EURO 2008: Notärzte bereiten sich in Graz auf EM vor
Kongress der Österreichischen Notfall- und Katastrophenmediziner am 16. und 17. November im Grazer Messecenter.

Foto © APAEURO 2008: Notärzte bereiten sich in Graz auf EM vor
Mögliche Herausforderungen an die Notfallmedizin im
Hinblick auf die Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und
der Schweiz gehören zu den Eckpunkten des Kongresses der
Österreichischen Gesellschaft für Notfall- und Katastrophenmedizin.
An die 500 Teilnehmer haben sich zu der Veranstaltung, die am 16. und
17. November im Messecenter Graz stattfindet, angemeldet, heißt es
seitens der Organisatoren.
Notfallplanung.
Die EURO 2008 stellt österreichische Rettungsdienste vor große
Herausforderungen. Aus diesem Grund werden im Rahmen des Grazer
Kongresses am Freitagvormittag notfallmedizinische Erfahrungen, die
man aus der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gezogen hat, diskutiert.
Als Referenten wurden Beate Coellen von der deutschen Akademie für
Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz des Bundesamts für
Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie Peter Sefrin,
Notfallmediziner an der Universität Würzburg und Landesarzt des
Bayerischen Roten Kreuzes, eingeladen.
Einsatzkräfte.
Bei der Bewältigung von Notfällen und Katastrophenlagen sind
oftmals unter großem Zeitdruck und angesichts mangelhafter
Informationen Entscheidungen von größter Tragweite zu treffen. Der
Einsatznutzen ist immer ungewiss, das Einsatzrisiko für die
agierenden Einsatzkräfte mitunter jedoch sehr hoch. Anhand des
Grubenunglücks von Lassing wird diese Problematik in einem
Round-Table-Gespräch (ab 17:15 Uhr) aus der Sicht der politischen
Verantwortung, der ethisch moralischen Grundsätze, des ärztlichen
Ethos und der juridischen Auslegung diskutiert werden.
Zur Lassing-Diskussion eingeladen sind u.a. die ehemalige
steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (V), der medizinische
Einsatzleiter in Lassing, Josef Rampler, sowie Kurt Bretterebner,
jener Vermessungstechniker, der sich zu dem verschütteten Bergmann
abgeseilt hatte, und der Leiter der Fachabteilung für
Katastrophenschutz und Landesverteidigung, Kurt Kalcher.
Krisengebiete.
In den notfallmedizinischen Vortragsreihen werden weiters die
Themen Herzrhythmusstörung und Schlaganfall sowie Kindernotfälle und
Aspekte alpiner Notfallmedizin in den Mittelpunkt gerückt.
Katastrophenmedizinisch gesehen dominieren neben den
Sicherheitsaspekten bei Großveranstaltungen der Gefahrstoffunfall
sowie die Einsatzvorbereitung für wirksame Hilfeleistung in
Krisengebieten das Programm.
(S E R V I C E - "Kongress der Österreichischen Gesellschaft für
Notfall- und Katastrophenmedizin", 16. und 17. November, Messecenter
Graz, nähere Info unter http://www.notarzt.at abrufbar.)






