Kunststoff-Krankl als Stadtschmuck
Die Fußball-Legend wird während der EM in hundertfacher Ausfertigung in ganz Wien zu sehen sein.

Foto © APAHans Krankl ist von seiner "kunststopff-Figur" begeistert
"Das ehrt mich sehr" - Hans Krankl hat sich am Montag
sichtlich gerührt darüber gezeigt, dass er während der Fußball-EM im
Juni gleich in vielfacher Ausfertigung im Wiener Stadtbild präsent
sein wird. Denn während der EURO werden in der Innenstadt bis zu 100
Kunststoff-Fußballer aufgestellt. Die lebensgroße Statue hört auf den
Namen "johann9!", was als Hommage auf die heimische Fußball-Legende
zu verstehen ist.
Identifikationsfigur. Hans Krankl ist Schirmherr des Projekts. Initiiert wurde dieses
von der Heumarkt Veranstaltungs GmbH, die auch das Sommerevent "Sand
in the City" durchführt. Organisator Peter Jöbstl will mit den
Kicker-Statuen die Fans in Wien willkommen heißen, wie er bei der
Präsentation am Montag betonte. Auch als Fotomotiv sollen sich die
Kunststoff-Krankls gut eignen. "Im österreichischen Fußball gibt es nur eine große Identifikationsfigur, die Legende schlechthin", begründete Jöbstl die Namensgebung für "johann9!". Dieser wird während der EURO vor allem im ersten Bezirk und auf der
Mariahilfer Straße zu sehen sein.
Versteigert. Die Aktion funktioniert mittels Sponsoren: Für die vom Künstler
Christian Jakubowski aus GFK modellierte, rund 1,90 Meter große Figur
sind 2.500 Euro zu zahlen. Die Sponsoren dürfen die Farbgestaltung
mitbestimmen und werden - wenn sie das wünschen - auf einer Tafel am
Sockel verewigt. Nach der EURO werden die Krankl-Plastiken versteigert. Der Erlös fließt an eine Hilfsorganisation. Auch der Schirmherr selbst bekommt eine Figur als Honorar. Damit die Kicker nicht schon vorher aus dem Stadtbild verschwinden, werden sie auf einem jeweils 250 Kilogramm schweren Sockel montiert. Er soll verhindern, dass Fans sich eine Figur als Souvenir mit nach Hause nehmen.





