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Zuletzt aktualisiert: 19.12.2007 um 09:29 Uhr

EM: Schulfrei an den Spieltagen

Knalleffekt: Alle Kärntner Schüler haben an zwei EM-Spieltagen unterrichtsfrei. Für Landesschulrat und Polizei waren Gründe bei Verkehrssicherheit ausschlaggebend. "Wer wird die Kinder betreuen?"

Geht es nach dem Kärntner Landesschulrat bleiben die Schulbänke an zwei EM-Spieltagen leer

Foto © APAGeht es nach dem Kärntner Landesschulrat bleiben die Schulbänke an zwei EM-Spieltagen leer

Die Schüler dürfen sich freuen: Aus Sicherheitsgründen bekommen sie während der Fußball-EM am 12. und am 16. Juni (beides sind Spieltage) schulfrei. Und zwar alle Kärntner Schüler! Darauf haben sich am Dienstag überraschend Behörden, Eltern und Lehrer geeinigt. Die Verantwortlichen sind einer Empfehlung der Polizei gefolgt. "Wir wollen mit dieser Maßnahme den Verkehrsdruck, der auf der Stadt Klagenfurt lastet, mildern", sagt Sicherheitsdirektor Albert Slamanig. Immerhin werden laut Slamanig pro Spieltag rund 100.000 Fans in der Stadt sein, wodurch sich die Einwohnerzahl der Landeshauptstadt schlagartig verdoppelt. "Klagenfurt ist keine Großstadt, wir werden infrastrukturmäßig an unsere Grenzen stoßen." Warum wurde nicht auch Freitag, der 13. Juni schulfrei gegeben? "Das war eine bewusste Überlegung", sagt Slamanig. "Eine Kinderbetreuung für einen Tag ist leichter zu organisieren, als gleich für mehrere Tage."

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Claudia Egger - Sicherheit der Kinder

Alternativen zur Schule. Für viele Eltern sind schulfreie Tage während der EM ein Problem, zumal es in zahlreichen Unternehmen Urlaubssperren gibt. "Es müssen unbedingt Alternativen zur Schule angeboten werden", sagt Rudolf Altersberger, Landesschulrats-Vize. Weiters fordert er eine Lösung für den Tag nach dem Fußball-Spiel. "Der Tag danach ist, wie man bei der WM in Deutschland gesehen hat, extrem gefährlich. Die Fans haben sich ja über Nacht nicht aufgelöst. Mit den Spieltagen allein, wird es nicht getan sein."

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Egger - Schulfrei hat ganz Kärnten

Kindergärten. Keine Lösung hat man derzeit auch noch für Kindergärten und Horte. "Wenn die Polizei sagt, es wäre besser, wir schließen, werden wir es tun. Ich denke da vor allem an die Stadtteile Viktring und Waidmannsdorf. Nur: Wohin sollen die Kinder, wenn die Eltern arbeiten?", sagt Michael Matzan, Kindergartenreferent der Stadt Klagenfurt. Slamanig dazu: "Das Thema Kindergärten und Horte wurde noch nicht an uns herangetragen. Wenn es soweit ist, dann werden wir uns damit befassen."

CLAUDIA BEER-ODEBRECHT

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