3:0 für Villach! Die Kicker entspannen an der Drau
Villach hat Klagenfurt überdribbelt: Nationalmannschaften aus Deutschland, Polen und Kroatien erholen sich vor und nach den Spielen in Villach.
Drei zu Null! Dieses Match konnte Villach eindeutig für sich entscheiden: Alle drei in Kärnten spielenden Nationalmannschaften, Deutsche, Polen und Kroaten, haben sich in Villacher Hotels einquartiert. "Warmbaderhof und Holiday Inn sind die Transferhotels", freut sich Bürgermeister Helmut Manzenreiter. "Das ist eine schöne Anerkennung für die beiden Betriebe und eine große Chance für unsere Stadt."
Im Warmbaderhof hat Organisationschefin Susanne Wagner die Vorbereitungen für das kommende Großereignis fest im Griff: "Wir hatten ja bereits das Treffen der EU-Sozialminister bei uns im Haus, wir sind gut vorbereitet." Für jeweils zwei Nächte während der drei Spiele werden die polnische und kroatische Nationalmannschaft in dem renommierten Fünf-Sterne-Haus wohnen. "Die Kicker bringen ihren gesamten Stab mit, vom Koch bis zum Trainer, das sind zumindest 60 Leute", kündigt Wagner an. "Um die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen kümmert sich die UEFA selbst, unser Haus wurde diesbezüglich auf Herz und Nieren geprüft." Die Polizei ist eingebunden. 60 Zimmer sind gebucht, die Details werden gerade fein abgestimmt. Wagner: "Für das Image unseres Warmbaderhofes ist dieser internationale Besuch eine schöne Bereicherung."
Spieler ihn Villach. Alfred Weiss, Chef des neuen Villacher Holiday Inn neben dem Congress Center, ist der Gastgeber für die Deutsche Nationalmannschaft. Er hat die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland miterlebt und prophezeit Villachs Innenstadt so etwas wie Kirchtagsstimnung während der Euro 2008: "In Klagenfurt finden die Spiele statt, aber da kommen ja nur wenige wirklich dazu." Medien und Fans wären jedoch stets dort anzutreffen, wo die Spieler wohnen. Weiss: "Ich erwarte mir in Villachs Innenstadt zig tausende friedliche, spendable Fans, die nur darauf hoffen, ihr Idol irgendwo privat zu sehen."
Fassung. Klagenfurts Bürgermeister Harald Scheucher trägt es mit Fassung, dass dieses Tor an Villach geht: "Wir müssen unser Kongresshotel ja erst fertig bauen, die städtische Hotelerie ist ausgebucht." Und im Übrigen freue es ihn, wenn ganz Kärnten von der Euro 2008 profitiere.





