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Zuletzt aktualisiert: 01.06.2008 um 17:24 UhrKommentare

Noch Fragezeichen bei DFB-Team nach Sieg gegen Serbien

Im Sturm nur ist nur Klose gesetzt. Löw: "Der Sieg war gut fürs Selbstvertrauen".

Joachim Löw

Foto © GEPAJoachim Löw

Deutschlands Fußball-Nationalteam hat die EM-Generalprobe gegen Serbien zwar mit 2:1 gewonnen, von einer souveränen Vorstellung war die DFB-Elf acht Tage vor dem ersten Endrundenspiel gegen Polen (8. Juni in Klagenfurt) aber weit entfernt. Während der überragende Kapitän Michael Ballack sich bereits in EM-Topform befand und gemeinsam mit Stürmer-Routinier Oliver Neuville für den Umschwung sorgte, war die Innenverteidigung abermals eine Problemzone.

Kuranyi und Gomez farblos. Dazu blieb auch das Anfangs-Sturmduo Mario Gomez/Kevin Kuranyi farblos. Teamchef Joachim Löw hat seine Stammelf noch nicht im Kopf. "Wir sind froh, dass wir das Spiel nach dem Rückstand noch drehen konnten. Das ist gut für das Gefühl und das Selbstvertrauen", resümierte Löw. Die Mannschaft sei an ihr Limit gegangen. Vor allem Ballack wollte wie kein Zweiter den Sieg und wurde für seine Willenskraft schließlich auch mit dem Siegestreffer belohnt.

Defensive. Dafür muss sich die DFB-Elf in Österreich und der Schweiz aber vor allem in der Defensive deutlich steigern. "Im Feinschliff müssen wir noch einige Dinge verbessern", ist sich der Ex-Austria- und FC-Tirol-Trainer bewusst. Während Jens Lehmann ("Er musste keinen Ball halten, aber die Ausstrahlung war eigentlich gut") sich diesmal keinen Fehler leistete, war die Abwehr wie schon beim 2:2 gegen Weißrussland unsicher.

Abwehrproblem. "Beim Gegentor hätte sich die Mannschaft anders verhalten müssen. Wenn jemand mit dem Gesicht zum Tor auf das Tor zuläuft, weicht man normalerweise zurück, man lässt sich den Ball nicht in den Rücken spielen", sagte auch Löw. Die "Bild" kommentierte die Defensivleistung von Per Mertesacker und Christoph Metzelder so: "Ohne Abwehr fahren wir zur EM. Die Innenverteidigung mit den Gebrüdern Schnarch und Schleich ist so nicht wettbewerbstauglich."

Fixstarter. Während in der Innenverteidigung aber trotz der Unsicherheiten Mertesacker und Metzelder wohl als Fixstarter gelten, hat sich Löw bezüglich der Anfangself für das Polen-Spiel auf anderen Positionen noch nicht festgelegt. "Es gibt schon noch das eine oder andere Fragezeichen, es gibt Möglichkeiten zu variieren. Ich werde die beiden Spiele gegen Weißrussland und Serbien noch einmal aufarbeiten", wies der DFB-Teamchef hin. In der nächsten Woche - die Deutschen beziehen am Dienstag in Ascona ihr EM-Quartier - spiele die aktuelle Trainingsleistung noch eine wichtige Rolle. Im Angriff ist nur Bayern-Stürmer Miroslav Klose, der nach seiner Sprunggelenksverletzung am Dienstag wieder ins Training einsteigen wird, gesetzt.


Meinung

DFB-Teammanager Oliver Bierhoff sprach von einem "sehr wichtigen Test". "Wir wissen, dass wir 90 Minuten durchpowern und mit hohem Tempo auf den Gegner gehen und schnell kombinieren können und sich daraus immer wieder Chancen ergeben. Aber wir wissen auch, dass wir nicht leichtsinnig nach hinten arbeiten dürfen", so der Ex-Salzburg-Stürmer.

Foto

Foto © Reuters

Ballack - großer Hoffnungsträger der DeutschenFoto © Reuters

Presse

Die "Bild" am Sonntag schrieb: "2:1 - Jetzt drehen wir das Sommermärchen 2008. Ballack kann uns zum Titel führen."

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