Euro 2008 als "Herausforderung und Chance" für Kirche
Bischhof Alois Schwarz bekräftigt Forderung nach "Schutz der Sonntagskultur". Während der Euro 2008 bietet die Kirche spirituelle Angebote und Notfall-Seelsorge für Fans.

Foto © ReutersPolnischen und Kroatischen Fans will die Kirchen in Kärnten während der EM spirituelle Angebote bieten
Mit Blick auf das kommende Jahr hat der
Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz die EURO 2008 als
"Herausforderung und Chance für die Kirchen" bezeichnet. Nach dem
Papstbesuch im Jahr 2007 würde der Blick Europas nun wieder auf
Österreich gerichtet. Der Bischof forderte am Montagabend beim
Jahresabschlussgottesdienst im Dom zu Klagenfurt auch erneut den
"Schutz der Sonntagskultur".
Spirituelle Angebote.
Die Kirche in Kärnten werde für die kroatischen, polnischen und
deutschen Fangruppen entsprechende spirituelle Angebote vorbereiten,
kündigte Schwarz an. In der Pfarre St. Josef, in der Nähe des neu
gebauten EM-Stadions, wird eine Notfall-Seelsorge für Fans
untergebracht.
Tag der Muse.
Der Sonntag sei ein Tag der Muse und Erholung, des gemeinsamen
Innehaltens, für Christen ein Tag des Gottesdienstes und des Feierns.
"Es ist ein Dienst an der ganzen Gesellschaft, den Sonntag als einen
Tag vielfältigen Engagements abseits von Erwerbsarbeit und Konsum zu
schützen und zu bewahren", sagte Schwarz.
Erklärung.
Im Bezug auf den Sonntagsschutz sei er dankbar für die in diesem
Jahr von allen Sozialpartnern sowie der Evangelischen und
Katholischen Kirche unterzeichnete Kärntner Erklärung, die den
Sonntag in Kärnten als unverzichtbaren Wert unserer Gesellschaft
ansieht und festschreibt. Die Kirche sichere mit dem Rhythmus des
Sonntags und dem Jahresrhythmus eines Kirchenjahres einen Rhythmus
der Zeit, der bewusst mache, "dass wir in einer christlich geprägten
Kultur leben, die die Mitte der Zeit in der Geburt Jesu für die ganze
Welt annimmt", meinte der Bischof.





