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  • 22. August 2014 09:52 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 21.06.2008 um 10:32 UhrKommentare

    Der türkische Traum geht weiter

    Dramatische Schlussmomente beim zweiten Viertefinale: Ivan Klasnic traf in 120. Minute und Sentürk glich in der Schlusssekunde aus. Kroaten zeigten beim Elferschießen Nerven.

    Kein Spitzenspiel im zweiten Viertelfinale

    Foto © APKein Spitzenspiel im zweiten Viertelfinale

    Recber Rüstü wurde im 117. Länderspiel seiner Karriere zum großen Helden der Türkei. Er hielt den entscheidenden Elfmeter des Kroaten Petric. Zuvor hatten schon Altintop, Sentürk und Turan für die Türken, Srna für Kroatien getroffen. Modric und Rakitic verschossen ihre Penalty. Die Türken entschieden das Elferschießen somit 3:1 für sich und treffen im Halbfinale nun am 25. Juni in Basel auf Deutschland.

    Was für ein Spiel ... Aber was war das für ein Viertelfinal-Spiel. Da fiel in 118. Minuten kein Treffer, die Partie plätscherte vor sich hin, die Zuschauer im Stadion beschäftigten sich schon mehr mit sich selbst, anstatt den 22 Protagonisten auf dem Platz zuzuschauen. Und als sich alle schon mit dem Elfmeterschießen abgefunden hatten, erlöste Ivan Klasnic die kroatische Nation. Mit seinem Treffer zum 1:0 in der 119. Minute. Der Jubel war noch nicht verhallt, da schlugen die Türken zurück. Sentürk setzte einen Drehschuss in die machen 1:1. damit war das Elferschießen fixiert. Es war das erste Penaltyschießen für beide Mannschaften in deren Turniergeschichte. Und der erste Aufstieg der Türken in ein Europameisterschafts-Halbfinale in ihrer Gesichte.

    Von Taktik geprägt. Die Spannung in den letzten Minuten machte ein ganz schwaches Spiel schnell vergessen. Beide Mannschaften verlagerten sich von Beginn an auf die Defensive, keiner wollte das taktischen Konzept aufgeben. Auch deshalb, weil die Türken nicht in Bestbesetzung antreten konnten. Teamchef Fatih Termin musste mit den geseprrten Goalie Demirel und Aurelio sowie den verletzten Cetin und Metin gleich vier Spieler vorgeben. Dementsprechend ungeordnet, harmlos und ohne jeglichen Spielwitz präsentierten sie sich. Die besten Chancen hatten Altintop (5.) mit einem Flachschuss sowie Topal (38.) mit einem Weitschuss. Ansonsten konzentrierte sich die Türken lediglich auf die Defensivarbeit.

    Bemühen. Die ebenfalls schwach agierenden Kroaten - allerdings in Bestbesetzung angetreten - hatten etwas mehr zu bieten. Vor allem in der 22. Minute: Srna spielte auf Modric, der ließ die türkische Abwehr stehen. Seinen Stangelpass knallte Ivica Olic allerdings an die Latte. Den Abpraller köpfelte Niko Kranjcar über das Tor. Keine der beiden Mannschaften suchte ihre Heil in der Offensive, typisch für ein Match in der K.o-Phase, wenn man nicht ins Spiel kommt. Jeder wollte den vielleicht entscheidenden Fehler vermeiden. Ein Mittelfeldgeplänkel mit wenigen Ausreißern in Richtung Strafraum der Türken. Herz und Leidenschaft wichen der Nervosität, wobei man den Kroaten mehr Bemühen unterstellen darf. Solange die Kraft reichte, die beim Elferschießen schließlich fehlte.

    PETER KLIMKEIT, STEFAN JÄGER

    Fotoserie

    Foto

    Foto © Reuters

    Goldtorschütze SentürkFoto © Reuters

    Fakten

    Kroatien - Türkei Endstand: 1:1 (0:0, 0:0) nach Verlängerung. Türkei gewann das Elfmeterschießen 3:1
    Torfolge: 1:0 (119.) Klasnic
    1:1 (120.) Sentürk
    Elferschießen: 0:0 Modric schießt rechts daneben
    0:1 Arda verwertet
    1:1 Srna verwertet
    1:2 Sentürk verwertet
    1:2 Rakitic schießt links daneben
    1:3 H. Altintop verwertet
    1:3 Petric scheitert an Rüstü

    Kroatien: Pletikosa - Corluka, R. Kovac, Simunic, Pranjic - Srna, N. Kovac, Modric, Rakitic - Kranjcar (64. Petric) - Olic (97. Klasnic)

    Türkei: Rüstü - Sabri, Zan, E. Asik, Hakan - H. Altintop, Topal (76. Sentürk), Tuncay, Arda - Kazim (61. Ugur), Nihat (118. Gökdeniz)

    Gelbe Karten: Keine bzw. Tuncay (27./im Semifinale gesperrt), Arda (49./im Semifinale gesperrt), Ugur (89.), E. Asik (108./im Semifinale gesperrt)

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