Schwitzen und schweißen im Klagenfurter EM-Stadion
Auch während des Abschlusstrainings wurde im Klagenfurter EM-Stadion noch heftig gearbeitet. Rechtliche Konsequenzen für Hypo.

Foto © GEPADas Stadion in Klagenfurt
Nicht, dass das Stadion zur Stunde der Eröffnung vollkommen erschlossen wäre. Aber unmittelbar vor dem für Freitag 14 Uhr verordneten Stopp der Baupartie haben die Arbeiter noch eine Kurve gekratzt und das Süd-Ost-Eck zugemacht. Damit wurde der Zuschauer-Spielraum für das Österreich-Japan-Match um weitere 1500 auf immerhin 26.500 Plätze ausgedehnt.
Ruhe vor dem Sturm.
Auch ohne Besucher geht die letzte Chance für eine Ruhe vor dem Sturm im Lärm unter. Während Bürgermeister Harald Scheucher im Besprechungsraum der Exekutive straffrei erklärt, dass die Bautätigkeiten "früher als in Salzburg" beendet werden, gehört das im Freiraum der Arena unablässig unüberhörbare Bohren und Hämmern nach wie vor zum guten Ton. Die Arbeiter lassen sich auch nicht stören, als österreichische und japanische Fußballer am Abend erstmals Kontakt mit dem neuen Spielplatz aufnehmen. Auf dem Rasen wird geschwitzt, auf den Tribünen geschweißt. "Das schönste Stadion Österreichs, nur schade, dass es noch eine Baustelle ist", meint Josef Hickersberger nach dem Training.
Tische gedeckt.
Im VIP-Raum sind die Tische für 500 Personen fix und fertig gedeckt, der plötzlich aufgetauchte Ex-Sturm-Chef Hannes Kartnig lässt sich von und mit Bauarbeitern fotografieren. Auf dem Stadionboden sind die Reste des in den - laut Teamchef "noch nicht richtig angewachsenen" - Rasen gebrannten Reklame-Schriftzuges beseitigt. Die Hypo hat sich dabei doppelt verspekuliert. Laut Fifa-Recht ist Werbung auf dem Spielfeld während des Matches verboten, weshalb der ÖFB rechtliche Konsequenzen angekündigt hat. Zweitens hat das zuvor untadelige Erscheinungsbild der Spielfläche gelitten.
Grauzone.
Auf den Rängen wird Hand an die letzten Sitze gelegt. Es gibt auch eine Grauzone, die, wie erst auf den zweiten Blick erkennbar ist, auch besetzt werden kann.





