Scharner hofft weiter auf ÖFB-Comeback
"Ich bin der Meinung, dass ich helfen kann", so der Wigan-Verteidiger, doch Hickersberger gibt sich weiterhin zurückhaltend.

Foto © GEPAScharner (l.) scheint von Hickersberger kein Okay für die EM zu bekommen
Paul Scharner hat am Sonntag in der
"Premiere"-Sendung "Talk und Tore" einmal mehr seinen Wunsch
geäußert, wieder für das österreichische Fußball-Nationalteam zu
spielen. Seinen Rücktritt und seine damit verbundenen Aussagen im
Sommer 2006 bezeichnete der Wigan-Legionär als Fehler, den er
aufgrund einer schwierigen Situation beim ÖFB-Team und bei seinem
Club begangen hätte.
Weiterentwickelt.
"Meine Persönlichkeit hat sich seither weiterentwickelt, dadurch
hat sich mein Blick in die Zukunft verändert. Ich bin der Meinung,
dass ich helfen kann", meinte der Niederösterreicher, der die Skepsis
einiger ÖFB-Internationaler gegenüber seiner Rückkehr gelassen sieht.
"Wenn Spieler eine negative Meinung haben, ist das zu respektieren."
Zufrieden mit Treffen.
Mit dem Treffen mit Teamchef Josef Hickersberger vor zwei Wochen
zeigte sich Scharner zufrieden, auch wenn er überrascht war, dass die
Unterredung aus Rücksicht auf ÖFB-Conditioning-Coach Roger Spry, der
ebenfalls daran teilnahm, auf Englisch geführt wurde. "Das Gespräch
war relativ gut, das einzige, was mich überrascht hat war, dass sich
zwei Mostviertler treffen und Englisch reden", sagte der
Defensivspieler, der sich von Hickersberger allerdings eine klare
Entscheidung erhofft hatte - entweder für oder gegen sein
ÖFB-Comeback.
Tür öffnet sich.
Laut Scharner, der nach den Angaben seines ebenfalls bei "Talk und
Tore" anwesenden Mental-Betreuers Valentin Hobel in der kommenden
Saison in Wigan bleiben, aber auch in die deutsche Bundesliga
wechseln könnte, wurde die Zusammenkunft von "Hicke" mit folgendem
Satz beendet: "The door was locked and is now opening ("Die Tür war
geschlossen und öffnet sich jetzt")."
Kein Handlungsbedarf.
Hickersberger selbst bekräftigte gegenüber "Premiere" bereits am
Samstag im Rahmen der Bundesliga-Partie Mattersburg - Sturm Graz
seine Haltung in dieser Frage. "Ich bin der Meinung, dass Scharners
beste Position in der Innenverteidigung ist, und auf dieser Position
haben wir sehr gute Alternativen, da ist kein Handlungsbedarf
gegeben." Er könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, ob die EURO
2008 mit oder ohne Scharner stattfinden werde, sei aber froh, bei
Bedarf über eine personelle Alternative zu verfügen.





