Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
20. Mai 2013 04:24 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Zuletzt aktualisiert: 21.06.2008 um 15:42 UhrKommentare

Kroatiens Team versank in Tränen

Das EM-Aus gegen die Türkei konnten die krotischen Spieler und Fans fast nicht fassen.

Entsetzten und Schock nach dem letzten Elfer

Foto © APEntsetzten und Schock nach dem letzten Elfer

"Unglaublich", "Tragödie", "Katastrophe", stammelten die kroatischen Nationalspieler nach dem dramatischen Aus im Elfmeterschießen gegen die Türkei im EURO-Viertelfinale. Darijo Srna weinte und schluchzte noch auf dem Rasen wie kleines Kind und konnte nur schwer beruhigt werden. In den Katakomben des Wiener Ernst-Happel-Stadions ließen dann alle Spieler ihrer Enttäuschung freien Lauf und vergossen bittere Tränen der Enttäuschung. "In der Kabine war es so, wie wenn jemand gestorben wäre", schilderte Ivan Klasnic, der sein Team in der 119. Minute in Führung schoss. Doch Semih Sentürk mit seinem Ausgleichstreffer in der 122. Minute und die schwachen Nerven beim Elfmeterschießen stürzten Kroatien in die Verzweiflung.

Team-Karriere

Kapitän Niko Kovac will seine Team-Karriere beenden. Vor der end-
gültigen Entscheidung gibt es noch ein Ge-
spräch mit Teamchef
Bilic.

Zu viel Glück. Tormann Stipe Pletikosa: "Eine Katastrophe. Ich kann nicht glauben, dass so etwas im Fußball und Sport überhaupt passieren kann. Genauso kann ich nicht glauben, dass jemand wie die Türkei so viel Glück haben kann und drei Tore in drei Spielen in den letzten drei Minuten schießt". Verteidiger Vedran Corluka, der schon auf dem Rasen bittere Tränen vergoss, sprach von einer "fußballerischen Tragödie". "Wir waren viel besser. Ich bin traurig und enttäuscht. Das werden wir lange nicht vergessen." Kroatien ging übrigens bisher noch bei keinem EM- oder WM-Turnier in die Verlängerung oder ins Elfmeterschießen.

Schlimme Momente. "Ich glaube, dass mich dieses Spiel bis zum Ende meines Lebens begleiten wird", befürchtete Danijel Pranjic. "Unglaublich, ich kann es einfach nicht glauben. Wir fühlen uns alle schlecht. Mir kommt das alles wie ein Alptraum vor", sagte ein zermürbter Pranjic. "Ich habe die schlimmsten Momente in meiner Karriere erlebt", stammelte der "alte" Haudegen Josip Simunic mit geschwollenen Augen. "Ich kann nicht beschreiben, wie traurig ich bin. Wir haben alle alles gegeben, aber wahrscheinlich war es uns nicht bestimmt. Das bessere Team ist ausgeschieden, aber so ist das im Fußball. Ich will so etwas nie wieder erleben."

Sehr traurig. Der eigentliche "tragische Held" war Luka Modric. Gerade der überragende Mann auf dem Feld leitete quasi das kroatische Drama ein, als er den so wichtigen ersten Penalty verschoss. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Wir sind alle sehr traurig", sagte ein niedergeschlagener Modric. "Wir haben gut gespielt, wir waren besser, aber der Ausgleich hat uns zerstört. Danach haben wir es nicht geschafft, uns zu erholen."

Unglaubliches Ende. Teamchef Slaven Bilic sprach von einem "unglaublichen Ende" und "Schock". Er gratulierte seinen "traurigen Helden". Dieses Spiel einfach zu vergessen, sei "unmöglich", aber man müsse nach vorne schauen, die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika stehe vor der Tür. Er habe ein junges Team und Spieler mit einem "spezifischen Charakter", betonte der Teamchef und fügte hinzu: "Die Sonne wird trotz allem aufgehen. Wir werden noch einige Tage weinen, und dann werden wir noch stärker zurückkommen".


Fotoserie

Seitenübersicht

Zum Seitenanfang