte DFB-Teamchef Joachim Löw.
Insiderwissen. Die DFB-Truppe hat sich ganz konkret auf den Gegner, der in den vergangenen zwei Jahren des öfteren beobachtet wurde, vorbereitet, am Freitagvormittag stand nochmals eine genaue Analyse auf dem Programm.
"Es ist eine sehr kampfstarke Mannschaft, die durch ihren Trainer holländisch geprägt ist, eine sehr gute Ordnung hat und in der Offensive sehr mutig und selbstbewusst agiert", erklärte DFB-Assistenztrainer Hansi Flick. Zudem habe die Elf von Leo Beenhakker mit Goalie Boruc, Austria-Legionär Bak, Lewandowski und Zurawski eine "gute Achse". Informationen bekam der Trainerstab auch von Lukas Podolski, Miroslav Klose und Piotr Trochowski, die alle drei in Polen geboren sind. "Mit solchen Insidern hat man natürlich gewisse
Vorteile", sagte Flick.
Alles abverlangt. Im Lager der Deutschen rechnet man mit einem ähnlich engen Duell wie bei der WM 2006, wo sich die Deutschen in der Vorrunde durch einen Neuville-Treffer in der Nachspielzeit nur denkbar knapp mit 1:0
durchgesetzt hatten. "Die Polen haben uns schon bei der WM alles abverlangt, sich gegenüber 2006 gesteigert und die Qualifikation fast problemlos bewältigt", warnte Löw. Bezüglich der Aufstellung fällt erst am Samstagabend die endgültige Entscheidung. Bei den Polen trübte im Vorfeld die Verletzung von Jakub
Blaszczykowski die Stimmung. Dem Teamgefüge hätte der Ausfall des Flügelspielers nach Meinung des coach nicht geschadet: "Wir sind sehr relaxed, andererseits aber auch sehr scharf darauf, ins Spiel zu gehen."
Respekt, mehr nicht. Anders als in den WM-Turnieren 2002 und 2006 hofft man im Lager der "Kadra" auf einen guten Start. Dass man dabei gleich auf den selbst ernannten Titelfavoriten trifft, sei nach den Erfahrungen der vergangenen WM-Endrunden nicht unbedingt ein
Nachteil. Seine Taktik auf das Spiel des WM-Dritten anpassen will Beenhakker jedenfalls nicht. "Was der Kollege macht, ist mir egal. Deutschland hat eine sehr
kompakte Mannschaft. Wir respektieren das, aber mehr schon nicht", erklärte der Trainer-Fuchs.
Features
TV-Zeiten
Polen gegen Deutschland wird ab 20.45 Uhr live auf ORF 1 übertragen.
Aufstellung
Deutschland: 1 Lehmann - 16 Lahm, 17 Mertesacker, 21 Metzelder, 2
Jansen - 4 Fritz, 8 Frings, 13 Ballack, 20 Podolski - 9 Gomez, 11
Klose
Polen: 1 Boruc - 13 Wasilewski, 6 Bak, 14 Zewlakow, 3 Wawrzyniak -
5 Dudka, 18 Lewandowski - 7 Smolarek, 20 Roger, 8 Krzynowek - 9
Zurawski






