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Zuletzt aktualisiert: 12.11.2007 um 16:20 Uhr

EURO 2008: Notärzte bereiten sich in Graz auf EM vor

Kongress der Österreichischen Notfall- und Katastrophenmediziner am 16. und 17. November im Grazer Messecenter.

EURO 2008: Notärzte bereiten sich in Graz auf EM vor

Foto © APAEURO 2008: Notärzte bereiten sich in Graz auf EM vor

Mögliche Herausforderungen an die Notfallmedizin im Hinblick auf die Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz gehören zu den Eckpunkten des Kongresses der Österreichischen Gesellschaft für Notfall- und Katastrophenmedizin. An die 500 Teilnehmer haben sich zu der Veranstaltung, die am 16. und 17. November im Messecenter Graz stattfindet, angemeldet, heißt es seitens der Organisatoren.

Notfallplanung. Die EURO 2008 stellt österreichische Rettungsdienste vor große Herausforderungen. Aus diesem Grund werden im Rahmen des Grazer Kongresses am Freitagvormittag notfallmedizinische Erfahrungen, die man aus der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gezogen hat, diskutiert. Als Referenten wurden Beate Coellen von der deutschen Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie Peter Sefrin, Notfallmediziner an der Universität Würzburg und Landesarzt des Bayerischen Roten Kreuzes, eingeladen.

Einsatzkräfte. Bei der Bewältigung von Notfällen und Katastrophenlagen sind oftmals unter großem Zeitdruck und angesichts mangelhafter Informationen Entscheidungen von größter Tragweite zu treffen. Der Einsatznutzen ist immer ungewiss, das Einsatzrisiko für die agierenden Einsatzkräfte mitunter jedoch sehr hoch. Anhand des Grubenunglücks von Lassing wird diese Problematik in einem Round-Table-Gespräch (ab 17:15 Uhr) aus der Sicht der politischen Verantwortung, der ethisch moralischen Grundsätze, des ärztlichen Ethos und der juridischen Auslegung diskutiert werden. Zur Lassing-Diskussion eingeladen sind u.a. die ehemalige steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (V), der medizinische Einsatzleiter in Lassing, Josef Rampler, sowie Kurt Bretterebner, jener Vermessungstechniker, der sich zu dem verschütteten Bergmann abgeseilt hatte, und der Leiter der Fachabteilung für Katastrophenschutz und Landesverteidigung, Kurt Kalcher.

Krisengebiete. In den notfallmedizinischen Vortragsreihen werden weiters die Themen Herzrhythmusstörung und Schlaganfall sowie Kindernotfälle und Aspekte alpiner Notfallmedizin in den Mittelpunkt gerückt. Katastrophenmedizinisch gesehen dominieren neben den Sicherheitsaspekten bei Großveranstaltungen der Gefahrstoffunfall sowie die Einsatzvorbereitung für wirksame Hilfeleistung in Krisengebieten das Programm.

(S E R V I C E - "Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Notfall- und Katastrophenmedizin", 16. und 17. November, Messecenter Graz, nähere Info unter http://www.notarzt.at abrufbar.)


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