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Zuletzt aktualisiert: 23.03.2008 um 15:43 Uhr

Scharner hofft weiter auf ÖFB-Comeback

"Ich bin der Meinung, dass ich helfen kann", so der Wigan-Verteidiger, doch Hickersberger gibt sich weiterhin zurückhaltend.

Scharner (l.)  scheint von Hickersberger kein Okay für die EM zu bekommen

Foto © GEPAScharner (l.) scheint von Hickersberger kein Okay für die EM zu bekommen

Paul Scharner hat am Sonntag in der "Premiere"-Sendung "Talk und Tore" einmal mehr seinen Wunsch geäußert, wieder für das österreichische Fußball-Nationalteam zu spielen. Seinen Rücktritt und seine damit verbundenen Aussagen im Sommer 2006 bezeichnete der Wigan-Legionär als Fehler, den er aufgrund einer schwierigen Situation beim ÖFB-Team und bei seinem Club begangen hätte.

Weiterentwickelt. "Meine Persönlichkeit hat sich seither weiterentwickelt, dadurch hat sich mein Blick in die Zukunft verändert. Ich bin der Meinung, dass ich helfen kann", meinte der Niederösterreicher, der die Skepsis einiger ÖFB-Internationaler gegenüber seiner Rückkehr gelassen sieht. "Wenn Spieler eine negative Meinung haben, ist das zu respektieren."

Zufrieden mit Treffen. Mit dem Treffen mit Teamchef Josef Hickersberger vor zwei Wochen zeigte sich Scharner zufrieden, auch wenn er überrascht war, dass die Unterredung aus Rücksicht auf ÖFB-Conditioning-Coach Roger Spry, der ebenfalls daran teilnahm, auf Englisch geführt wurde. "Das Gespräch war relativ gut, das einzige, was mich überrascht hat war, dass sich zwei Mostviertler treffen und Englisch reden", sagte der Defensivspieler, der sich von Hickersberger allerdings eine klare Entscheidung erhofft hatte - entweder für oder gegen sein ÖFB-Comeback.

Tür öffnet sich. Laut Scharner, der nach den Angaben seines ebenfalls bei "Talk und Tore" anwesenden Mental-Betreuers Valentin Hobel in der kommenden Saison in Wigan bleiben, aber auch in die deutsche Bundesliga wechseln könnte, wurde die Zusammenkunft von "Hicke" mit folgendem Satz beendet: "The door was locked and is now opening ("Die Tür war geschlossen und öffnet sich jetzt")."

Kein Handlungsbedarf. Hickersberger selbst bekräftigte gegenüber "Premiere" bereits am Samstag im Rahmen der Bundesliga-Partie Mattersburg - Sturm Graz seine Haltung in dieser Frage. "Ich bin der Meinung, dass Scharners beste Position in der Innenverteidigung ist, und auf dieser Position haben wir sehr gute Alternativen, da ist kein Handlungsbedarf gegeben." Er könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, ob die EURO 2008 mit oder ohne Scharner stattfinden werde, sei aber froh, bei Bedarf über eine personelle Alternative zu verfügen.


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