Kulturabteilung der Kärnten Werbung aufgelöst
Der neue Chef der Kärnten Werbung, Christian Kresse, greift durch: Events müssen einen touristischen Nutzen haben. "Es wird heuer bedeutend weniger Events geben."

Foto © Kleine Zeitung/Werner KoscherChristian Kresse, neuer Chef der Kärntner Werbung
Schneller als erwartet, macht der neue Chef, Christian Kresse, Dampf in der Kärnten Werbung. Am 11. und 12. Februar geht er mit Vertretern der Regionen in zweitägige Klausur, um Aufgabenteilungen neu zu regeln und Struktur-Straffungen zu besprechen. "Es gibt einige Bereiche, die wir in relativ kurzer Zeit zusammenlegen können, um Geld einzusparen", lässt Kresse wissen, ohne Details nennen zu wollen.
Was schon sicher ist: "Es wird heuer bedeutend weniger Events geben, um die sich die Kärnten Werbung kümmern muss." Im Vergleich zu 2009 würden dadurch Resourcen frei werden. Kresse möchte die bestehenden Events vor allem auf den touristischen Nutzen abklopfen. "Wir werden Parameter festlegen, welche Kriterien sie erfüllen müssen, um touristisch relevant zu sein. Das will auch die Politik."
In der Kärnten Werbung ist sein Ziel eine Neuordnung der Aufgaben, um das schlanke Team optimal einsetzen zu können. So wurde beispielsweise die Kulturabteilung ersatzlos gestrichen. Deren Leiterin Cornelia Mathis-Haider weilt derzeit in Karenz. "Ich habe mir sagen lassen, dass sie eine hoch qualifizierte Mitarbeiterin ist, sie wird sicher woanders gebraucht werden."
Kärnten Werbung
Urlaub bei Freunden
Die Kärnten Werbung fungiert als Marketing- und Info-Drehscheibe für den Kärntner Tourismus. Sie soll die Identität Kärntens in Ferienangebote umsetzen.
Auf 20 Märkten ist die Kärnten Werbung derzeit aktiv.
Per Jahresende wird die Kärnten Werbung 31 Mitarbeiter haben, davon zwei Eventmanager. Einige Posten laufen aus, etwa jene um die Landesausstellung Kärnten Wasserreich.
Die Struktur der Gesellschafter: Kärntner Landes- und Hypothekenbank-Holding (60Prozent), Wirtschaftskammer Kärnten (30 Prozent), Arbeiterkammer Kärnten (zehn Prozent).
Die Ankünfte steigen in Kärnten von 1980 bis 2008 von 2,2 auf 2,6 Millionen.
Zur Person
Kresse stammt aus Drobollach am Faaker See, er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Zu lösen hat er noch das Problem, dass er in Leogang-Saalfelden einen gültigen Vertrag hat, aus dem er herauskommen muss.
In Kärnten soll er einen Dreijahresvertrag erhalten.







